Grüner Ausfluss ist ein Symptom, das bei vielen Frauen Besorgnis auslöst und oft mit vielen Fragen verbunden ist. Es ist ein deutliches Signal des Körpers, das nicht ignoriert werden sollte, da es auf eine mögliche Infektion hinweisen kann. In diesem Artikel gehen wir auf die Ursachen, die damit verbundenen Symptome und die Wichtigkeit einer frühzeitigen medizinischen Abklärung ein. Ziel ist es, Ihnen ein besseres Verständnis zu geben und zu erklären, wie Sie am besten reagieren sollten, um Ihre Gesundheit zu schützen.
Grüner Ausfluss im Überblick Grüner Ausfluss ist häufig ein Anzeichen für eine Infektion, aber für welche genau?
Grüner Ausfluss: Färbt sich der Ausfluss grünlich oder grün, ist das immer ein Warnsignal.
Ursachen von grünem Ausfluss: In der Regel deutet grüner Ausfluss auf eine Infektion hin und sollte deshalb immer ärztlich abgeklärt werden.
Symptome, die mit grünem Ausfluss einhergehen können: ein unangenehmer Geruch, Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Schmerzen beim Wasserlassen oder Sex.
Behandlung und Vorbeugung von grünem Ausfluss: Die Behandlung von grünem Ausfluss richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache. Zum Glück gibt es gegen die typischen auslösenden Krankheiten effektive und schnell wirksame Medikamente, mit denen die Sache bald überstanden ist. Um grünem Ausfluss vorzubeugen, ist es vor allem wichtig, die Ansteckung mit den auslösenden Geschlechtskrankheiten zu verhindern. Die wirksamste Maßnahme dafür ist die Verwendung von Kondomen oder Femidomen (Frauenkondomen).
Grüner Ausfluss ist immer ein Warnsignal
Es kann viele Gründe haben, wenn sich der normale, weiße Vaginalausfluss (Weißfluss) verfärbt. Manche sind ganz harmlos – so tritt etwa rund um die Periode oft bräunlicher Ausfluss auf, und bei manchen Frauen ist das Sekret von Natur aus etwas gelblich. Färbt sich der Ausfluss aber grünlich oder grün, ist das immer ein Warnsignal. Denn in der Regel deutet grüner Ausfluss auf eine Infektion bzw. Abwehrreaktion der Scheide hin und sollte deshalb immer ärztlich abgeklärt werden. Hier erfahren Sie, welche Erkrankungen hinter grünlichem oder grünem Ausfluss stecken können und wie sie behandelt werden. Außerdem informieren wir darüber, auf welche Symptome und Warnsignale Sie achten sollten, die zusätzlich zum grünen Ausfluss auftreten können.
Welche Symptome können zusätzlich auftreten?
Jede Frau im fortpflanzungsfähigen Alter sondert aus der Scheide ein Sekret ab, das die Vagina feucht hält, reinigt und schützt. Normalerweise hat es eine milchig-weißliche Farbe. Verfärbt sich das Vaginalsekret grünlich oder grün, spricht man von grünem Ausfluss. Dieser kann geruchlos sein, aber auch von einem unangenehm fischigen Geruch (Amingeruch) begleitet werden. Zusätzlich können in Verbindung mit grünem Ausfluss weitere Symptome wie Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, Fieber und Schmerzen beim Wasserlassen oder Sex auftreten. Auch die Konsistenz kann sich verändern. Der Ausfluss kann beispielsweise dickflüssiger sein als sonst, krümelig oder schaumig werden.
3 Fragen an
Janette Harazin, Hebamme
1. Frage: Welche Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft sind normal?
„Einen normalen Ausfluss während der Schwangerschaft würde ich als milchig, von der Konsistenz eher sämig beschreiben. Zudem nimmt der Ausfluss während der Schwangerschaft hormonell bedingt zu, als eine Schutzfunktion des Körpers.„
2. Frage: Auf welche Warnzeichen (Farbe, Konsistenz) sollte man schnell reagieren?
„Bei Veränderungen von Farbe und Geruch sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Tritt auf einmal sehr viel Ausfluss auf, sollte das ebenfalls abgeklärt werden. Ist der Ausfluss eher wässrig/ durchsichtig, kann das auf einen vorzeitigen Blasensprung hinweisen. Unter Umständen wird dieser mit Urin verwechselt. Ein auffälliger Uringeruch zeigt sich manchmal erst verspätet.„
3. Frage: Welche ungefährlichen und gefährlichen Ursachen können Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft haben?
„Hormonelle Veränderungen können den Ausfluss während der Schwangerschaft verändern, sind in dem Zusammenhang aber ungefährlich. Jegliche Infektionen in der Schwangerschaft können zu Veränderungen wie der Farbe oder des Geruchs führen und stellen immer eine Gefahr für die Schwangerschaft dar, zum Beispiel grüner Ausfluss.„
Mögliche Ursachen für grünen Ausfluss
Grüner oder grünlicher Ausfluss wird meistens durch eine Infektion verursacht. Die häufigsten Auslöser sind:
Trichomoniasis (Trichomonaden-Infektion): Dabei handelt es sich um eine Infektion mit dem Erreger Trichomonas vaginalis. Dies ist ein parasitischer Einzeller, der vor allem die Schleimhäute der Harnröhre und der Genitalien befällt. Trichomonaden werden fast immer beim Sex übertragen. Die meisten Männer und manche Frauen bemerken eine Infektion gar nicht. Bei Frauen kommt es aber häufig zu einer Entzündung, die sich durch Jucken, Rötungen und Schwellungen der Vagina sowie Schmerzen und Brennen beim Sex und beim Wasserlassen äußern kann. Typisch ist außerdem ein dünnflüssiger, schaumiger, gelblicher bis grünlicher Ausfluss, der unangenehm nach Fisch riecht. Unbemerkt kann eine Trichomonaden-Infektion chronisch werden und im ungünstigen Fall auch auf die inneren Geschlechtsorgane wie die Gebärmutter und die Eierstöcke übergreifen.
Achtung:
Bei Schwangeren kann eine Trichomoniasis das Risiko für eine Frühgeburt oder ein niedriges Geburtsgewicht des Kindes erhöhen. Bei grünlichem Ausfluss während der Schwangerschaft deshalb immer schnell zum Arzt.
Gonorrhoe (Tripper): Die auch als Tripper bezeichnete Gonorrhoe zählt zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Sie wird durch Bakterien verursacht, die Gonokokken (medizinisch: Neisseria gonorrhoeae) genannt werden. Im Gegensatz zur Trichomoniasis sind es beim Tripper die Frauen, die seltener Symptome zeigen. Ein übelriechender, gelb-grüner, eitriger Ausfluss kann auf die Krankheit hindeuten, ebenso Schmerzen bei Urinieren oder Zwischenblutungen. Bei Schwangeren kann ein Tripper eine Fehl- oder Frühgeburt begünstigen. Infiziert sich das Baby während der Geburt, ist die mögliche Folge eine eitrige Bindehautentzündung.
Bakterien oder Pilze: Gerät das Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht, werden die nützlichen Milchsäurebakterien von anderen, unerwünschten Bakterien verdrängt – man spricht von einer bakteriellen Vaginose. Dies zeigt sich oft in einer Veränderung des Scheidensekrets. Typisch ist dünnflüssiger, schaumiger Ausfluss, der meist gräulich verfärbt ist, aber auch ins grünliche gehen kann. Auch bei Pilzinfektionen kann es gelegentlich zu einer grünlichen Verfärbung des Ausflusses kommen.
Wechseljahre: Manchmal kann sich auch durch die Hormonumstellung in den Wechseljahren der Ausfluss grünlich verfärben.
Gut zu wissen:
Grüner Ausfluss ist KEIN typisches Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs, Zysten oder eine HPV-Infektion. Diese Erkrankungen führen eher zu bräunlichem oder rötlichem Ausfluss. Trotzdem ist bei grünlichem Ausfluss – ob mit oder ohne Geruch – immer ein Arztbesuch ratsam.
Bei einem Scheidenpilz treten typischerweise starker Juckreiz und ein vermehrter sowie weiß-bröckeliger, geruchloser Ausfluss(Fluor) auf. Juckreiz, vor allem im Bereich des Scheideneingangs und der Schamlippen, ist dabei das Leitsymptom eines Vaginalpilzes. Die charakteristischen Symptome und Anzeichen einer Scheidenpilzinfektion sind zwar unangenehm, aber in der Regel gut zu behandeln.
Wenn Sie in Ihrem Slip, Ihrer Slipeinlage oder am Toilettenpapier grünen oder grünlichen Scheidenausfluss bemerken, sollten Sie zeitnah einen Termin bei Ihrem Frauenarzt oder der Frauenärztin vereinbaren. Ganz besonders, wenn weitere Symptome wie Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Schmerzen im Genitalbereich auftreten oder wenn Sie gerade schwanger sind.
In der Praxis wird zunächst ein Anamnesegespräch geführt, dann folgt eine körperliche Untersuchung. Um eventuelle Erreger zu identifizieren, wird auch ein Abstrich von der Scheide gemacht und unter dem Mikroskop und gegebenenfalls zusätzlich im Labor untersucht. Meist lässt sich die Ursache der Beschwerden auf diese Weise ermitteln, ansonsten veranlasst der Arzt weitergehende Untersuchungen. Zum Beispiel Urintests oder Ultraschalluntersuchungen.
Wie wird grüner Ausfluss behandelt?
Die Behandlung von grünem Ausfluss richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache. Zum Glück gibt es gegen die typischen auslösenden Krankheiten effektive und schnell wirksame Medikamente, mit denen die Sache bald überstanden ist. Generell werden bei Pilzinfektionen Antimykotika verordnet, bei bakteriellen Infektionen Antibiotika.
Trichomonaden: Eine Infektion mit Trichomonas vaginalis wird mit dem Wirkstoff Metronidazol behandelt. Meist genügt eine einmalige Gabe von 2 Gramm in Tablettenform. Reicht diese nicht aus, wird eine siebentägige Behandlung, eventuell auch mit dem Wirkstoff Tinidazol, empfohlen.1 In der Schwangerschaft erfolgt eine geeignete Therapie in Absprache mit dem Arzt.
Gonorrhoe: Die Behandlung des Trippers erfolgt in der Regel mit dem Antibiotikum Ceftriaxon in Kombination mit Azithromycin. Ceftriaxon wird dabei einmalig als Infusion oder Spritze in den Muskel verabreicht, Azithromycin als Tablette. Bei Patienten, die gut mitarbeiten und verlässlich zur Nachkontrolle kommen, sowie bei Schwangeren wird oft ausschließlich mit Ceftriaxon behandelt.2
Wichtig:
Bei sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) sollte immer auch der Partner bzw. die Partnerin mitbehandelt werden, damit es nicht zu einer erneuten Ansteckung kommt.
So können Sie grünem Ausfluss selbst vorbeugen
Um grünem Ausfluss vorzubeugen, ist es vor allem wichtig, die Ansteckung mit den auslösenden Geschlechtskrankheiten zu verhindern. Die wirksamste Maßnahme dafür ist die Verwendung von Kondomen oder Femidomen (Frauenkondomen). Bei häufig wechselnden Partnern ist es außerdem sinnvoll, sich regelmäßig testen zu lassen.
Bei Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit sollten Sie auf Sex verzichten, zügig einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Es ist sehr wichtig, auch den oder die Sexualpartner zu informieren.
Pilzinfektionen oder einer bakteriellen Vaginose lässt sich vorbeugen, indem Sie auf ein gesundes Scheidenmilieu achten. Dazu gehören eine sanfte Intimpflege, luftdurchlässige Wäsche und bei Bedarf – zum Beispiel nach einer Antibiotikatherapie – eine Milchsäurekur aus der Apotheke.
Für unangenehme Symptome im weiblichen Intimbereich gibt es viele mögliche Ursachen und Risikofaktoren. Oft unterschätzt (oder auch überschätzt) wird dabei die richtige Intimhygiene. So können z. B. Intimdeos oder Scheidenspülungen die sensible Region reizen und das natürliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen.
Das physiologische Scheidenmilieu besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, die ein gesundes Gleichgewicht aufrechterhalten und krankmachende Keime abwehren. Eine gestörte Scheidenflora äußert sich beispielsweise durch Juckreiz, Brennen oder einen veränderten Ausfluss. Die Verwendung lebender Milchsäurebakterien kann helfen, das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und gesund zu halten.
Jede Frau zwischen Pubertät und Wechseljahren kennt Scheidenausfluss, medizinisch auch Fluor vaginalis oder Fluor genitalis genannt. Die Absonderung von Sekret aus der Vagina ist etwas ganz Normales und in der Regel kein Krankheitszeichen.
Brauner Ausfluss kann bei Frauen zu Verunsicherung und Sorgen führen, besonders wenn er unerwartet auftritt. Viele fragen sich, was die Ursache dafür sein könnte und ob es ein Grund zur Besorgnis ist.
Während gelber Ausfluss in einigen Fällen ein normaler Teil des weiblichen Zyklus sein kann, weist er in anderen Fällen auf eine Infektion oder ein Ungleichgewicht hin, das medizinische Aufmerksamkeit erfordert. In diesem Artikel werden die verschiedenen Ursachen von gelbem Ausfluss beleuchtet, von harmlosen bis zu solchen, die eine Behandlung erfordern.
Seit mehr als 25 Jahren ist Vagiflor® Ihr Partner in Sachen Intim- und Frauengesundheit. Mit unserer Erfahrung und unserem Wissen begleiten wir Sie in der Prävention CARE, der Akutbehandlung MED sowie der Nachsorge BALANCE und informieren Sie umfassend über Themen der Frauengesundheit.
Gelber Ausfluss kann ein Thema sein, das viele Frauen beschäftigt, sei es aufgrund von Veränderungen, die sie bei sich bemerken, oder weil sie sich über die Bedeutung dieser Veränderungen unsicher sind. Während gelber Ausfluss in einigen Fällen ein normaler Teil des weiblichen Zyklus sein kann, weist er in anderen Fällen auf eine Infektion oder ein Ungleichgewicht hin, das medizinische Aufmerksamkeit erfordert. In diesem Artikel werden die verschiedenen Ursachen von gelbem Ausfluss beleuchtet, von harmlosen bis zu solchen, die eine Behandlung erfordern. Ziel ist es, Klarheit zu schaffen und Frauen zu ermutigen, auf ihren Körper zu hören und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Gelber Ausfluss: Was er bedeuten kann: Gelblicher bis gelber Ausfluss kann völlig unbedenklich sein – zum Beispiel kurz vor oder nach der Periode –, aber auch krankhafte Ursachen haben.
Ursachen von gelbem Ausfluss: Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen für gelblichen Ausfluss. Viele davon sind zum Glück harmlos, andere gut zu behandeln.
Behandlung und Vorbeugung von gelbem Ausfluss: Steht die Ursache fest, kann gelber Ausfluss meist unkompliziert behandelt werden. Bei einer Pilzinfektion werden Antimykotika als Salbe oder Zäpfchen verordnet. Bei bakteriellen Infektionen und Trichomonaden jeweils auf die Erkrankung zugeschnittene Antibiotika.
Was Frauen selbst gegen gelben Ausfluss tun können: Um sexuell übertragbare Krankheiten, die gelben Ausfluss verursachen können, vorzubeugen, ist die Verwendung von Kondomen eine der effektivsten Maßnahmen. Eine sanfte Intimhygiene und ein saures Scheidenmilieu können weiterhin zur Gesunderhaltung beitragen.
Was gelber Ausfluss bedeuten kann
Der ganz normale, gesunde Scheidenausfluss der Frau ist in der Regel milchig-weißlich und geruchlos. Manchmal nimmt er aber auch andere Farben an, zum Beispiel gelb. Gelblicher bis gelber Ausfluss kann völlig unbedenklich sein – zum Beispiel kurz vor oder nach der Periode –, aber auch krankhafte Ursachen wie eine Infektion mit Bakterien oder anderen Erregern haben. In diesem Artikel erfahren Sie, wie es zu gelbem Ausfluss kommen kann, wann Sie zum Arzt gehen sollten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Mögliche Ursachen für gelben Ausfluss
Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen für gelblichen Ausfluss mit und ohne Geruch. Viele davon sind zum Glück harmlos, andere gut zu behandeln.
Normale Abweichungen
Bei manchen Frauen ist der Ausfluss immer gelblich, besonders wenn er mit Luft in Berührung kommt. Ist der Ausfluss dabei geruchlos und bestehen keine weiteren Beschwerden, ist das kein Grund zur Sorge.
Menstruation
Im Verlauf des Zyklus beobachten viele Frauen gelben Ausfluss kurz vor oder nach der Periode. Die Ursache dafür können geringe Beimischungen von Blut oder Schleimhautzellen im Sekret sein, die harmlos sind.
