Pilzinfektion

Ursachen und Therapie der Pilzerkrankung

Unangenehmes Jucken und Brennen, wunde Haut, ungewohnter Ausfluss: Pilzinfektionen sind für Ihren Frauenarzt meist eindeutig zu erkennen und einfach zu behandeln.

Eine Pilzinfektion (Mykose) ist bei weitem nicht so häufig, wie allgemein angenommen – tatsächlich leidet nur rund ein Drittel der Patientinnen, die sich wegen möglicher Mykosen untersuchen lassen, wirklich an Pilzbefall. Da die Beschwerden jedoch auch von Mischinfektionen verursacht werden können, ist ein Besuch beim Gynäkologen in jedem Fall ratsam.

Häufig kommt es nach einer Antibiotikabehandlung zu einer Pilzinfektion. Dies hängt damit zusammen, dass die Antibiotika auch die schützenden Milchsäurebakterien der vaginalen Flora reduzieren und der Intimbereich somit anfälliger für Erkrankungen wird. Um die Schutzlücke möglichst schnell zu schließen und möglichen Pilzbefall zu verhindern, ist eine Behandlung mit Milchsäurebakterien nach Antibiotikagabe sinnvoll. Wenn bereits eine Pilzerkrankung vorliegt, ist die Anwendung von Milchsäure oder Milchsäurebakterien hingegen nicht angeraten.

Die Behandlung der Infektion erfolgt durch ein spezielles Mittel gegen Pilze, ein Antimykotikum. Mykosen werden auch bei Schwangeren im letzten Drittel der Schwangerschaft behandelt, da sonst die Gefahr der Übertragung der Pilzinfektion auf das Neugeborene besteht und sich dort als Mund oder Windelsoor äußern kann. Grundsätzlich sollte in jedem Falle eine antimykotische Behandlung erfolgen, da die Pilzerkrankung wiederum Nährboden für weitere Sekundärinfektionen bieten kann.

Um sich vor Infektionen aller Art zu schützen, können Sie einige Maßnahmen zur Vorbeugung befolgen. Am wichtigsten hierfür ist eine gesunde Vaginalflora.

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