Schwangerschaft
Viele Frauen berichten vor allem in der Frühschwangerschaft über stärkeren und oft gelblichen Ausfluss. Dies kann durch die hormonellen Umstellungen bedingt sein und ist, wenn keine weiteren Beschwerden hinzukommen, in der Regel ungefährlich. Trotzdem sollten Schwangere auffällige Veränderungen wie gelben Ausfluss immer gynäkologisch abklären lassen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Übrigens: Nicht nur während der Schwangerschaft kann es zu gelbem Ausfluss kommen. Auch in den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt stark, was ebenfalls zu farblichen Veränderungen des Vaginalsekrets führen kann.
Verhütung
Auch Verhütungsmittel, die mit chemischen und/oder mechanischen Reizen einhergehen, können mitunter zu gelblichem Ausfluss führen, vor allem die Spirale und einige Antibabypillen.
Medikamente
Manche Medikamente, zum Beispiel Antibiotika, können sich auf das Scheidenmilieu auswirken und so zu einer Farbveränderung führen. Da insbesondere Antibiotika das sensible Mikrobiom der Scheidenflora stören können, kommt es infolge einer Antibiotikabehandlung teilweise zu Scheidenpilzinfektionen.
Infektionen
Oft ist gelber Ausfluss ein Zeichen dafür, dass sich der Körper gegen eine Infektion wehrt. Dann sammeln sich besonders viele weiße Blutkörperchen (Leukozyten) an der betroffenen Stelle, die das Sekret gelblich färben.
Bei folgenden Erkrankungen ist gelber Ausfluss ein typisches Symptom:
Eitrig-gelber Ausfluss kann auf eine Chlamydien-Infektion hindeuten. Begleitende Symptome können Schmerzen beim Wasserlassen und Ziehen im Unterleib sein.
Ein Tripper (Gonorrhoe) zeigt sich oft durch einen gelblichen, übelriechenden, eitrigen Ausfluss.
Gelber bis grünlicher, stark nach Fisch riechender Ausfluss ist typisch für einen Befall mit Trichomonaden (einzellige, durch Geschlechtsverkehr übertragbare Parasiten). Dazu kommen oft Juckreiz, Brennen, Rötungen und Schwellungen im Genitalbereich.
Gelblicher, bröckeliger Ausfluss mit schlechtem Geruch kann auf eine – heutzutage seltene – Genitaltuberkulose hindeuten.
Eine bakterielle Vaginose – also ein Ungleichgewicht der Scheidenflora, bei dem sich unerwünschte Bakterien zu stark vermehren – äußert sich zwar meist durch gräulichen, schaumigen, fischig riechenden Ausfluss, kann aber weitere Entzündungen wie eine Scheiden- oder Eileiterentzündung begünstigen, die mit eitrig-gelbem Ausfluss einhergehen können.
Manchmal ist der Ausfluss auch bei einem Scheidenpilz gelblich verfärbt. Dann kann es sein, dass eine Mischinfektion vorliegt. In der Regel äußert sich eine reine Pilzinfektion aber durch weißen, krümelig-flockigen Ausfluss, begleitet von Jucken, Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Vulva.
Gut zu wissen:
Gelber Ausfluss ist KEIN typisches Anzeichen für bösartige Erkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs. Hier ist das Vaginalsekret eher rötlich bis fleischwasserfarben, wässrig und riecht unangenehm süßlich. Regelmäßige Krebsvorsorge ist trotzdem immer ratsam.
Schmierblutung als frühes Anzeichen einer Schwangerschaft
Neben leichtem Ziehen im Unterleib und der sogenannten Einnistungsblutung kann auch der Zervixschleim kurz vor der Periode Hinweise auf eine erfolgreiche Befruchtung geben.
1. Frage: Welche Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft sind normal?
„Einen normalen Ausfluss während der Schwangerschaft würde ich als milchig, von der Konsistenz eher sämig beschreiben. Zudem nimmt der Ausfluss während der Schwangerschaft hormonell bedingt zu, als eine Schutzfunktion des Körpers.„
2. Frage: Auf welche Warnzeichen (Farbe, Konsistenz) sollte man schnell reagieren?
„Bei Veränderungen von Farbe und Geruch sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Tritt auf einmal sehr viel Ausfluss auf, sollte das ebenfalls abgeklärt werden. Ist der Ausfluss eher wässrig/ durchsichtig, kann das auf einen vorzeitigen Blasensprung hinweisen. Unter Umständen wird dieser mit Urin verwechselt. Ein auffälliger Uringeruch zeigt sich manchmal erst verspätet.„
3. Frage: Welche ungefährlichen und gefährlichen Ursachen können Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft haben?
„Hormonelle Veränderungen können den Ausfluss während der Schwangerschaft verändern, sind in dem Zusammenhang aber ungefährlich. Jegliche Infektionen in der Schwangerschaft können zu Veränderungen wie der Farbe oder des Geruchs führen und stellen immer eine Gefahr für die Schwangerschaft dar, zum Beispiel grüner Ausfluss.„
Weitere Symptome & Diagnose bei gelbem Ausfluss
Meistens bemerken Frauen gelblichen oder gelben Ausfluss zuerst in ihrer Unterhose. Wenn Sie gerne schwarze oder bunte Slips tragen, kann das etwas schwieriger sein. Dann können Sie bei Verdacht auf untypischen Ausfluss diesen mit einer weißen Slipeinlage sichtbar machen. Auch ein Blick auf das Toilettenpapier beim Abwischen kann helfen.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Ausfluss „normal“ ist, sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen, insbesondere, wenn:
… der Ausfluss nicht nur gelb ist, sondern auch eine ungewöhnliche Konsistenz aufweist, etwa schleimig, schaumig, bröckelig oder klumpig ist.
… der Ausfluss fischig, streng oder generell unangenehm riecht.
… zusätzlich zu der Gelbfärbung weitere Symptome wie Juckreiz, Brennen, Schmerzen, Schwellungen, Rötungen oder Fieber auftreten.
… Sie schwanger sind.
Was passiert beim Gynäkologen?
Zunächst fragt der Arzt oder die Ärztin Sie im Anamnesegespräch nach Ihren Beobachtungen zu Ihrem Ausfluss und ob es weitere Symptome gibt. Dann werden die Geschlechtsorgane und das Innere der Scheide untersucht – das verursacht keine Schmerzen. Mit einem Teststreifen kann der pH-Wert gemessen werden und so Hinweise auf mögliche Erkrankungen geben. Schließlich wird ein Abstrich des Ausflusses genommen und unter dem Mikroskop untersucht bzw. an ein Labor geschickt.
Zu den Hauptsymptomen einer bakteriellen Vaginose gehören ein vermehrter, dünnflüssiger Scheidenausfluss, ein erhöhter vaginaler pH-Wert und ein unangenehmer, fischiger Intimgeruch. Warum diese Symptome immer ärztlich abgeklärt werden sollten und die sogenannten Amsel-Kriterien und der Nugent Score relevant für die Diagnose sind, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
Bei einem Scheidenpilz treten typischerweise starker Juckreiz und ein vermehrter sowie weiß-bröckeliger, geruchloser Ausfluss(Fluor) auf. Juckreiz, vor allem im Bereich des Scheideneingangs und der Schamlippen, ist dabei das Leitsymptom eines Vaginalpilzes. Die charakteristischen Symptome und Anzeichen einer Scheidenpilzinfektion sind zwar unangenehm, aber in der Regel gut zu behandeln.
Steht die Ursache fest, kann gelber Ausfluss meist unkompliziert behandelt werden. Bei einer Pilzinfektion werden Antimykotika als Salbe oder Zäpfchen verordnet. Bei bakteriellen Infektionen und Trichomonaden jeweils auf die Erkrankung zugeschnittene Antibiotika. Da Antibiotika die Scheidenflora stören können, muss diese gegebenenfalls nach der Behandlung wieder aufgebaut werden, etwa mit einer Milchsäurekur.
Wichtig:
Bei sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) muss auch der Partner oder die Partnerin mitbehandelt werden, damit es keinen Ping-Pong-Effekt gibt.
Wie Frauen selbst vorbeugen können
Um sexuell übertragbare Krankheiten, die gelben Ausfluss verursachen können, vorzubeugen, ist die Verwendung von Kondomen eine der effektivsten Maßnahmen – speziell bei neuen oder häufig wechselnden Partnern.
Ein gesundes Scheidenmilieu schützt vor Infektionen mit Pilzen und Bakterien. Dafür sollten Sie bei der Intimpflege am besten nur auf warmes Wasser und geeignete Intimwaschlotionen setzen. Luftundurchlässige Kunstfaserhöschen oder Slipeinlagen lieber nicht dauerhaft tragen.
Gegen natürliche Ursachen von gelblichem oder gelbem Ausfluss wie die Periode, hormonelle Schwankungen oder persönliche Veranlagung lässt sich nicht vorbeugen. In diesen Fällen ist die leicht abweichende Farbe völlig normal.
Für unangenehme Symptome im weiblichen Intimbereich gibt es viele mögliche Ursachen und Risikofaktoren. Oft unterschätzt (oder auch überschätzt) wird dabei die richtige Intimhygiene. So können z. B. Intimdeos oder Scheidenspülungen die sensible Region reizen und das natürliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen.
Das physiologische Scheidenmilieu besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, die ein gesundes Gleichgewicht aufrechterhalten und krankmachende Keime abwehren. Eine gestörte Scheidenflora äußert sich beispielsweise durch Juckreiz, Brennen oder einen veränderten Ausfluss. Die Verwendung lebender Milchsäurebakterien kann helfen, das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und gesund zu halten.
Jede Frau zwischen Pubertät und Wechseljahren kennt Scheidenausfluss, medizinisch auch Fluor vaginalis oder Fluor genitalis genannt. Die Absonderung von Sekret aus der Vagina ist etwas ganz Normales und in der Regel kein Krankheitszeichen.
Brauner Ausfluss kann bei Frauen zu Verunsicherung und Sorgen führen, besonders wenn er unerwartet auftritt. Viele fragen sich, was die Ursache dafür sein könnte und ob es ein Grund zur Besorgnis ist.
Grüner Ausfluss ist ein deutliches Signal des Körpers, das nicht ignoriert werden sollte, da es auf eine mögliche Infektion hinweisen kann. In diesem Artikel gehen wir auf die Ursachen, die damit verbundenen Symptome und die Wichtigkeit einer frühzeitigen medizinischen Abklärung ein.
Seit mehr als 25 Jahren ist Vagiflor® Ihr Partner in Sachen Intim- und Frauengesundheit. Mit unserer Erfahrung und unserem Wissen begleiten wir Sie in der Prävention CARE, der Akutbehandlung MED sowie der Nachsorge BALANCE und informieren Sie umfassend über Themen der Frauengesundheit.
Der Zervixschleim, ein wichtiger Indikator für die Fruchtbarkeit einer Frau, durchläuft im Menstruationszyklus verschiedene Phasen, die Aufschluss über die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage geben können. Der Artikel beleuchtet, wie sich die Beschaffenheit des Zervixschleims von trocken über cremig bis hin zu flüssig und fadenziehend verändert, abhängig von den hormonellen Schwankungen im Zyklus. Diese natürlichen Veränderungen können Frauen nutzen, um ihre fruchtbarsten Tage zu bestimmen oder um Anzeichen einer frühen Schwangerschaft zu erkennen.
Alles Wichtige zum Zervixschleim Der Zervixschleim kann nicht nur viel über den Zyklus verraten, sondern auch über Fruchtbarkeit und Gesundheit.
Was verrät der Zervixschleim über Fruchtbarkeit & Zyklus? Menge, Konsistenz und Farbe des Zervixschleims geben Hinweise auf die Phase, in welcher sich der weibliche Zyklus befindet. Der Ausfluss verändert sich vor, während und nach dem Eisprung.
Aufgaben und Qualität des Zervixschleims: Die Qualität des Zervixschleims verändert sich im Laufe eines Zyklus und übernimmt unterschiedliche Aufgaben. Je nach Phase des Zyklus erschwert oder erleichtert seine Beschaffenheit den Spermien den Weg zur Gebärmutter. Außerdem hält er Krankheitserreger fern und filtert Spermien nach ihrer Qualität.
Veränderung des Zervixschleims nach der Einnistung und Befruchtung: Vermehrter rot-bräunlicher, aber auch weißer und cremiger bis dünnflüssiger Ausfluss, kurz vor dem üblichen Beginn der Periode, kann ein erstes Anzeichen für eine beginnende Schwangerschaft sein.
Kann man die Qualität des Zervixschleims verbessern? Wenn in der fruchtbaren Zeit des Zyklus kein oder kaum Zervixschleim vorhanden ist, kann man die Qualität und Menge mitunter fördern und verbessern. Da der Schleim größtenteils aus Wasser besteht, ist zunächst reichliches Trinken der beste Tipp – etwa zwei bis drei Liter pro Tag. Gut geeignet sind Wasser, Kräuter- oder Früchtetees bzw. sog. Kinderwunschtees.
Was verrät Zervixschleim über Fruchtbarkeit und Zyklus?
Der weibliche Ausfluss besteht neben abgeschilferten Zellen der Scheidenschleimhaut zum größten Teil aus dem sogenannten Zervixschleim. Dabei handelt sich um ein Sekret, das in den Drüsen des Gebärmutterhalses (Zervix, Cervix uteri) produziert wird. Neben einem großen Teil Wasser besteht Zervixschleim zudem aus Muzinen (Schleimstoffe), Aminosäuren, Salzen, Zucker und Enzymen, und er erfüllt mehrere wichtig Aufgaben. Er wird auch als Sekret des Muttermundes bezeichnet.
Unter dem Einfluss der Hormone Östrogen und Progesteron verändern sich im Laufe eines Zyklus die Farbe bzw. Durchsichtigkeit, Konsistenz, pH-Wert und Menge des Schleims. Üblicherweise wandelt er sich von trocken zu flüssig, von cremig zu zäh-fadenziehend, von fein spinnbar zu klebrig.
Diese Veränderungen sind natürlich und vollkommen normal. Die Beschaffenheit des Zervixschleim kann vielfach sogar interessante Informationen liefern – so lassen sich etwa wichtige Rückschlüsse auf den Eisprung und die Fruchtbarkeit ziehen. Also darauf, ob man sich im Zyklus vor, während oder nach dem Eisprung befindet. Und auch nach der Befruchtung und Einnistung kann der veränderte Zervixschleim ein erstes Anzeichen für die beginnende Frühschwangerschaft sein. Es handelt sich also um einen normalen Bestandteil des gesunden Ausflusses.
Auf eventuelle Erkrankungen im Genitalbereich deuten eher veränderter Geruch, blutiger Ausfluss oder gelbliche und grünliche Farbveränderungen hin, aber nicht eine schwankende Menge und Konsistenz.
Wichtig:
Scheidenausfluss ist etwas ganz Natürliches. Treten dabei allerdings Beschwerden oder eine ungewöhnliche Menge, Farbe und Beschaffenheit auf, ist ärztlicher Rat gefragt. Solche Veränderungen können auf Infektionen oder andere Erkrankungen hindeuten.
Jede Frau zwischen Pubertät und Wechseljahren kennt Scheidenausfluss, medizinisch auch Fluor vaginalis oder Fluor genitalis genannt. Die Absonderung von Sekret aus der Vagina ist etwas ganz Normales und in der Regel kein Krankheitszeichen.
Die Qualität bzw. Menge, Konsistenz und Farbe des Zervixschleims verändern sich im Lauf eines Zyklus. Mal ist er dick, weißlich und undurchlässig und schützt den Muttermund so vor eindringenden Keimen oder auch vor Spermien, wenn die Eizelle noch nicht befruchtungsfähig ist. Dann ist er wieder flüssiger, glasiger und spinnbarer, um den Spermien das Durchkommen zu erleichtern. Hat der weiße und spinnbare Zervixschleim etwa die Konsistenz von rohem Eiweiß und zieht zwischen den Fingern Fäden, ist dies die fruchtbarste Zeit.
Funktionen und Aufgaben des Zervixschleims in der Übersicht:
In der unfruchtbaren Zeit bildet der zähe und dicke Schleim eine undurchdringliche physikalische Barriere für Spermien, sodass diese nicht zur Gebärmutter (Uterus) vordringen können.1Am Scheideneingang ist dann oft kein Schleim spür- und sichtbar.
Darüber hinaus schirmt er die Gebärmutter vor Bakterien und anderen Krankheitserregern ab.2
In der fruchtbaren Zeit um den Eisprung(Ovulation) herum sorgt seine wässrige, spinnbare Beschaffenheit dafür, dass die Spermien leichter hindurchschwimmen, in die Gebärmutter aufsteigen und zur Eizelle gelangen können. Der Zervixschleim ist dann weißlich bis gelblich und wandelt sich von klumpig und zäh, hin zu elastisch, bis er an den fruchtbarsten Tagen dann sehr dünnflüssig wird, ähnlich wie Wasser oder rohes Eiweiß. Das Fädenziehen (Spinnbarkeit zwischen den Fingern) ist sehr typisch für Zervixschleim an fruchtbaren Tagen.
Zervixschleim filtert Spermien mit schlechter Morphologie und Beweglichkeit heraus, damit nur eine Minderheit tatsächlich in den Gebärmutterhals vordringt.3
Der Zervixschleim schafft außerdem einen Ausgleich zum sauren Milieu in der Vagina und enthält Antikörper, die Krankheitserreger fernhalten. Spermien können in der Flüssigkeit und dem neutralen bis basischen Bereich (pH-Wert 7 bis 7,5) während der fruchtbaren Tage verharren und somit länger überleben. Denn im ansonsten sauren Milieu der Scheide (pH-Wert 3,8 bis 4,4) überleben Spermien nur wenige Stunden.3,4
Kann man die Qualität des Zervixschleims verbessern?
Wenn in der fruchtbaren Zeit des Zyklus kein oder kaum Zervixschleim vorhanden ist, kann man die Qualität und Menge mitunter fördern und verbessern. Da der Schleim größtenteils aus Wasser besteht, ist zunächst reichliches Trinken der beste Tipp – etwa zwei bis drei Liter pro Tag. Gut geeignet sind Wasser, Kräuter- oder Früchtetees. Alkohol hingegen entzieht dem Körper Wasser.
Auch soll Grapefruitsaft die Produktion des Zervixschleims anregen, da er den Östrogenabbau im Körper verzögert. Bestätigende Studien gibt es dazu allerdings nicht.
Zudem kann regelmäßiger Verzehr von Lachs hilfreich sein. Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren reguliert den Hormonhaushalt, unterstützt den Eisprung und wirkt sich positiv auf die Bildung von Zervixschleim aus.5
Vitamin B kann die Konsistenz des Zervixschleims ebenso verbessern. Es ist zum Beispiel in Spinat, Grünkohl, Rosenkohl, Orangen und Tomaten enthalten.
Eine gesunde Ernährung hat somit vor allem Auswirkungen auf einen regelmäßigen und gesunden Zyklus, der dann auch die Eireifung verbessert.
Mein persönlicher Tipp ist, auf das eigene Körpergefühl zu hören, das erachte ich aber grundsätzlich für sehr wichtig und hilfreich. Zur Familienplanung ist es gut zu wissen, inwieweit sich der Zervixschleim an den fruchtbaren Tagen verändert. Zur Verhütung sollte man sich aber dennoch im Klaren sein, dass trotz aller Beobachtungen eine Schwangerschaft eintreten kann.
Janette Harazin Hebamme
Normale Veränderungen des Ausflusses während des Zyklus
Dass sich Konsistenz und Aussehen des Zervixschleims innerhalb eines Zyklus wandeln, ist ein natürlicher Prozess, welcher optimale Bedingungen für die Fortpflanzung schaffen soll. Dabei durchläuft der Ausfluss im Zyklus mehrere Phasen.
Phase 1: Menstruation
Der erste Tag der Monatsblutung markiert auch den ersten Tag des Zyklus. In dieser Zeit sind die Spiegel von Östrogen und Progesteron niedrig und es wird kaum oder auch gar kein Zervixschleim produziert. Aufgrund der Periode nehmen Frauen ihn sowieso nicht wahr.
Phase 2: Zervixschleim nach der Periode
In den ersten Tagen kurz nach der Periode ist nahezu kein Zervixschleim vorhanden bzw. er tritt nicht aus der Scheide aus. Der Scheideneingang fühlt sich trocken bis schwach feucht an. Das rührt auch daher, da der zähe und undurchlässige Schleim zu diesem Zeitpunkt vor allem innerhalb der Scheide bleibt, um Spermien den Weg zur Gebärmutter zu versperren und Keime fernzuhalten. In dieser Zeit kann der Ausfluss auch leicht gelblich oder klumpig sein.
Phase 3: Zervixschleim vor dem Eisprung
Erst in den nächsten Tagen des Zyklus steigt der Östrogenspiegel und die Menge des Zervixschleims nimmt zu. In dieser Phase variieren Konsistenz und Farbe von Frau zu Frau. Der Zervixschleim ist meist milchig-trüb, kann aber auch gelblich sein und ist eher dickflüssig, klebrig oder klumpig. Zum bevorstehenden Eisprung hin wird er dann immer cremiger, weiß und schließlich dünnflüssig und spinnbar. Wenn man vermehrt Zervixschleim feststellen kann, der zwischen den Fingern Fäden zieht und der Scheideneingang langsam feuchter wird, ist dies ein Zeichen dafür, dass man kurz vor dem Eisprung ist.
Phase 4: Zervixschleim während des Eisprungs
Je mehr Östrogen gebildet wird, umso mehr verflüssigt sich der Ausfluss. In der Zeit um den Eisprung herum wird der Zervixschleim klarer, dünnflüssig, glitschiger und zunehmend eiweißartig bzw. geleeartig und spinnbarer. Er kann auch durchsichtig sein, teilweise gemischt mit weißen Schlieren. Die Vagina ist insgesamt nasser. Die Chance, dass sich ein Ei im Eileiter befindet, ist jetzt am höchsten. Doch fruchtbarkeitstypischer Zervixschleim ist keine Garantie für fruchtbare Tage. Nach dem Eisprung bleiben noch etwa 24 Stunden Zeit für die Befruchtung.
Phase 5: Zervixschleim nach dem Eisprung und vor der Periode
Nach dem Eisprung (Platzen des Follikels), und somit kurz vor der nächsten Periode, nimmt die Östrogenproduktion ab und es wird wieder mehr Progesteron produziert. Der Follikel wird zu einem Gelbkörper (Corpus luteum), nach dem das „Gelbkörperhormon“, wie Progesteron auch genannt wird, übrigens benannt wurde. Wenn das Ei gesprungen ist, wandelt sich die Konsistenz des Zervixschleims unter Einfluss des Gelbkörperhormons wieder, hin zu cremigem bis klumpigem oder zähflüssigem Ausfluss. Die Farbe ist dann meist weiß bis gelblich. Der Zervixschleim ist vor der Periode somit wieder undurchlässiger für Sperma, da die Schutzmechanismen, die während der fruchtbaren Tage für kurze Zeit heruntergefahren wurden, wieder aktiv sind.
Fand jedoch während der fruchtbaren Phase eine Befruchtung statt, verändert sich der Zervixschleim nach dem Eisprung natürlich auf andere Art und Weise. Insbesondere nimmt die Menge dann kurz vor dem Moment deutlich zu, an dem normalerweise die Periode einsetzen würde. Der Zervixschleim bleibt dann dünnflüssig bzw. gelee- oder eiweißartig, anstatt wieder zäh und undurchlässig zu werden.
Schmierblutung als frühes Anzeichen einer Schwangerschaft
Neben leichtem Ziehen im Unterleib und der sogenannten Einnistungsblutung kann auch der Zervixschleim kurz vor der Periode Hinweise auf eine erfolgreiche Befruchtung geben.
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Nicht nur der Zyklus kann sich auf Qualität und Beschaffenheit des Zervixschleims und Scheidenausflusses auswirken. Zudem muss das Sekret etwa von Erregungsschleim unterschieden werden, damit die Zervixschleimbeobachtung zur natürlichen Familienplanung (NFP) genutzt werden kann.
Folgende Dinge können den Zervixschleim verändern:
Antihistaminika: Sekretverdickende Mittel, die beispielsweise bei Pollenallergien eingenommen werden, können nicht nur die Nase austrocknen und die Tränenproduktion verringern, sondern auch die Konsistenz und Qualität des Zervixschleims verändern, was die Beobachtung und Auswertung für die NFP erschwert. Dadurch kann die Auswertung erschwert werden, da die Menge des Schleims abnimmt und es den Spermien etwas schwieriger machen kann.
Veränderung des Hormonhaushalts: Da die Beschaffenheit und Menge des Zervikalschleims von den Hormonen Östrogen und Progesteron beeinflusst werden, kann auch eine Veränderung des Hormonhaushalts das Sekret beeinflussen. Und Hormone können aus verschiedensten Gründen aus der Balance gerate, etwa durch Medikamente, ungesunde Ernährung und Stress.
Erregungsschleim: Es ist wichtig, den Erregungsschleim vom Zervixsekret zu unterscheiden. Der Erregungsschleim des Körpers ist ebenfalls klar und bildet Fäden. Wenn Sie erregt sind, können Sie Ihren Zervixschleim nicht richtig auswerten. Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Erregungsschleim handelt, können Sie ihn in Wasser auflösen. Im Gegensatz zum Gebärmutterhalsschleim löst sich Erregungsschleim auf.
Veränderter Ausfluss: Auch Erkrankungen können den Ausfluss verändern. Nicht jede farbliche Veränderung des Scheidensekrets ist bedenklich. Treten jedoch zusätzlich ein strenger Geruch, Juckreiz oder Brennen auf, ist Vorsicht geboten.
Zervixschleim für die natürliche Familienplanung – mit technischer Unterstützung
Frauen können mit modernen Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP) durch Beobachtung des Zervixschleims sowie Temperaturmessung das Zeitfenster im Monatszyklus ermitteln, in dem sie fruchtbar sind. Spezielle Smartphone-Apps oder Tracker unterstützen und vereinfachen dies.
Ganz gleich, ob Sie sich sehnlich ein Baby wünschen oder eben nicht: Anhand des Ausflusses können Sie viel über Ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage erfahren und dies – unter Vorbehalt – für Familienplanung und Verhütung nutzen.
Zusammen mit der Messung der Basaltemperatur (Symptothermale Methode) ist das regelmäßige Prüfen und Auswerten des Zervixschleims deshalb elementar für die natürliche Familienplanung. Jedoch ist die alleinige Beobachtung des Sekrets nicht zuverlässig genug und sollte immer mit der Temperaturmessung kombiniert werden, vor allem dann, wenn die NFP primär der Verhütung und nicht dem Kinderwunsch dienen soll.
Der Zervixschleim gibt lediglich Hinweise auf den bevorstehenden Eisprung, stellt jedoch keinen Beweis dafür dar, ob der Eisprung tatsächlich stattgefunden hat. Bei einigen Frauen treten Störungen bei der Reifung der Eier auf. Dies erschwert einerseits die Empfängnis, andererseits kann der Eisprung dann nochmals stattfinden. Nach dem scheinbaren Höhepunkt der Zervixschleimqualität folgt dann ein weiterer, da der Eisprung aufgrund der Eireifungsstörung noch nicht stattgefunden hat. Das ist dann besonders problematisch, wenn man die Beobachtung des Zervixschleims zur Verhütung nutzen möchte. Ein verlässlicher Indikator dafür, dass der Eisprung tatsächlich stattgefunden hat, ist nur die Körpertemperatur.
Ausfluss vor der Periode: Anzeichen für Schwangerschaft oder Warnsignal?
Bis zur nächsten Menstruation ist es noch ein paar Tage hin, aber trotzdem ist es untenrum ständig feucht? Dieser Zervixschleim vor der Periode kann auf hormonelle Umstellungen hindeuten, wie sie bei einer beginnenden Schwangerschaft auftreten. Dieser Scheidenausfluss beziehungsweise Zervixschleim in der Frühschwangerschaft ist üblicherweise farblos oder weiß, geruchlos und nicht mit Beschwerden verbunden. 6 Also alles ganz normal.
Dennoch ist vermehrter Ausfluss vor der Periode kein eindeutiges Anzeichen für eine Schwangerschaft. Sicherheitshalber sollte immer ein Schwangerschaftstest gemacht werden.
Wenn kurz vor der Periode rosaroter oder bräunlicher Ausfluss auftritt, ist das ebenfalls kein Warnsignal, sondern üblicherweise einfach der Vorbote für die nahende Monatsblutung.
Manchmal kann veränderter Ausfluss – auch vor der Periode – allerdings auf Infektionen oder andere Krankheiten hindeuten. Das gilt etwa, wenn er eine ungewöhnliche Farbe (insbesondere grünlich) und/oder Konsistenz aufweist, sowie mit unangenehmen Begleiterscheinungen einhergeht.
In diesem Fall ist es angeraten, umgehend den Gynäkologen oder die Gynäkologin aufzusuchen. Meist handelt es sich um harmlose Erkrankungen, die schnell und unkompliziert behandelt werden können. Am häufigsten sind hier bakterielle Entzündungen und Pilzinfektionen.7 Bei Scheidenpilz hat sich beispielsweise der Wirkstoff Clotrimazol zur Behandlung bewährt. Ist die Scheidenflora beispielsweise nach einer Antibiotikaeinnahme gestört, kann eine Milchsäurekur sie wieder ins Gleichgewicht zurückbringen.
Bei einem Scheidenpilz treten typischerweise starker Juckreiz und ein vermehrter sowie weiß-bröckeliger, geruchloser Ausfluss(Fluor) auf. Juckreiz, vor allem im Bereich des Scheideneingangs und der Schamlippen, ist dabei das Leitsymptom eines Vaginalpilzes. Die charakteristischen Symptome und Anzeichen einer Scheidenpilzinfektion sind zwar unangenehm, aber in der Regel gut zu behandeln.
Wenn beim Eisprung keine Befruchtung der Eizelle stattgefunden hat und somit keine beginnende Schwangerschaft vorliegt, produziert der Körper erst einmal weniger Ausfluss. Dieser wird zunächst weniger flüssig und klar, sondern mehr milchig, zäh und cremig. Kurz vor der Periode zeigt sich dann meist gar kein Zervixschleim mehr.
Was, wenn allgemein gar kein Zervixschleim vorhanden ist?
Wenn eine Frau bei sich allgemein keinen Zervixschleim feststellt, kann das daran liegen, dass dieser einfach nicht bis zum Scheidenausgang hinunterfließt. Möglicherweise auch, weil nicht so viel produziert wird. Wichtig ist jedoch, dass am Gebärmutterhals genügend Zervixschleim vorhanden ist. Wird jedoch insgesamt zu wenig produziert, erschwert dies den Weg der Spermien zum Ei.
Ob die Menge an Zervixschleim ausreicht und wie es um die Qualität steht, kann der Gynäkologe mit dem sogenannten Postkoitaltest bestimmen.
Veränderung des Zervixschleims nach Einnistung und Befruchtung
Bin ich endlich schwanger? Diese Frage stellen sich viele Frauen, die sich ein Baby wünschen, jeden Monat vor Einsetzen ihrer Periode aufs Neue. Eine Veränderung des Zervixschleims kann hier erste Hinweise geben. Dazu muss man wissen: Nach erfolgreicher Befruchtung wandert die Eizelle durch den Eileiter zur Einnistung in die Gebärmutter. Dabei teilt sie sich mehrere Male und verbindet sich schließlich über die Gebärmutterschleimhaut mit dem Blutkreislauf. Dieser Prozess dauert etwa vier bis fünf Tage.8
Währenddessen steigt die Produktion des Östrogens im Körper. Das wiederum führt zu einer vermehrten Durchblutung der Scheidenschleimhaut und damit oftmals auch zu mehr Ausfluss. Er hat im Normalfall eine milchige bis flüssige Konsistenz. Mitunter kann die Einnistung auch eine leichte Zwischenblutung auslösen, dann färbt sich der Zervixschleim rötlich-braun. Tritt also vermehrter weißer oder auch rot-bräunlicher Ausfluss kurz vor der Periode auf, kann das ein frühes Anzeichen einer beginnenden Frühschwangerschaft sein.
Brauner Ausfluss kann bei Frauen zu Verunsicherung und Sorgen führen, besonders wenn er unerwartet auftritt. Viele fragen sich, was die Ursache dafür sein könnte und ob es ein Grund zur Besorgnis ist.
Kann man die Zervixschleimbeobachtung zur Verhütung nutzen?
Mit ein wenig Übung und Erfahrung kann man die Veränderung des Zervixschleims im Monatszyklus erkennen, daraus Rückschlüsse auf die Fruchtbarkeit ziehen – und sie damit natürlich auch zur Verhütung nutzen. Die sogenannte „Billingsmethode“ wurde nach dem australischen Ärztepaar Billings benannt, die hierzu wichtige Beobachtungen machten.
Experten raten aber von der „Billingsmethode“ als sichere Verhütungsmethode ab.
Bei der natürlichen Familienplanung NFP wird die Schleimbeobachtung zusammen mit der Temperaturmessung genutzt und dadurch etwas sicherer. Tatsächlich aber eignet sich die Methode eher zur Berechnung des idealen Zeitpunkts für die Zeugung.
Während gelber Ausfluss in einigen Fällen ein normaler Teil des weiblichen Zyklus sein kann, weist er in anderen Fällen auf eine Infektion oder ein Ungleichgewicht hin, das medizinische Aufmerksamkeit erfordert. In diesem Artikel werden die verschiedenen Ursachen von gelbem Ausfluss beleuchtet, von harmlosen bis zu solchen, die eine Behandlung erfordern.
Grüner Ausfluss ist ein deutliches Signal des Körpers, das nicht ignoriert werden sollte, da es auf eine mögliche Infektion hinweisen kann. In diesem Artikel gehen wir auf die Ursachen, die damit verbundenen Symptome und die Wichtigkeit einer frühzeitigen medizinischen Abklärung ein.
Das physiologische Scheidenmilieu besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, die ein gesundes Gleichgewicht aufrechterhalten und krankmachende Keime abwehren. Eine gestörte Scheidenflora äußert sich beispielsweise durch Juckreiz, Brennen oder einen veränderten Ausfluss. Die Verwendung lebender Milchsäurebakterien kann helfen, das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und gesund zu halten.
Seit mehr als 25 Jahren ist Vagiflor® Ihr Partner in Sachen Intim- und Frauengesundheit. Mit unserer Erfahrung und unserem Wissen begleiten wir Sie in der Prävention CARE, der Akutbehandlung MED sowie der Nachsorge BALANCE und informieren Sie umfassend über Themen der Frauengesundheit.
Eurocytology, Plattform zur beruflichen Aus- und Weiterbildung von Zytotechnologen und Zytotechnologinnen/Funktion der Zervix uteri. Stand: 2016. Online verfügbar unter: https://www.eurocytology.eu/de/course/930. Abgerufen am 6.12.2021.
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Gebärmutterhalskrebs. Stand: 06.2021. Online verfügbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/gebaermutterhalskrebs.html. Abgerufen am 6.12.2021.
Suarez SS, Pacey AA. Sperm transport in the female reproductive tract. Human Reproduction Update. 2006 Jan 1;12(1):23-37.
Saltzman WM, Radomsky ML, Whaley KJ, Cone RA. Antibody diffusion in human cervical mucus. Biophysical journal. 1994 Feb 1;66(2):508–15.
Gaskins AJ, Sundaram R, Buck Louis GM, Chavarro JE. Seafood Intake, Sexual Activity, and Time to Pregnancy. J Clin Endocrinol Metab. 2018 Jul 1;103(7):2680-2688. doi: 10.1210/jc.2018-00385. PMID: 29800287; PMCID: PMC6276709.
Berufsverband der Frauenärzte e.V. Anzeichen einer Schwangerschaft. Stand: 03.2018. Online verfügbar unter: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/schwangerschaft-geburt/schwangerschaft/schwangerschaftsanzeichen-schwangerschaftstest/. Abgerufen am 6.12.2021.
Berufsverband der Frauenärzte e.V. Ausfluss / Entzündung der Scheide. Stand: 04.2018. Online verfügbar unter: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/ausfluss-entzuendung-der-scheide/. Abgerufen am 16.11.2021.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Befruchtung und Einnistung (1. bis 4. Schwangerschaftswoche). Stand: 05.2016. Online verfügbar unter: https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/die-schwangerschaft/kindliche-entwicklung/1-bis-4-woche/. Abgerufen am 6.12.2021.
Zervixschleim an fruchtbaren Tagen
Die Beobachtung des Zervixschleims kann für viele Frauen ein Schlüssel zur natürlichen Familienplanung sein – ein Weg, der es ermöglicht, den eigenen Körper und Zyklus besser zu verstehen. Egal, ob der Wunsch nach einem Kind besteht oder derzeit eine Schwangerschaft vermieden werden soll, die Signale, die uns unser Körper sendet, sind wertvoll und aufschlussreich. Unser Artikel führt Sie einfühlsam und verständlich durch das Thema. Er bietet Ihnen nicht nur fundiertes Wissen, sondern auch praktische Tipps, wie Sie die Veränderungen Ihres Zervixschleims beobachten und interpretieren können, um Ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen.
Zervixschleim zur Familienplanung und Verhütung Die regelmäßige Beobachtung von Konsistenz, Menge und Farbe des Zervixschleims kann sowohl die Verhütung als auch die Familienplanung unterstützen, aber es gibt einige Dinge zu beachten.
Was ist Zervixschleimbeobachtung? Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Zervixschleimbeobachtung den Kinderwunsch auf natürliche Weise unterstützen, indem sie dabei hilft, die fruchtbaren Tage zu bestimmen. Als zuverlässige Verhütungsmethode eignet sie sich hingegen nicht, so der Konsens der Experten.
Wie hängen Zervixschleim und Fruchtbarkeit zusammen? Im Verlauf eines Monatszyklus verändert sich der Zervixschleim spür- und sichtbar. Menge, Farbe und insbesondere die Konsistenz variieren, von cremig und zähflüssig, hin zu dünnflüssig und spinnbar (fädenziehend). Diese Veränderungen haben einen direkten Einfluss auf die Fruchtbarkeit, da sie unter anderem beeinflussen, wie leicht Spermien bis zum Ei vordringen können.
Zervixschleim vor, während und nach dem Eisprung: Im Verlauf des Monatszyklus treten also Veränderungen auf, die Sie beobachten können, um so die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage zu erkennen beziehungsweise zu berechnen. Denn die Hormone Östrogen und Progesteron, die sich maßgeblich auf den Zyklus und Eisprung auswirken, verändern auch die Zusammensetzung und Menge des Zervixschleims. Die Beobachtung dieser Veränderungen kann anzeigen, in welcher Phase des Zyklus die Frau sich derzeit befindet.
Zervixschleim zur Familienplanung nutzen
Manche Frauen möchten unbedingt schwanger werden – andere wiederum auf keinen Fall. Doch ganz gleich, ob Sie sich sehnlich ein Baby wünschen oder eben nicht: Anhand der Beobachtung des Zervixschleims können Frauen viel über ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage erfahren. Denn mit dem Beginn der Pubertät tritt Ausfluss bei jeder Frau auf. Genauer gesagt geht es hier um den sogenannten Zervixschleim, der den Hauptbestandteil des vaginalen Ausflusses bildet. Er wird von Drüsen im Gebärmutterhals (Zervix) produziert. Erst mit den Wechseljahren nimmt die Produktion des Sekrets ab. Dann endet die fruchtbare Zeit der Frau.
Wie hängen Zervixschleim und Fruchtbarkeit zusammen?
Im Verlauf eines Monatszyklus verändert sich der Zervixschleim spür- und sichtbar. Und diese Veränderungen haben einen direkten Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Es kommt dabei auf die Menge, die Beschaffenheit beziehungsweise Konsistenz sowie die Farbe des Ausflusses an. Je klarer, reichlicher und flüssiger der Schleim wird, desto mehr nähert sich die Frau ihrem Eisprung und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit zur Befruchtung der Eizelle. Da diese Veränderungen durch den Einfluss der Hormone Östrogen und Progesteron beeinflusst werden, ist der Zervixschleim ein wichtiger Indikator für fruchtbare und unfruchtbare Tage.
Östrogen: Das Hormon wird in den heranreifenden Eibläschen (Follikel) produziert. Das Hormon macht den Zervixschleim spinnbar und dünnflüssig. Da mit dem wachsenden Ei auch die Östrogenmenge zunimmt, ist der Zervixschleim kurz vor dem Eisprung am dünnflüssigsten, in großer Menge vorhanden und hat gute Spinnbarkeit.
Progesteron: Beim Eisprung „platzt“ der Follikel und wird zum Gelbkörper, also zur reifen Eizelle (Corpus luteum). Dabei wird Progesteron (Gelbkörperhormon) produziert, welches die Produktion des Zervixschleims senkt. Außerdem wird der Schleim wieder zäher und ist weniger spinnbar.
Aufgaben des Zervixschleims an fruchtbaren Tagen:
Ernährung der Spermien
Transport der Spermien von der Vagina zum Uterus
Herausfiltern von „schlechten“ Spermien1
Schutz der Spermien vor dem sauren Scheidenmilieu2
Tatsächlich müssen Sie sich stets vor Augen führen, dass Sie nur an wenigen Tagen des Monats überhaupt fruchtbar sind und schwanger werden können – und zwar an vier bis fünf Tagen vor dem Eisprung und zudem direkt am Eisprungtag selbst.
Das genaue Zeitfenster für eine Befruchtung beträgt tatsächlich nur 12-24 Stunden um den Eisprung herum und ist somit relativ schmal. Bei einem regelmäßigen 28-Tage Zyklus findet der Eisprung in der Regel 14 Tage vor der nächsten Monatsblutung statt. Doch jede Frau ist nun einmal anders, der Monatszyklus nicht immer regelmäßig und abschätzbar. Zudem können bestimmte Faktoren wie Stress, Essstörungen oder körperliche Belastungen zu Verschiebungen und Störungen im Zyklus führen.3
Als alleiniges Mittel zur Verhütung eignet sich die Beobachtung des Zervixschleims deshalb eher nicht. Schon deshalb, weil Spermien in der Scheide zwei bis fünf Tage überleben können. Deuten Konsistenz, Menge und Farbe des Zervixschleims am Tag des Geschlechtsverkehrs also auf unfruchtbare Tage hin, so ändert sich dies oft schon zwei Tage später. Jedoch können die Veränderungen des Ausflusses durchaus Aufschluss über die Fruchtbarkeit und damit auch über die Chance schwanger zu werden geben. So kann die natürliche Familienplanung mithilfe der Zervixschleimbeobachtung sinnvoll unterstützt werden.
Wenn Sie mehr über die allgemeinen Veränderungen des Zervixschleims im Laufe des Zyklus, seine Zusammensetzung und seine Aufgaben erfahren möchten, empfehlen wir folgenden Artikel:
Menge, Konsistenz und Farbe des Zervixschleims geben Hinweise auf die Phase, in welcher sich der weibliche Zyklus befindet. Der Ausfluss verändert sich vor, während und nach dem Eisprung.
Wie man Zervixschleim richtig und hygienisch beobachtet
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Um zu erkennen, in welcher Phase Ihres Zyklus Sie sich gerade befinden, ist darum eine genaue Beobachtung des Ausflusses – insbesondere der Beschaffenheit, der Menge und der Farbe des Zervixschleims – sinnvoll. Dafür muss man aber auch wissen, welche Veränderungen eigentlich was bedeuten.
Übrigens:
Auch der pH-Wert des Zervixschleims verändert sich unter dem Einfluss des Östrogens. An den fruchtbaren Tagen ist er basisch (>7), an den unfruchtbaren Tagen des Zyklus leicht sauer (3,8 – 4,4). Spermien sind im sauren Milieu weniger überlebensfähig. Der basische pH-Wert des Zervixschleims an fruchtbaren Tagen schützt die Spermien also vor dem sauren Scheidenmilieu, sodass sie länger in der Scheide überleben und es bis zur Gebärmutter schaffen können.
Mehr als 60 % der Befragten wissen zwar, dass der vaginale pH-Wert idealerweise zwischen 3,8 und 4,4, also im sauren Bereich liegen sollte. Aber nur wenige Frauen überprüfen selbst regelmäßig, ob das bei ihnen tatsächlich der Fall ist. Dabei kann genau diese Selfcare-Praxis insbesondere werdende Mütter vor möglichen Komplikationen schützen.
Zur natürlichen Familienplanung beobachten Sie den Zervixschleim am besten ein- bis zweimal täglich, möglichst immer zur gleichen Zeit. Man kann dafür die Finger verwenden oder Toilettenpapier, um (vor dem Wasserlassen!) etwas Zervixschleim am Scheideneingang abzustreifen. Am sichersten lässt sich der Schleim allerdings beurteilen, wenn man ihn mit zwei Fingern tiefer in der Vagina direkt am Muttermund abnimmt.4
So gehen Sie richtig und hygienisch vor:
Hände waschen, bevor Sie Zervixschleim abstreifen.
Zervixschleim vor dem Urinieren prüfen, da Urin die Konsistenz und Optik verändern kann.
Entnahme mit Toilettenpapier: Entnommenen Zervixschleim im Toilettenpapier zusammenfalten und dann langsam wieder auseinanderfalten. So lässt sich die Spinnbarkeit erkennen (zieht der Zervixschleim Fäden, oder nicht?). Ziehen sich lange Fäden und ist der Zervixschleim glasig und dünnflüssig, befinden Sie sich in Ihren fruchtbaren Tagen.
Probe mit den Fingern: Die Spinnbarkeit des Zervixschleims lässt sich beim Auseinanderziehen zwischen Zeigefinger und Daumen beobachten.
Worauf es bei der Zervixschleimbeobachtung ankommt:
Gefühl: Fühlt sich der Scheideneingang trocken, feucht oder sogar glitschig an?
Farbe/Aussehen: Ist das entnommene Sekret eher weißlich, gelb oder nahezu durchsichtig bzw. glasig?
Konsistenz & Spinnbarkeit: Lassen sich beim Auseinanderfalten des Klopapiers bzw. beim Spreizen von Daumen und Zeigefinger lange Fäden ziehen, oder reißen diese nach wenigen Millimetern ab? Ist der Zervixschleim cremig, dünnflüssig oder klumpig? Um die Konsistenz zu prüfen, reiben Sie Daumen und Finger aneinander.
Beobachtung ein- bis zweimal täglich wiederholen und Ergebnisse notieren, am besten immer zur gleichen Uhrzeit
Nachdem Sie nun erfahren haben, wie genau Sie den Zervixschleim untersuchen und worauf Sie achten sollten, geht es nun darum, die beobachteten Merkmale wie Spinnbarkeit, Konsistenz und Farbe einzuordnen.
So sieht Zervixschleim vor, während und nach dem Eisprung aus
Im Verlauf des Monatszyklus treten im Normalfall folgende Veränderungen auf, mit denen Sie Ihre fruchtbaren Tage erkennen beziehungsweise berechnen können.5
Zervixschleim an den unfruchtbaren Tagen nach der Menstruation
Direkt im Anschluss an die Monatsblutung wird am wenigsten Zervixschleim produziert, die Vagina ist eher trocken. In den nächsten Tagen steigt die Menge an Ausfluss dann langsam an. Er ist jetzt meist trüb, weiß oder gelblich und fühlt sich klebrig an. Viele Frauen beschreiben den Zervixschleim in dieser Phase auch als quark- oder joghurt-artig und milchig. Aufgrund seiner dicken und zähen Konsistenz können Spermien nicht passieren. Dies sind die unfruchtbaren Tage.
Gefühl: Scheideneingang vielleicht unangenehm trocken, nach wenigen Tagen zunehmende Feuchtigkeit
Farbe, Aussehen & Menge: Wenig bis gar kein Zervixschleim. Wenn vorhanden, weiß oder gelblich
Konsistenz: Eher dickflüssig, teilweise sogar klumpig und zäh, sehr klebrig
Kurz vor und während des Eisprungs
Kurz vor dem Eisprung: Wenn die fruchtbaren Tage allmählich beginnen, nimmt die Menge an Schleim zu und die Beschaffenheit wird immer cremiger und feuchter, da die Drüsen des Gebärmutterhalses nun mehr Östrogen produzieren, wodurch der Zervixschleim auch immer glasiger und transparenter wird.
Während des Eisprungs: In den Tagen unmittelbar vor dem Eisprung sowie am Eisprungtag ist die Produktion von Zervixschleim am höchsten. Die Konsistenz sowie die Farbe vom Ausfluss ähneln dem von klarem, glitschigem, rohem Eiweiß. Wenn Sie den Schleim zwischen zwei Finger dehnen und zu Fäden „spinnen“ können, wissen Sie, dass Sie sich in Ihren fruchtbarsten Tagen befinden. Spermien können dank der flüssigen Konsistenz den Schleim leicht durchschwimmen und zur Eizelle gelangen.
Zudem steigt der vaginale pH-Wert in den basischen Bereich auf 7 oder höher, da Spermien in diesem basischen Scheidenmilieu besser überleben können. Im sauren Scheidenmilieu mit einem pH-Wert zwischen 3,8 und 4,4, der an unfruchtbaren Tagen ganz normal und sogar wichtig für die Intimgesundheit ist, würden Spermien nur wenige Minuten überleben. Im basischen Scheidenmilieu während der fruchtbaren Tage überleben sie mehrere Tage, was ihre Chance erhöht, das Ei zu erreichen und zu befruchten.
Gefühl: Feuchter Scheideneingang, teilw. sogar glitschig
Farbe, Aussehen & Menge: Es wird viel Zervixschleim produziert, der glasig und durchsichtig ist
Konsistenz: Die Konsistenz während der fruchtbaren Tage erinnert an rohes Eiweiß, ist dünnflüssig und zieht lange Fäden
Der vaginale pH-Wert sollte zwischen 3,8 und 4,4 liegen, also im sauren Bereich. Ob das bei ihnen der Fall ist, können werdende Mütter z.B. ganz einfach mit einem Selbsttest ermitteln. Zeigt sich dann, dass der vaginale pH-Wert bei 4,5 oder darüber liegt, kann das dafür sprechen, dass die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Um Komplikationen vorzubeugen, sollten Schwangere derartige Veränderungen zeitnah mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt besprechen und abklären lassen.
Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat, lässt die Produktion von Zervixschleim nach dem Eisprung merklich nach. Der Ausfluss wird wieder dicker, klebriger und trüber und damit wieder zur Barriere, die für Spermien nur schwer zu durchdringen ist. Damit beginnen erneut die unfruchtbaren Tage der Frau. Der pH-Wert des Ausflusses sinkt und zwischen den Fingern, oder beim Auseinanderfalten des Toilettenpapiers, zieht der verbliebene zähe Zervixschleim keine Fäden mehr. Der Scheideneingang fühlt sich wieder trockener an und teilweise verschwindet der Zervixschleim bis kurz vor dem nächsten Eisprung auch ganz.
Gut zu wissen:
Wenn jedoch eine Befruchtung stattgefunden hat, ist die Veränderung des Zervixschleims nach dem Eisprung anders. Dann kann es bei der Einnistung der Zygote (Verschmelzung der weiblichen Eizelle mit der männlichen Samenzelle) in der Gebärmutter zu einer leichten Schmierblutung kommen. In den nächsten Tagen wird schließlich verstärkt Östrogen produziert, was wiederum oft zu einem verstärkten Ausfluss führt, der aber harmlos ist. Fand also eine Befruchtung statt, kann es zu rosa-braunem Ausfluss kommen (Schmierblutung). Zudem nimmt die Menge des Zervixschleims dann nach dem Eisprung nicht ab, sondern zu und die Konsistenz wird nicht dickflüssiger und zäh, sondern bleibt dünnflüssig und spinnbar.
Schmierblutung als frühes Anzeichen einer Schwangerschaft
Neben leichtem Ziehen im Unterleib und der sogenannten Einnistungsblutung kann auch der Zervixschleim kurz vor der Periode Hinweise auf eine erfolgreiche Befruchtung geben.
Wie bereits oben aufgeführt, dient der Zervixschleim einerseits dem Schutz der Gebärmutter vor Spermien und Keimen. Andererseits bereitet er wiederum den Spermien einen leichteren Weg zur Gebärmutter und zur Eizelle. Daran, wie sich die Konsistenz und Farbe des Zervixschleims im Laufe des Zyklus verändern, lassen sich unfruchtbare Tage und fruchtbare Tage erkennen. Das kommt sowohl einem etwaigen Kinderwunsch entgegen, kann aber auch die Verhütung unterstützen.
Dazu ist es wichtig, genau zu beobachten und zu fühlen. Am besten tut man dies jeden Tag zur gleichen Zeit.
Am besten spürt man erst einmal in sich hinein: Fühlt sich die Scheide eher trocken oder feucht an, reibt oder brennt es?
Dann wischt man mit Zeige- und Mittelfinger vor (!) dem Toilettengang sanft über den Scheideneingang, streift etwas Zervixschleim ab und fühlt die Konsistenz: Ist sie klumpig, cremig oder flüssig? Ist die Farbe weißlich bis gelblich oder klar?
Nun wird der Zervixschleim zwischen zwei Fingern auseinandergezogen. Dabei lässt sich beobachten: Klebt er eher fest an den Fingern? Oder zieht er lange Fäden?
Fruchtbare und unfruchtbare Tage erkennen
Menge & Konsistenz des Zervixschleims
Fruchtbare oder unfruchtbare Tage
Trocken, zäh und wenig bis gar kein Schleim außerhalb der Scheide
Unfruchtbare Tage: Die Gebärmutter wird durch zähen und undurchdringlichen Zervixschleim geschützt, der kaum aus der Scheide tritt.
Klumpiger, klebriger bis cremiger Schleim
Mögliche fruchtbare Tage: Es wird langsam immer mehr Zervixschleim gebildet, der zunehmend cremiger wird und weiß oder gelblich sein kann.
Große Menge flüssiger, glasiger und spinnbarer Zervixschleim
Fruchtbare Tage: Die Vagina ist nun sehr feucht und der heraustretende Ausfluss lässt sich zu Fäden spinnen. Dieser Zervixschleim nährt, schützt und transportiert die Spermien.
Am Anfang ist es nicht ganz so leicht, den eigenen Zervixschleim richtig einordnen zu können, vor allem während der unfruchtbaren Tage. Je mehr Östrogen produziert wird, desto dünnflüssiger und spinnbarer wird der Zervixschleim und somit auch die Beurteilung seiner Qualität. Trotzdem scheinen die meisten Frauen die Bewertung der eigenen Zervixschleimqualität regelrecht im Blut zu haben. So zeigte eine WHO-Studie, dass der selbst festgestellte Höhepunkt der Qualität des Zervixschleims (LH-Höhepunkt) im Schnitt nur 0,3 Tage hinter dem tatsächlichen Höhepunkt liegt.6
Interessant für die natürliche Familienplanung ist der Zusammenhang zwischen Östrogen und dem Zervixschleim. Je größer ein Eibläschen (Follikel) während des Zyklus wird, desto mehr Östrogen wird produziert und dieses verändert dann die Konsistenz, Elastizität und Farbe des Zervixschleims, von zäh, klumpig und weiß-gelblich, hin zu dünnflüssig und durchsichtig. Kurz vor dem Eisprung erreicht der Östrogenspiegel dann seinen Höhepunkt und mit ihm auch die Qualität des Zervixschleims. Dementsprechend kann man so durch die Beobachtung des Sekrets den Eisprung und somit die fruchtbaren Tage deutlich eingrenzen.
Beobachtung des Zervixschleims auswerten und dokumentieren
Wenn Sie ein Gefühl für die Bewertung von Empfinden, Menge und Konsistenz haben, geht es an die Dokumentation. Für die Auswertung gibt es fünf einheitliche Kennzeichnungen. Sie bewerten Aussehen des Zervixschleims und das Empfinden in der Vagina und am Scheideneingang,
t: wenig oder gar kein Zervixschleim, bei einer trockenen, rauen, teils unangenehm juckenden Empfindung
Ø: keinerlei Zervixschleim, kein Empfinden in der Vagina, weder feucht noch trocken
f: kein bzw. sehr wenig Schleim, aber feuchtes Empfinden in der Vagina
S: zäher, cremiger, klumpiger, dickflüssiger Zervixschleim, eventuell leicht elastisch, bei entweder feuchtem oder gar keinem vaginalen Empfinden
S+: glasiger, elastischer, dünnflüssiger Zervixschleim, der Fäden von bis zu 10cm zwischen den Fingern zieht, teils rötlich bzw. braun-rötlich oder gelb-rötlich verfärbt, bei entweder feuchtem oder gar keinem vaginalen Empfinden
S+H: Der letzte Tag, an dem die Zervixschleimqualität S+ beobachtet werden kann, bevor sie dann deutlich abnimmt. Die Beobachtung S+H kann also nur rückwirkend gemacht werden. Es handelt sich bei diesem Tag dann um den Zervixschleimhöhepunkt, der sehr nah am tatsächlichen Eisprung liegt. In der Regel liegt der S+H-Zeitpunkt zwei Tage vor oder hinter dem Eisprung. Sicherheit gibt aber nur die zusätzliche Messung der Basaltemperatur.
Tipps zur Dokumentation der Zervixschleimbeobachtung:
Tägliche Aufzeichnungen: Führen Sie eine tägliche Aufzeichnung über die Qualität des Zervixschleims. Notieren Sie dafür die Beschaffenheit, Farbe, Konsistenz und den eventuellen Geruch des Schleims.
Beschreibende Begriffe verwenden: Verwenden Sie beschreibende Begriffe, um den Zervixschleim genau zu dokumentieren. Beispielsweise können Wörter wie „klar“, „trüb“, „klebrig“, „spinnbar“, „elastisch“ oder „trocken“ verwendet werden, ebenso wie die Kategorien t, Ø, f, S und S+.
Farbcodierung oder Symbole: Nutzen Sie eine Farbcodierung oder Symbole, um verschiedene Arten von Zervixschleim zu kennzeichnen. Dies erleichtert die spätere Auswertung und Identifizierung von Mustern.
Regelmäßigkeitbeachten: Dokumentieren Sie den Zeitpunkt, zu dem Sie Veränderungen im Zervixschleim bemerken. Beachten Sie dabei, ob die Veränderungen zu einem bestimmten Zeitpunkt im Menstruationszyklus auftreten.
Zusätzliche Informationen: Ergänzen Sie Ihre Zervixschleim-Dokumentation um weitere Informationen wie Menstruationsbeginn, Geschlechtsverkehr, auftretende Symptome oder Veränderungen im Körper, um ein umfassenderes Bild des Zyklus zu erhalten. Entscheidend ist die zusätzliche tägliche Dokumentation der Basaltemperatur (Aufwachtemperatur).
Verwendung eines Zyklusblattes: Verwenden Sie ein spezielles Zyklusblatt oder eine mobile App, um die Dokumentation zu erleichtern und alle relevanten Informationen an einem Ort zu sammeln.
Konsistenz wahren: Seien Sie konsequent bei der Dokumentation des Zervixschleims, um genaue und aussagekräftige Daten zu erhalten. Lücken oder unregelmäßige Einträge können die Auswertung erschweren.
Schulung und Beratung: Besuchen Sie einen Experten für natürliche Familienplanung, um eine gründliche Schulung zu erhalten und individuelle Beratung zu deiner spezifischen Situation zu erhalten. Eine professionelle Anleitung kann helfen, die Beobachtung des Zervixschleims korrekt zu dokumentieren und zu interpretieren.
Während der fruchtbaren Phase lassen sich die Schleimkategorien „f“ und „S“ feststellen. Die Eigenschaft „S+“ wird als besonders gute Schleimqualität angesehen und ist demnach optimal für eine Befruchtung. Der Zervixschleimhöhepunkt, auch bekannt als „S+H“, bezeichnet den Tag mit dem besten Zervixschleim, bevor dieser wieder schlechter wird.
Die Veränderung des Schleims verläuft bei jeder Frau individuell. Einige spüren und sehen nur während des Eisprungs Veränderungen, während andere verschiedene Phasen von trocken zu feucht und von klumpig zu glasig und spinnbar durchlaufen. Eine Verringerung der Schleimqualität nach dem Eisprung kann jedoch in der Regel immer festgestellt werden. Das ist entscheidend um den S+H-Zeitpunkt zu notieren. So kann man bei zukünftiger Beobachtung des Zervixschleims auch die Regelmäßigkeit des eigenen Zyklus dokumentieren.
Wenn Sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen die allerbeste Zervixschleimqualität „S+“ beobachtet haben und am vierten Tag eine Verminderung der Qualität feststellen, wird der dritte Tag als Schleimhöhepunkt „S+H“ markiert.
Apps für die natürliche Familienplanung
Frauen können mit modernen Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP) durch Beobachtung des Zervixschleims sowie Temperaturmessung das Zeitfenster im Monatszyklus ermitteln, in dem sie fruchtbar sind. Spezielle Smartphone-Apps oder Tracker unterstützen und vereinfachen dies.
Gut für die Familienplanung – aber auch gut zur Verhütung?
Für eine natürliche Familienplanung und zur Empfängnis eines Wunschbabys lassen sich diese Erkenntnisse zum Zervixschleim wunderbar nutzen. Die Methode geht auf das australische Ärzte-Ehepaar Billings zurück. Sie beobachteten, dass sich der Schleim am Muttermund kurz vor dem Eisprung und unter Einfluss der Hormone verändert. Bei der nach ihnen benannten Billings-Methode wird allein diese Veränderung zur Bestimmung der fruchtbaren Zyklusphase herangezogen.7
Manche Frauen möchten dies gern auch für die Verhütung nutzen. Doch als alleiniges Mittel wird die Billings-Methode dafür nicht empfohlen, da sie nicht zuverlässig ist. Allerdings lässt sich die Zervixschleimbeobachtung gut mit der Basaltemperaturmethode verbinden. Man spricht dann von der Symptothermalen Methode(STM).7 Diese Kombination führt zu einer höheren Verlässlichkeit, wenn kein ungeschützter Geschlechtsverkehr in der von der Frau festgestellten fruchtbaren Phase stattfindet.
Basaltemperatur richtig messen
Nachdem wir die Geheimnisse des Zervixschleims gelüftet und seine Rolle in der natürlichen Familienplanung erkundet haben, möchten wir Ihnen nun eine Brücke zur Basaltemperaturmethode bauen. Diese Methode, kombiniert mit der Beobachtung des Zervixschleims, entfaltet ihr volles Potenzial in der Symptothermalen Methode (STM), die eine höhere Verlässlichkeit in der Bestimmung der fruchtbaren Tage verspricht. Doch wie misst man die Basaltemperatur richtig, um dieses Wissen effektiv in die Familienplanung einfließen zu lassen?
Ein kurzer Leitfaden
Die Messung der Basaltemperatur sollte bei der natürlichen Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage zu Ihrer persönlichen Morgenroutine werden, die Ihnen Einblicke in die geheimen Zyklen Ihres Körpers gewährt.
Das ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Es geht darum, die Körpertemperatur in Ruhe, direkt nach dem Aufwachen, zu messen. Diese Temperatur, ein Spiegel Ihrer inneren hormonellen Landschaft, hilft Ihnen, den subtilen Beginn Ihrer fruchtbaren Phase zu erkennen.
Einfache Schritte zur Messung der Basaltemperatur:
Wählen Sie Ihr Werkzeug: Ein normales, mechanisches Thermometer ist Ihr treuer Begleiter auf dieser Reise. Es ist einfach zu handhaben und liefert präzise Ergebnisse. Für diejenigen, die den Komfort der Moderne bevorzugen, bieten digitale Thermometer mit Speicherfunktion eine schnelle und bequeme Alternative.
Finden Sie Ihren Messpunkt: Die Basaltemperatur kann rektal, oral oder vaginal gemessen werden. Die rektale Messung gilt als Goldstandard, da sie am wenigsten anfällig für Störungen ist. Die orale Messung erfordert ein wenig Übung, um sie korrekt durchzuführen, während die vaginale Messung von vielen als komfortable Mitte empfunden wird.
Messen Sie zur richtigen Zeit: Direkt nach dem Aufwachen, noch bevor Sie das Bett verlassen, ist der perfekte Moment. Die genaue Uhrzeit ist dabei weniger wichtig als die Regelmäßigkeit des Messens direkt nach dem Aufwachen.
Dokumentieren Sie Ihre Werte: Halten Sie Ihre Messergebnisse fest, am besten in einem Zyklusblatt oder einer App. So lernen Sie Ihren Körper und seine Muster kennen und können Ihre fruchtbaren Tage noch präziser bestimmen.
Hören Sie auf Ihren Körper: Die Basaltemperaturmethode ist eine Einladung, in einen tieferen Dialog mit Ihrem Körper zu treten. Beobachten Sie die Veränderungen und lernen Sie, die Signale Ihres Körpers zu verstehen.
Für unangenehme Symptome im weiblichen Intimbereich gibt es viele mögliche Ursachen und Risikofaktoren. Oft unterschätzt (oder auch überschätzt) wird dabei die richtige Intimhygiene. So können z. B. Intimdeos oder Scheidenspülungen die sensible Region reizen und das natürliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen.
Das physiologische Scheidenmilieu besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, die ein gesundes Gleichgewicht aufrechterhalten und krankmachende Keime abwehren. Eine gestörte Scheidenflora äußert sich beispielsweise durch Juckreiz, Brennen oder einen veränderten Ausfluss. Die Verwendung lebender Milchsäurebakterien kann helfen, das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und gesund zu halten.
Brauner Ausfluss kann bei Frauen zu Verunsicherung und Sorgen führen, besonders wenn er unerwartet auftritt. Viele fragen sich, was die Ursache dafür sein könnte und ob es ein Grund zur Besorgnis ist.
Seit mehr als 25 Jahren ist Vagiflor® Ihr Partner in Sachen Intim- und Frauengesundheit. Mit unserer Erfahrung und unserem Wissen begleiten wir Sie in der Prävention CARE, der Akutbehandlung MED sowie der Nachsorge BALANCE und informieren Sie umfassend über Themen der Frauengesundheit.
Die Reise zur Schwangerschaft ist für viele Paare ein aufregender und manchmal auch herausfordernder Weg, auf dem der eigene Körper zum faszinierenden Begleiter wird. Nach ersten Anzeichen für eine erfolgreiche Befruchtung und beginnende Schwangerschaft hält man ständig Ausschau. Der Zervixschleim kann uns wertvolle Hinweise auf eine Befruchtung und den Beginn einer Schwangerschaft geben. Wir informieren über die Veränderungen des Zervixschleims nach der Befruchtung und während der Einnistung.
Zervixschleim nach der Befruchtung: Tatsächlich kann die Beobachtung des Ausflusses dabei helfen, frühe Anzeichen einer Befruchtung zu entdecken.
So verändert sich der Zervixschleim nach der Befruchtung & Einnistung: durch Einnistungsblutung evtl. rötlicher oder brauner, meistens aber weißer und cremiger Ausfluss kurz vor dem üblichen Beginn der Periode. Einige Frauen sprechen auch von geleeartigem oder eiweißartigem Ausfluss. In seltenen Fällen verändert sich auch der Geruch.
Mehr Zervixschleim bei beginnender Schwangerschaft: Nicht alle Frauen haben eine Einnistungsblutung, aber bei vielen weist dennoch der vermehrte milchige oder cremige Zervixschleim vor der üblichen Periode auf die Frühschwangerschaft hin.
Kein Ausfluss vor der Periode oder gar kein Zervixschleim? Wenn Sie bei sich keinen Zervixschleim kurz vor der Periode feststellen können, ist das meist ganz normal.
Zervixschleim als Anzeichen für eine Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger werden möchten, können Sie wahrscheinlich kaum erwarten, dass es endlich „klappt“. Bei jedem Zyklus wird dann der eigene Körper genau beobachtet und auf mögliche Schwangerschaftszeichen untersucht. Neben leichtem Ziehen im Unterleib und der sogenannten Einnistungsblutung können auch bestimmte Veränderungen des Zervixschleims kurz vor der Periode Hinweise auf eine erfolgreiche Befruchtung geben.
Zervixschleim ist ein Sekret, das von Drüsen im Gebärmutterhals (Zervix) gebildet wird. Zusammen mit abgeschilferten („heruntergefallene“ bzw. sich ablösenden) Schleimhautzellen und Milchsäurebakterien bildet er den normalen Scheidenausfluss. Der Zervixschleim schützt die Gebärmutter durch seine Zähflüssigkeit und Undurchlässigkeit vor eindringenden Keimen und bildet in den unfruchtbaren Tagen auch eine Barriere gegen die Spermien.1
Um den Eisprung herum verändert sich der vorher eher milchig-trübe, weiß-gelbliche Ausfluss, da der Zervixschleim zu den fruchtbaren Tagen um den Eisprung herum dünnflüssig, eiweißartig und „spinnbar“ wird (das heißt, dass er Fäden zieht). So lässt er die Spermien passieren und es kann zu einer Befruchtung kommen.
Nach dem Eisprung wird der Schleim dann kurz vor der Periode wieder zäher, trüber und auch die (äußerlich sicht- und fühlbare) Menge nimmt ab.2 So wird die Schutzfunktion des Zervixschleims reaktiviert, um die Gebärmutter vor Keimen zu schützen. Bei manchen Frauen ist kurz vor der Periode auch gar kein Zervixschleim zu sehen, und die Vagina fühlt sich eher trocken an. Nach einer Befruchtung und erfolgreichen Einnistung können die Veränderungen des Zervixschleims jedoch anders aussehen. Kurz vor dem Zeitpunkt, an dem normalerweise die Periode einsetzt, verändert sich der Zervixschleim dann auf eine andere Art und Weise; die Menge nimmt zu statt ab und die Konsistenz bleibt dünnflüssig und zieht Fäden, wird also nicht wieder zäh- bzw. dickflüssiger.
Woraus besteht Zervixschleim eigentlich?
Der Hauptbestandteil von Zervixschleim ist Wasser (90-98 Prozent). Dazu kommen Mucine (Schleimstoffe), die für die Konsistenz sorgen. Weitere Bestandteile sind unter anderem Salze, Aminosäuren, Cholesterin, Lipide, Glucose, Proteine und Enzyme.3
Zervixschleimbeobachtung für Verhütung und Familienplanung
Ganz gleich, ob Sie sich sehnlich ein Baby wünschen oder eben nicht: Anhand des Ausflusses können Sie viel über Ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage erfahren und dies – unter Vorbehalt – für Familienplanung und Verhütung nutzen.
Da ein Blasensprung fast immer den Geburtsbeginn anzeigt und auch auf eine drohende Frühgeburt hinweisen kann, ist es wichtig, ihn rechtzeitig zu erkennen und das austretende Fruchtwasser nicht mit Ausfluss oder Urin zu verwechseln.
Wird die Eizelle innerhalb von 24 Stunden nach dem Eisprung von Spermien erreicht, kann es zur Befruchtung kommen. Eizelle und Spermium verschmelzen zur Zygote. Dann sind Sie aber noch nicht schwanger. Zuerst muss die Zygote vom Eileiter in die Gebärmutter wandern. Das dauert vier bis fünf Tage, während derer sie sich bereits teilt und zu einer Keimblase wird. Diese braucht dann nochmals einige Tage, um sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten – der eigentliche Beginn der Schwangerschaft.4 Dieser Vorgang wird Nidation oder Implantation genannt.
Dabei können Blutgefäße verletzt werden, sodass es zu einer leichten Schmierblutung(Einnistungsblutung) kommt. Auch brauner Ausfluss kann deshalb ein Anzeichen für eine beginnende Schwangerschaft sein. Keine Angst, diese kurze, meist schwache Rotfärbungdes Zervixschleims, oder ein leicht bräunlicher Ausfluss vor der Periode, sind nach der Befruchtung ganz harmlos, dafür aber eines der frühesten möglichen Schwangerschaftszeichen.5 Manchmal wird der mit Blut vermischte Zervixschleim bei der Einnistung mit der Menstruation verwechselt, da die Einnistungsblutung etwa zur gleichen Zeit auftritt. Sie ist aber deutlich schwächer und kann bereits vor der erwarteten Periode auftreten. Nach der Einnistung können sich weitere Symptome beim Ausfluss zeigen.
3 Fragen an
Janette Harazin, Hebamme
1. Frage: Welche Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft sind normal?
„Einen normalen Ausfluss während der Schwangerschaft würde ich als milchig, von der Konsistenz eher sämig beschreiben. Zudem nimmt der Ausfluss während der Schwangerschaft hormonell bedingt zu, als eine Schutzfunktion des Körpers.„
2. Frage: Auf welche Warnzeichen (Farbe, Konsistenz) sollte man schnell reagieren?
„Bei Veränderungen von Farbe und Geruch sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Tritt auf einmal sehr viel Ausfluss auf, sollte das ebenfalls abgeklärt werden. Ist der Ausfluss eher wässrig/ durchsichtig, kann das auf einen vorzeitigen Blasensprung hinweisen. Unter Umständen wird dieser mit Urin verwechselt. Ein auffälliger Uringeruch zeigt sich manchmal erst verspätet.„
3. Frage: Welche ungefährlichen und gefährlichen Ursachen können Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft haben?
„Hormonelle Veränderungen können den Ausfluss während der Schwangerschaft verändern, sind in dem Zusammenhang aber ungefährlich. Jegliche Infektionen in der Schwangerschaft können zu Veränderungen wie der Farbe oder des Geruchs führen und stellen immer eine Gefahr für die Schwangerschaft dar, zum Beispiel grüner Ausfluss.„
Zervixschleim bei beginnender Schwangerschaft
Nicht alle Frauen haben eine Einnistungsblutung. Aber bei vielen weist dennoch der veränderte Zervixschleim auf die Frühschwangerschaft hin. Denn während normalerweise kurz vor der Periode eher weniger, festerer und zäher Zervixschleim produziert wird und die Scheide sich manchmal sogar trocken anfühlt, kann dieser nach einer Befruchtung anders sein.
Bemerken Sie nicht weniger, sondern vermehrten weißen Ausfluss vor der erwarteten Periode, der zudem eher flüssig, cremig, gelee- oder eiweißartig ist, kann das ein Anzeichen für eine beginnende Schwangerschaft sein. Denn durch die hormonellen Veränderungen wird die Scheide intensiver durchblutet als vorher, was oft einen verstärkten Ausfluss zu Folge hat. Solange dieser durchsichtig bis weiß ist, nicht unangenehm riecht und keine Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder Schmerzen dazukommen, müssen Sie sich keine Sorgen machen.6 Der vermehrte Zervixschleim in der Schwangerschaft hat sogar positive Effekte, denn er reinigt die Scheide und hält Krankheitserreger davon ab, in die Gebärmutter aufzusteigen.7
Wichtig:
Ändert sich der Zervixschleim bzw. der Ausfluss in der Schwangerschaft, können auch andere Ursachen dahinterstecken. Achten Sie auf Farbe und Konsistenz: Gelber, grüner, grauer oder brauner Ausfluss sowie eine schleimige, krümelige oder wässrige Beschaffenheit und ein unangenehmer Geruch können Krankheitsanzeichen sein. Da unbemerkte Scheideninfektionen zu den häufigsten Gründen für eine Fehlgeburt zählen, sollte jeder Verdacht ärztlich abgeklärt werden.8 Das gilt ebenso bei Blutungen, die über leichte Schmierblutungen (Spotting) hinausgehen. Insbesondere die bakterielle Vaginose gilt in der Schwangerschaft als Risikofaktor für eine Frühgeburt, kann aber über eine regelmäßige Messung des pH-Wertes der Scheide frühzeitig erkannt werden.
Mehr als 60 % der Befragten wissen zwar, dass der vaginale pH-Wert idealerweise zwischen 3,8 und 4,4, also im sauren Bereich liegen sollte. Aber nur wenige Frauen überprüfen selbst regelmäßig, ob das bei ihnen tatsächlich der Fall ist. Dabei kann genau diese Selfcare-Praxis insbesondere werdende Mütter vor möglichen Komplikationen schützen.
Kein Ausfluss vor der Periode oder gar kein Zervixschleim?
Wenn Sie bei sich keinen Zervixschleim kurz vor der Periode feststellen können, ist das meist ganz normal. Denn nach dem Eisprung wird der Ausfluss deutlich weniger, und nicht selten ist gar kein Ausfluss vor der Periode zu bemerken. Zeigt sich während des gesamten Zyklus kein Zervixschleim, produzieren Sie vielleicht generell nur relativ wenig, sodass er nicht durch die Scheide nach außen dringt.
Eine unzureichende Produktion von Zervixschleim – vor allem dem spinnbaren Schleim in der Zyklusmitte, der die Befruchtung erleichtert – oder das Vorhandensein von anormalem Zervixschleim, der Spermien nicht durchlässt oder sogar angreift, kann unter anderem folgende Ursachen haben:9
Hormonelle Störungen
Stress
Ernährung
bestimmte Medikamente (z. B. Clomid/Clomifen)
Im Zweifel sollten Sie einen Gynäkologen zu Rate ziehen. Zur Selbsthilfe ist es auch empfehlenswert, viel zu trinken, wenn kein Zervixschleim sichtbar wird.
Ein schöner Spaziergang in der Winterlandschaft kann in dieser Jahreszeit ganz bezaubernd sein, Raureif glitzert in der Sonne und wir genießen die schöne kühle Schneeluft. Damit unser Körper jedoch bei Kinderwunsch und Schwangerschaft ausreichend mit Vitamin D versorgt wird, braucht es ein wenig mehr, insbesondere in der kalten Jahreszeit.
In der Schwangerschaft stellt eine intakte und abwehrstarke Intimflora den größten Schutz für das ungeborene Baby und den Schwangerschaftsverlauf dar. Untersuchungen bestätigen einen Zusammenhang zwischen dem Vorliegen einer bakteriellen Vaginose und dem Auftreten verschiedener Komplikationen während der Schwangerschaft. Umso wichtiger ist das rechtzeitige Erkennen und eine geeignete Behandlung der BV bereits bei Kinderwunsch und zu Beginn der Schwangerschaft.
Sobald Frauen schwanger werden möchten, werden sie mit den Begriffen Folsäure oder Folat konfrontiert. Ebenso wie mit den Folgen und Risiken eines Folsäuremangels. Zugegebenermaßen kann das Thema sehr verunsichern, doch insbesondere in der Frühschwangerschaft ist ein gedeckter Folatbedarf von großer Bedeutung.
Seit mehr als 25 Jahren ist Vagiflor® Ihr Partner in Sachen Intim- und Frauengesundheit. Mit unserer Erfahrung und unserem Wissen begleiten wir Sie in der Prävention CARE, der Akutbehandlung MED sowie der Nachsorge BALANCE und informieren Sie umfassend über Themen der Frauengesundheit.
Schonende Intimpflege für eine gesunde Scheidenflora
Intimhygiene ist ein Thema, das uns alle angeht, doch oft herrscht Unsicherheit: Was ist zu viel, was ist zu wenig? Unser Ratgeber bietet wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Intimhygiene optimal gestalten können, ohne das empfindliche Gleichgewicht der Scheidenflora zu stören. Von der richtigen Wahl der Pflegeprodukte bis hin zu praktischen Ratschlägen für den Alltag.
Für eine Intimhygiene, welche die Scheidenflora in Balance hält: Zu häufiges Waschen, Scheidenspülungen, Intimdeos; es gibt vieles, auf das Sie lieber verzichten sollten, damit das Scheidenmilieu sauer bleibt.
Wichtige Döderlein-Bakterien durch schonende Intimpflege schützen: Das natürliche Scheidenmilieu ist Teil des körpereigenen Schutzsystems der Frau. Zusammen mit einem intakten Immunsystem schützt es vor Krankheitserregern und hilft dabei, die weibliche Intimregion gesund zu halten. Übertriebene Intimhygiene mit Intimpflegelotionen, Deos oder Vaginalduschen kann die Scheidenflora schwächen.
Die optimale Intimhygiene – weniger ist mehr: Die weibliche Intimregion reinigt sich selbst. Lauwarmes Wasser und die Berücksichtigung einiger Dos and Don’ts reichen meistens aus.
Vaginalduschen oder Scheidenspülungen zur Reinigung der Intimregion? Die Verwendung spezieller Scheidenspülungen und Vaginalduschen wird in der Fachwelt äußerst kritisch gesehen.
Auf Intimdeos, Lotionen und Seifen verzichten: Zur Reinigung der empfindlichen Intimregion ist lauwarmes Wasser ausreichend. Da sich die meisten Frauen damit allein jedoch nicht wohlfühlen, sollten – wenn gewünscht – spezielle Intimwaschlotionen verwendet werden, die auf den pH-Wert der Intimregion abgestimmt sind.
Häufiger Fehler bei der Intimpflege
Die Intimhygiene ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags und trägt zum Wohlbefinden und zur Gesunderhaltung bei. Dabei neigen viele Frauen eher zu einer übertriebenen als zu einer mangelnden Intimpflege. Diese kann das natürliche Schutzsystem der Frau jedoch schwächen und das Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen.
Der normalerweise leicht saure pH-Wert der Scheide (zwischen 3,8 bis 4,4) kann sich erhöhen, etwa durch die Verwendung von Intimdeos oder parfümierte Cremes. Das natürliche Gleichgewicht des Scheidenmilieus kann beeinträchtigt und zu einem Milchsäurebakterienmangel führen. Mit Abnahme der schützenden Milchsäurebakterien kann sich auch der vaginale pH-Wert erhöhen, sodass sich potenzielle Krankheitserreger leichter ausbreiten können.
Auch besteht die Gefahr, dass die wichtigen Laktobazillen durch Scheidenspülungen mechanisch „ausgespült“ werden. Dadurch können sie ihre Schutzfunktion nicht mehr ausüben, die Abwehrfunktion der Vaginalflora wird geschwächt und sie ist anfälliger für Infektionen.
Zudem können eine falsche Wischtechnik nach dem Toilettengang (von hinten nach vorne, statt von vorne nach hinten) und weitere kleine Fehler in der Intimpflege Keime, die eigentlich nichts in der Scheidenflora zu suchen haben, dorthin „verschleppen“.
Mögliche Folgen einer falschen Intimhygiene
All diese vermeidbaren(!) Einflussfaktoren können zu einer Verdrängung schützender Milchsäurebakterien und zum Anstieg des vaginalen pH-Wertes führen, was das Eindringen und Ausbreiten von Krankheitserregern begünstigt. Damit einhergehend entstehen verschiedene Symptome, von einem unangenehmen Intimgeruch, bis hin zu Schwellungen und Juckreiz, sowie einem veränderten Ausfluss. Insbesondere in der Schwangerschaft ist es deshalb wichtig, das vaginale Milieu im Gleichgewicht und den pH-Wert der Scheide im Blick zu behalten, um eine ungünstige Verschiebung ins basische Milieu rechtzeitig zu bemerken. Denn unbemerkte Scheideninfektionen in der Schwangerschaft können zu Komplikationen führen. Die bakterielle Vaginose ist zudem ein großer Risikofaktor für eine Frühgeburt.
Der vaginale pH-Wert sollte zwischen 3,8 und 4,4 liegen, also im sauren Bereich. Ob das bei ihnen der Fall ist, können werdende Mütter z.B. ganz einfach mit einem Selbsttest ermitteln. Zeigt sich dann, dass der vaginale pH-Wert bei 4,5 oder darüber liegt, kann das dafür sprechen, dass die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Um Komplikationen vorzubeugen, sollten Schwangere derartige Veränderungen zeitnah mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt besprechen und abklären lassen.
Eine schonende und richtig ausgeführte Intimpflege ist nicht nur für das eigene Wohlbefinden und die Vorbeugung von Infektionen und Beschwerden wichtig, sondern auch therapiebegleitend, z.B. während der Behandlung eines Scheidenpilzes.
Wichtige Döderlein-Bakterien schützen
Das natürliche Scheidenmilieu ist Teil des körpereigenen Schutzsystems der Frau. Zusammen mit einem intakten Immunsystem schützt es vor Krankheitserregern und hilft dabei, die weibliche Intimregion gesund zu halten. Wesentlicher Bestandteil des Scheidenmilieus sind die schützenden Milchsäurebakterien. So besitzen wir von Natur aus beste Voraussetzungen, die wir für eine abwehrstarke Intimgesundheit benötigen. Mit der richtigen Hygiene können wir diese durchaus unterstützen.
Schützende Milchsäurebakterien, auch Döderlein-Bakterien oder Laktobazillen genannt, sind wertvolle Bestandteile des physiologischen Scheidenmilieus. Ihr Entdecker, Albert Döderlein (1860-1941), erkannte ihre Bedeutung für die Intimgesundheit der Frau: Die Bakterien wandeln Glykogen, das ebenfalls in der Vagina vorhandenen ist, in Milchsäure um.
Auf diese Weise wird der pH-Wert gesenkt und das saure Scheidenmilieu aufrechterhalten. Die Laktobazillen bilden weiterhin verschiedene Stoffe, die das Wachstum, die Ausbreitung und Anheftung von Krankheitserregern an die Vaginalwand hemmen. Zudem erzeugen sie H2O2 (Wasserstoffperoxid, eine Flüssigverbindung aus Wasser- und Sauerstoff), welches zusätzlich desinfizierend wirkt.
Gut zu wissen: Der optimale pH-Wert dank schützender Milchsäure
Milchsäure hält den pH-Wert der Scheide im sauren Bereich, im Idealfall zwischen 3,8 und 4,4 – im Gegensatz zur restlichen Haut, die einen pH-Wert von 4,7 bis 5,8 aufweist. Zusammen mit dem Immunsystem werden pathogene (krankmachende) Erreger abgehalten und an ihrer Ausbreitung gehindert. Der Anteil schützender, H2O2 bildender Laktobazillen, beeinflusst die Gesundheit der Frau also maßgeblich. Mit der Messung des vaginalen pH-Wertes lassen sich Veränderungen schnell erkennen und gezielt behandeln. In der Schwangerschaft ist eine regelmäßige Selbstkontrolle daher besonders empfehlenswert.
Mehr als 60 % der Befragten wissen zwar, dass der vaginale pH-Wert idealerweise zwischen 3,8 und 4,4, also im sauren Bereich liegen sollte. Aber nur wenige Frauen überprüfen selbst regelmäßig, ob das bei ihnen tatsächlich der Fall ist. Dabei kann genau diese Selfcare-Praxis insbesondere werdende Mütter vor möglichen Komplikationen schützen.
Faktoren, die ein gesundes Scheidenmilieu beeinflussen
Zu einer Erkrankung, einem Ungleichgewicht wie der bakteriellen Vaginose oder einer Pilzinfektion kommt es in der Regel erst, wenn das Immunsystem nicht mehr einwandfrei funktioniert und mehrere Faktoren zusammentreffen. Ist die körpereigene Abwehr geschwächt, dann haben es krankmachende Erreger leichter, sich zu vermehren. Diese sind auch bei einer gesunden Frau in geringem Maße zu finden und deshalb nichts Ungewöhnliches. So stellt der Hefepilz Candida albicans, der als Hauptverursacher für Scheidenpilz gilt, in geringer Anzahl einen ganz normalen Bestandteil der gesunden Scheidenflora dar. Erst wenn sich dieser übermäßig vermehrt kann es zu Symptomen einer Scheidenpilzinfektionen kommen.
Ist das Immunsystem durch Stress oder Grunderkrankungen bereits geschwächt können sich Erreger leichter vermehren und zu Beschwerden führen. Auch Medikamenteneinnahmen können unseren Körper schwächen. Das ist zum Beispiel nach der Einnahme von Antibiotika der Fall, wenn auch die schützenden Milchsäurebakterien in Mitleidenschaft gezogen wurden. Nicht selten leiden Frauen dann an einem Scheidenpilz.
Kommt zu Risikofaktoren wie hormonellen Schwankungen, Stress oder Antibiotikaeinnahmen nun zusätzlich eine falsche Intimhygiene hinzu, kann eine Dysbalance der Scheidenflora noch leichter entstehen. Die Berücksichtigung der folgenden Tipps und Hinweise zur Intimpflege unterstützen Sie dabei, die gesunde Scheidenflora nicht durch falsche Pflegemaßnahmen zu schwächen.
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Das physiologische Scheidenmilieu besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, die ein gesundes Gleichgewicht aufrechterhalten und krankmachende Keime abwehren. Eine gestörte Scheidenflora äußert sich beispielsweise durch Juckreiz, Brennen oder einen veränderten Ausfluss. Die Verwendung lebender Milchsäurebakterien kann helfen, das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und gesund zu halten.
Vaginalduschen oder Scheidenspülungen zur Reinigung der Intimregion?
Die Verwendung spezieller Scheidenspülungen wird in der Fachwelt äußerst kritisch gesehen. Ein unsachgemäßer Gebrauch kann die Verbreitung von Bakterien fördern und so zu Infektionen führen. Durch die Anwendung einer Scheidenspülung kann das Scheidenmilieu im Inneren gestört werden und somit das natürliche Gleichgewicht aus der Balance geraten. Auf diese Weise wird das eigene Schutzsystem unnötig geschwächt. Zudem kann eine unsachgemäße Handhabung zu Verletzungen führen.
Was versteht man unter Vaginalduschen und Scheidenspülungen?
Mit einer Vaginaldusche oder Scheidenspülung soll die Scheide von innen gereinigt werden. Dabei werden lauwarmes Wasser oder andere Substanzen, wie zum Beispiel Essig, verwendet. Das persönliche Sauberkeitsgefühl verhilft in diesem Fall jedoch nicht zur Gesunderhaltung eines physiologischen und abwehrstarken Scheidenmilieus. Denn mit Vaginalduschen oder anderen Scheidenspülungen wird langfristig oft das Gegenteil erreicht. Mit dem Ausspülen der schützenden Milchsäurebakterien wird das Gleichgewicht des vaginalen Milieus unnötig gestört und ein Anstieg des vaginalen pH-Wertes begünstigt. Zusätzlich könnten vorhandene Krankheitserreger noch weiter hineingespült werden. Einige Frauen wenden die Vaginalspülung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr an. Doch auch hier hat es weder einen protektiven Effekt, noch kann eine ungewollte Schwangerschaft auf diese Weise verhindert werden.
Auf Intimdeos, spezielle Lotionen und Seifen verzichten
Zur Reinigung der empfindlichen Intimregion ist lauwarmes Wasser ausreichend. Da sich die meisten Frauen damit allein jedoch nicht wohlfühlen, sollten – wenn gewünscht – Waschlotionen verwendet werden, die auf den pH-Wert der Intimregion abgestimmt sind. Auf den Einsatz von Intimdeos, Lotionen und Seifen sollte hingegen verzichtet werden, da sie die empfindliche Intimregion reizen können. Das bestätigt auch eine Studie, bei der die Teilnehmerinnen ein oder mehrere Vaginalprodukte verwendet hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie über ein unerwünschtes Gesundheitssymptom berichteten, war etwa dreimal so hoch. Es wurden mehrere Zusammenhänge zwischen bestimmten Vaginalhygieneprodukten und gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt.3
Sollte ich Feuchttücher für die Intimpflege verwenden?
Wichtig:
Der natürliche Säureschutzmantel sorgt dafür, die Haut der äußeren Intimregion gesund zu halten und sie widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen zu machen. Daher können alle zusätzlichen Chemikalien, wie beispielsweise parfümierte Feuchttücher, das Gleichgewicht des natürlichen Scheidenmilieus stören und zu Hautreizungen führen.
Die optimale Intimhygiene – weniger ist mehr
Die weibliche Intimregion reinigt sich selbst. Der Anteil schützender Milchsäurebakterien sowie die von ihnen gebildete Milchsäure reinigt die Vagina im Inneren und hält Krankheitserreger durch einen niedrigen vaginalen pH-Wert fern.
Die natürliche Barriere der empfindlichen Haut kann durch zu viele oder falsche Hygienemaßnahmen gestört werden. So können Waschlotionen, die nicht auf den pH-Wert der Intimregion abgestimmt sind, die Haut reizen und für Irritationen sorgen. Auch Waschlappen können zu einer Verbreitung von Bakterien führen, insbesondere dann, wenn sie mehrfach genutzt werden und so als Reservoir für Keime dienen. Für die tägliche Reinigung werden klares Wasser oder auf den pH-Wert der Intimregion abgestimmte Waschlotionen empfohlen. Von dem Gebrauch von Waschlappen sollte man möglichst absehen. Wer nicht darauf verzichten mag, sollte sie in jedem Fall nur einmal benutzen und bei der Reinigung der Intimregion den Analbereich zunächst aussparen und erst im Anschluss reinigen.
Zur Intimpflege gehört auch die richtige und schonende Reinigung der Analregion. Personen, die zu trockener Haut neigen oder unter Hauterkrankungen wie beispielsweise Neurodermitis leiden, sollten hier besondere Vorsicht walten lassen. Nach dem Toilettengang kann das Toilettenpapier mit Wasser angefeuchtet und die Analregion vorsichtig gereinigt werden. Hierbei sollte unbedingt auf die richtige Wischtechnik geachtet werden, so dass Darmbakterien nicht in die Scheide gelangen. Übermäßiges Reiben sowie die Verwendung parfümierter Substanzen können zu allergischen Reaktionen und Hautreizungen führen.
Intimpflege während Schwangerschaft & Periode
Gut zu wissen:
Während der Schwangerschaft kommt es aufgrund der hormonellen Umstellung häufig zu einem vermehrten Ausfluss. Dieser ist meist farblos/weißlich und geruchlos. Seine Aufgabe besteht darin, den vaginalen pH-Wert im sauren Bereich zu halten und so die Intimregion zu schützen. Ein natürliches Gleichgewicht der Scheidenflora ist in der Schwangerschaft besonders wichtig und kann vor Komplikationen, wie beispielsweise einer Frühgeburt, schützen.
In der Schwangerschaft wirkt sich das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit auch auf das Baby aus. Gerade in dieser besonderen Zeit ist eine angepasste Intimhygiene von besonderer Bedeutung, da sie zur Gesunderhaltung und zum Schutz der Schwangerschaft beitragen kann. Durch das natürliche Gleichgewicht des Scheidenmilieus werden mögliche Krankheitserreger ferngehalten. Laktobazillen produzieren die schützende Milchsäure, die dafür verantwortlich ist, den vaginalen pH-Wert im sauren Bereich zu halten. Um dieses körpereigene Schutzsystem zu unterstützen, können regelmäßige pH-Wert Selbstmessungen sowie die Verwendung von Vaginalzäpfchen empfohlen werden. Zur Intimhygiene eignen sich lauwarmes Wasser, auf den pH-Wert der Intimregion angepasste Waschlotionen sowie ein unparfümierter, atmungsaktiver Wäscheschutz.
Während der Periode steigt der vaginale pH-Wert auf natürliche Weise an, da sich das Menstruationsblut im basischen Bereich befindet. Normalerweise gleicht der Körper dies wieder selbständig aus. Trotzdem können Scheideninfektionen gerade in dieser Zeit leichter entstehen. Daher ist auch hier eine sorgsame Intimhygiene wichtig und übertriebene Hygienemaßnahmen besser zu vermeiden.
Je nach Vorlieben und Blutungsstärke können Tampons, Binden, Menstruationstassen oder Menstruationsunterwäsche zur Monatshygiene verwendet werden. Wichtig ist auch hier, vor Verwendung der Produkte auf eine entsprechende Handhygiene zu achten.
Diese Pflegetipps während und nach dem Sex berücksichtigen
Ähnlich wie während der Menstruation kann sich das Scheidenmilieu auch nach dem Geschlechtsverkehr vorübergehend in den basischen Bereich verschieben. Dafür verantwortlich sind die Spermien des Mannes. Der weibliche Körper reguliert das in der Regel selbständig schon nach kurzer Zeit. Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, können Wasserlassen und viel trinken nach dem Sex helfen. So werden etwaige Kolibakterien herausgespült. Für die Reinigung & Pflege des Intimbereichs reichen lauwarmes Wasser und geeignete Intimpflegeprodukte aus.
Do’s und Dont’s der schonenden Intimpflege im Überblick
Richtige Intimpflege
Falsche Intimpflege
Lauwarmes Wasser verwenden.
Verwendung von Vaginalduschen, Intimdeos, Seife und Lotionen.
Nur den äußeren Vaginalbereich reinigen.
Scheide von innen spülen oder waschen.
Tampons, Slipeinlagen, Binden oder Menstruationtassen verwenden. Die Monatshygiene sollte unparfümiert und wenn möglich atmungsaktiv sein. Je nach Stärke der Regelblutung, sollte ein passender Schutz gewählt werden.
Luftundurchlässiger Wäscheschutz kann zu einem Wärmestau führen und das Wachstum von Bakterien und Pilzen begünstigen.
Toilettenpapier anfeuchten und vorsichtig trockenwischen.
Vaginal- und Analbereich mit parfümierten Produkten reinigen, dadurch kann es zu Kontaktallergien und Hautreizungen kommen. Zu starkes Reiben.
Von vorne nach hinten wischen.
Falsche Wischtechnik.
Auf den pH-Wert der Intimregion angepasste, seifenfreie und unparfümierte Produkte zur Reinigung verwenden.
Shampoos und Seifen können beim Duschen die Intimregion reizen.
Intimbereich morgens und abends mit Wasser reinigen. Bei empfindlicher Haut ausgiebige Bäder und häufigen Kontakt mit Chlorwasser meiden.
Übertriebenes Waschen nach jedem Toilettengang, Vaginalspülungen, zu langer Kontakt mit Wasser und Chlor können den Säureschutzmantel der Haut angreifen.
Unterwäsche mit hohem Tragekomfort wählen, sie sollte nicht zu eng anliegen. Hautschonende und atmungsaktive Baumwollunterwäsche bevorzugen. Die Haut der Intimregion warm und trocken halten, nach dem Sport die Wäsche wechseln. Nach dem Baden nasse Kleidung entfernen. Bei Neigung zu Blasenentzündungen auf warme Füße achten.
Unterwäsche, die nicht täglich oder nach dem Sport oder Schwimmen gewechselt wird, zu enganliegende Unterwäsche, insbesondere Stringtangas können die Übertragung von Darmbakterien in die Scheidenflora begünstigen.
Für den Intimbereich ein extra Handtuch verwenden.
Ein geteiltes Handtuch für den Intimbereich in der Familie. Stattdessen: Für den Intimbereich sollte jedes Familienmitglied sein eigenes, separates Handtuch verwenden. Bei einer Scheidenpilzinfektion sollte das Handtuch zudem nur für die Intimregion genutzt und häufiger gewechselt werden.
Unterwäsche und Handtücher bei mind. 60 Grad waschen.
Unterwäsche und Handtücher bei niedriger Temperatur waschen, Dosierung der Waschmittel beachten.
Viele Frauen denken spontan an einen Scheidenpilz. Tatsächlich ist Pilzbefall einer der häufigsten Gründe, wenn die Scheide juckt und brennt. Aber die Beschwerden können auch andere Ursachen haben, etwa eine Blasenentzündung oder Verletzungen und Irritationen nach einer Intimrasur.
Unter einem Furunkel im Intimbereich versteht man eine ausgeprägte Haarbalgentzündung, auch Haarwurzelentzündung genannt. Zu den Hauptursachen zählen Manipulationen an den Haarwurzeln, zu enganliegende Kleidung und Schwitzen. Auch können ein geschwächtes Immunsystem oder chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus, das Auftreten von Furunkeln begünstigen.
Sehr häufig entsteht eine Haarwurzelentzündung jedoch nach Manipulationen an den Haarwurzeln, wie es beispielsweise bei der Rasur der Fall ist. Dabei ermöglichen kleinste Hautverletzungen den Eintritt von Bakterien und führen so zu den klassischen Entzündungszeichen. Der entzündete Bereich schmerzt, fühlt sich warm an und ist stark gerötet. Im weiteren Verlauf kann sich Eiter ansammeln. Zusätzlich werden Juckreiz und Brennen beschrieben. Unbehandelt entsteht auf diese Weise ein Furunkel oder ein Abszess. Breitet sich die Entzündung weiter aus und es sind mehrere Haarwurzeln betroffen, so sprechen Mediziner von einem Karbunkel. Bei starken Schmerzen, Schwellung, Fieber und Verschlechterung des Allgemeinbefindens sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.
Die Behandlung richtet sich nach dem zugrundeliegenden Erreger und natürlich der Schwere der Entzündung. In der Regel werden antibiotische (gegen Bakterien) oder antimykotische (gegen Pilze) Salben aufgetragen. Die Beschwerden werden rasch gemildert und eine weitere Ausbreitung sowie mögliche Komplikationen können so vermieden werden.
Jede Frau zwischen Pubertät und Wechseljahren kennt Scheidenausfluss, medizinisch auch Fluor vaginalis oder Fluor genitalis genannt. Die Absonderung von Sekret aus der Vagina ist etwas ganz Normales und in der Regel kein Krankheitszeichen.
Viele Frauen sorgen sich um die Hygiene in Schwimmbädern und Thermen. Untersuchungen konnten jedoch bestätigen, dass Hefepilze, die in der Regel für eine Scheidenpilzinfektion verantwortlich sind, im Wasser so gut wie gar nicht nachweisbar waren. Auch wurde festgestellt, dass normalerweise kein Wasser beim Schwimmen in die Scheide gelangt. Bei der Verwendung von Tampons stellt der Faden zwar eine gewisse Dochtwirkung dar, doch die Wahrscheinlichkeit, dadurch an einer Scheideninfektion zu erkranken, sei ebenfalls gering. Unter Berücksichtigung der generellen Hygienerichtlinien in Schwimmbädern oder beim Besuch der Sauna sollten die gesundheitsfördernden Effekte überwiegen. Mit regelmäßigen Saunagängen können die Abwehrkräfte gestärkt und einem weiteren Risikofaktor wie Stress nachhaltig entgegengewirkt werden.
Kommt es nach dem Besuch im Schwimmbad doch zu Intimbeschwerden wie Juckreiz und Rötungen, kann das auch auf Reizungen durch das Chlorwasser zurückgeführt werden. Sollten sich die Beschwerden nicht bessern oder treten weitere Krankheitszeichen wie Schmerzen oder unangenehmer Ausfluss hinzu, sollte zeitnah die gynäkologische Praxis aufgesucht werden.
Treten die Beschwerden einer Scheidenpilzinfektion unmittelbar nach dem Besuch des Schwimmbades auf, vermuten viele Frauen fälschlicherweise eine Ansteckung. Dabei sind Hefepilze auch bei gesunden Menschen grundsätzlich nachweisbar. Beschwerden entstehen demnach erst, wenn sie sich krankhaft vermehren und zu den typischen Symptomen wie Rötung und quälender Juckreiz führen. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um eine endogene Erkrankung, das bedeutet, dass sich körpereigene Pilze ausweiten und zu den typischen Symptomen führen. Gerade Pilzinfektionen der Intimregion entstehen häufig durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wie beispielsweise eine Abwehrschwäche, Stress oder eine chronische Erkrankung. Die Möglichkeit, sich im Schwimmbadbesuch mit einer Pilzinfektion angesteckt zu haben, halten Mediziner für unwahrscheinlich. Eine ärztliche Abklärung der Hintergründe ist jedoch ratsam, insbesondere wenn die Beschwerden wiederholt auftreten. So können chronische Scheidenpilzinfektionen einen Hinweis auf eine bislang noch unentdeckte Grunderkrankung, wie beispielsweise Diabetes mellitus, darstellen. Unter einem chronischen Scheidenpilz versteht man eine Pilzinfektion der Genitalregion, die mindestens viermal im Jahr auftritt.
Grüner Ausfluss ist ein deutliches Signal des Körpers, das nicht ignoriert werden sollte, da es auf eine mögliche Infektion hinweisen kann. In diesem Artikel gehen wir auf die Ursachen, die damit verbundenen Symptome und die Wichtigkeit einer frühzeitigen medizinischen Abklärung ein.
Eine Scheidenpilzinfektion kommt in der Schwangerschaft häufiger vor. In der Regel verläuft sie unkompliziert und kann problemlos mit dem Wirkstoff Clotrimazol behandelt werden. Was es in der Schwangerschaft zu beachten gilt und welche Vorsorge-Maßnahmen empfohlen werden, lesen Sie im folgenden Beitrag.
In der Schwangerschaft stellt eine intakte und abwehrstarke Intimflora den größten Schutz für das ungeborene Baby und den Schwangerschaftsverlauf dar. Untersuchungen bestätigen einen Zusammenhang zwischen dem Vorliegen einer bakteriellen Vaginose und dem Auftreten verschiedener Komplikationen während der Schwangerschaft. Umso wichtiger ist das rechtzeitige Erkennen und eine geeignete Behandlung der BV bereits bei Kinderwunsch und zu Beginn der Schwangerschaft.
Seit mehr als 25 Jahren ist Vagiflor® Ihr Partner in Sachen Intim- und Frauengesundheit. Mit unserer Erfahrung und unserem Wissen begleiten wir Sie in der Prävention CARE, der Akutbehandlung MED sowie der Nachsorge BALANCE und informieren Sie umfassend über Themen der Frauengesundheit.
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Schonende Intimrasur ohne Pickel und Rötungen
Die Intimrasur ist für viele Frauen ein sensibles Thema, das sowohl mit persönlichem Wohlbefinden als auch mit Hygiene verbunden ist. Doch wie findet man die Balance zwischen gründlicher Pflege und dem Schutz der empfindlichen Haut im Intimbereich? In unserem Artikel geben wir Ihnen Tipps für die schonende Intimrasur, die Hautirritationen, Rötungen und Pickel vermeidet. Erfahren Sie, wie Sie mit der richtigen Vorbereitung, den passenden Werkzeugen und einer sanften Nachsorge für eine glatte, gepflegte Haut sorgen können, ohne das Gleichgewicht der Scheidenflora zu beeinträchtigen.
Für viele Frauen ist die Rasur der Intimregion fester Bestandteil der täglichen Hygiene. Um die empfindliche Haut vor Verletzungen und nachfolgenden Entzündungen, Rötungen und Pickeln zu schützen, bieten sich beispielsweise flexible Einmalrasierer an. So können sich keine Krankheitserreger in der Rasierklinge ansammeln und die Flexibilität schützt vor einem zu festen Aufsetzen des Rasierers.
Unter der Dusche kann die Verwendung einer pH-neutralen Intimwaschlotion die Rasur vereinfachen, ohne die Haut durch weitere chemische Zusätze unnötig zu reizen. Im Anschluss kann der empfindliche Intimbereich mit einer hautberuhigenden Pflegecreme geschützt werden, die ebenfalls auf den pH-Wert der Scheidenflora abgestimmt ist.
Der vaginale pH-Wert sollte zwischen 3,8 und 4,4 liegen, also im sauren Bereich. Ob das bei ihnen der Fall ist, können werdende Mütter z.B. ganz einfach mit einem Selbsttest ermitteln. Zeigt sich dann, dass der vaginale pH-Wert bei 4,5 oder darüber liegt, kann das dafür sprechen, dass die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Um Komplikationen vorzubeugen, sollten Schwangere derartige Veränderungen zeitnah mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt besprechen und abklären lassen.
Um Pickel, Rötungen oder Entzündungen nach der Intimrasur zu vermeiden, können folgende Tipps hilfreich sein.
Vorbereitung auf die Rasur
Vor der Rasur: Eine warme Dusche oder ein entspanntes Bad können die Haut vorbereiten und das Rasieren erleichtern (die Poren öffnen sich und die Haare werden weicher). Die Haut vor der Rasur gründlich reinigen. So können auf der Haut befindliche Erreger bei Verletzungen nicht in die Wunde gelangen. Wichtig: Beachten Sie bei der Reinigung unbedingt unsere Tipps zur schonenden Intimpflege. Denn ungeeignete Pflegeprodukte, Waschlappen, eine falsche Wischtechnik und weitere Faktoren können den sensiblen Intimbereich ansonsten aus der Balance bringen und verletzen, was im schlimmsten Fall Intimbeschwerden wie die bakterielle Vaginose und Infektionen wie Scheidenpilz begünstigen kann.
Die Wahl des Rasierers: Ein flexibler Einmalrasierer passt sich den Konturen an. Auch verfügt er über eine scharfe Klinge, sodass das Risiko von Verletzungen minimiert wird. Zudem können sich bei der Verwendung von Eimalrasierern weniger Krankheitserreger ansammeln, die wiederum zu Entzündungen führen könnten. Bei wiederverwendbaren Rasierern ist daher auf eine gründliche Reinigung und Kontrolle der Klinge zu achten.
Lange Haare im Intimbereich vor der Rasur vorsichtig einige Millimeter stutzen, beispielsweise mit einer gereinigten Nagelschere. Um einem Rasurbrand vorzubeugen, sollten bis zur nächsten Rasur ein paar Tage vergehen.
Während der Rasur
Für die Nassrasur warmes Wasser, eine seifenfreie Waschlotion oder ein geeignetes Rasiergel verwenden. Bei der Benutzung eines Einmalrasierers kann ein Gleitpad mit pflegenden Inhaltsstoffen die Rasur erleichtern und Verletzungen vorbeugen.
Immer in Wuchsrichtung rasieren: Eine Rasur entgegen der Wuchsrichtung kann zu starken Hautirritationen führen.
Haut beim Rasieren mit einer Hand straffziehen, um Verletzungen vorzubeugen.
Langsam und behutsam von außen nach innen vorarbeiten.
Nur mit sanftem Druck arbeiten: Die Klinge vorsichtig und mit wenig Druck auf die straffgezogene Haut ansetzen.
Nach der Intimrasur
Den Intimbereich sanft reinigen und die restlichen Haare entfernen.
Kurz mit kaltem Wasser abbrausen: die Gefäße ziehen sich wieder zusammen und das Eindringen von Erregern wird erschwert. Zudem lindert kaltes Wasser Rötungen und einen eventuellen Juckreiz nach der Rasur.
Die Haut nach der Rasur vorsichtig abtupfen, anstatt grob “trocken zu rubbeln”.
Nach der Rasur kann der Intimbereich mit Feuchtigkeit und Pflege versorgt werden. Dafür eignen sich Produkte, die auf den pH-Wert der Intimregion abgestimmt sind.
Leichte Hautirritationen und kleine Rasierpickel können dennoch entstehen. Wichtig ist, die Haut nach der Rasur zu schonen. Hautschonenden und atmungsaktiven Textilen, die nicht zu eng am Körper anliegen, sollte jetzt der Vortritt gegeben werden. Bis zur nächsten Rasur sollten ein paar Tage vergehen, an denen sich die Haut erholen kann.
Meiden Sie direkt nach der Rasur Sonne, Sport und Chlor, also z.B. einen Schwimmhallen- oder Freibadbesuch oder ein Sonnenbad. Sowohl UV-Strahlen als auch Schweiß, Salz und Chlor können die Haut reizen und Irritationen wie Rötungen und Juckreiz begünstigen. Eine Intimrasur am Abend ist besonders empfehlenswert, so dass sich die Haut in Ruhe regenerieren kann.
Das physiologische Scheidenmilieu besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, die ein gesundes Gleichgewicht aufrechterhalten und krankmachende Keime abwehren. Eine gestörte Scheidenflora äußert sich beispielsweise durch Juckreiz, Brennen oder einen veränderten Ausfluss. Die Verwendung lebender Milchsäurebakterien kann helfen, das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und gesund zu halten.
Nach der Rasur auftretende Rötungen und Pickelchen werden als Rasierpickel bezeichnet. Durch die Rasur wird die Haut geschädigt und kleinste Mikroverletzungen können entstehen. Auch nachwachsende oder eingewachsene Haare beschädigen die Haarfollikel, sodass auf der Haut lebende Mikroorganismen in diese eindringen und zu Entzündungen führen können. Zu den Erregern zählen in erster Linie die natürlicherweise auf der Haut lebenden gelben Staphylokokken(Staphylococcus aureus). Typische Symptome einer Entzündung der Haarfollikel sind Rötungen, Juckreiz und die beschriebenen Rasierpickel.
Eine gestörte Hautbarriere, sehr trockene Hautbereiche, eine stumpfe Klinge sowie ungereinigte Rasierer können die Entstehung von Rasierpickeln begünstigen. Nach der Rasur sollten hautreizende Stoffe ferngehalten und auf weite, atmungsaktive Wäsche geachtet werden. Auch auf Sport gilt es eine Weile zu verzichten. Schweiß kann die Haut reizen, zudem können in einem feucht-warmen Milieu Bakterien sehr gut gedeihen. Zinkhaltige Pflegeprodukte können die Wundheilung beschleunigen. Eine erneute Rasur ist erst nach vollständiger Heilung der entzündeten Hautbereiche ratsam. Mit der richtigen Vorbereitung, Technik und Nachsorge lässt sich das Risiko von Rasierpickelchen jedoch minimieren.
Bei einem Scheidenpilz treten typischerweise starker Juckreiz und ein vermehrter sowie weiß-bröckeliger, geruchloser Ausfluss(Fluor) auf. Juckreiz, vor allem im Bereich des Scheideneingangs und der Schamlippen, ist dabei das Leitsymptom eines Vaginalpilzes. Die charakteristischen Symptome und Anzeichen einer Scheidenpilzinfektion sind zwar unangenehm, aber in der Regel gut zu behandeln.
Zu den Hauptsymptomen einer bakteriellen Vaginose gehören ein vermehrter, dünnflüssiger Scheidenausfluss, ein erhöhter vaginaler pH-Wert und ein unangenehmer, fischiger Intimgeruch. Warum diese Symptome immer ärztlich abgeklärt werden sollten und die sogenannten Amsel-Kriterien und der Nugent Score relevant für die Diagnose sind, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
Da ein Blasensprung fast immer den Geburtsbeginn anzeigt und auch auf eine drohende Frühgeburt hinweisen kann, ist es wichtig, ihn rechtzeitig zu erkennen und das austretende Fruchtwasser nicht mit Ausfluss oder Urin zu verwechseln.
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Scheidenausfluss, ein Thema, das viele Frauen betrifft, wird oft missverstanden und kann Anlass zur Sorge geben. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Einblick in die Bedeutung von Farbe und Konsistenz des Ausflusses und erklärt, wann dieser als normal betrachtet wird und wann es Zeit ist, einen Arzt aufzusuchen. Darüber hinaus werden Veränderungen des Ausflusses besprochen, die auf mögliche gesundheitliche Probleme hinweisen können.
Wissenswertes über Scheidenausfluss Gesunder Ausfluss ist natürlicher und notwendiger Teil der weiblichen Physiologie. Aber was, wenn sich Farbe und Konsistenz verändern?
Was Farbe und Konsistenz verraten: Gesunder Ausfluss, auch „Weissfluss“ genannt, besteht vor allem aus abgeschilferten Schleimhautzellen, Schleim vom Gebärmutterhals (Zervixschleim) und Milchsäurebakterien, die ihm einen sauren pH-Wert verleihen und damit den Vaginalbereich vor Krankheitserregern schützen. Er ist geruchsneutral und weiß bzw. milchig. Zyklus und Schwangerschaft verändern den Ausfluss bezüglich Zähflüssigkeit, Menge und Transparenz, das ist ganz normal. Aufmerksam sollten Frauen werden, wenn sich der Scheidenausfluss verändert und eine ungewöhnliche gelbe, braune, rötliche oder gräuliche Farbe bekommt, fischig bzw. streng riecht und/oder die Konsistenz klumpig, krümelig oder dickflüssig wird.
Ungünstige Einflüsse auf die Scheidenflora: Antibiotikabehandlung, Stress, ein geschwächtes Immunsystem, chronische Erkrankungen, übertriebene Intimhygiene, Allergien, Reizungen, Östrogenmangel.
Erkrankungen, Entzündungen und Infektionen, die den Ausfluss verändern: Scheidenpilz, bakterielle Vaginose, Chlamydien, Trichomonaden, Gonorrhoe, Herpes, HPV, Genitaltuberkulose, Tumore, Adnexitis, Zervizitis, Staphylokokken oder Streptokokken.
Vorbeugung, Diagnose und Behandlung bei verändertem Ausfluss:Tipps & Tricks zur richtigen Intimhygiene, Verhütung beim Sex, Behandlung abhängig von Beschwerden und ärztlicher Kontrolle.
Plötzlich mehr und farblich veränderten Ausfluss?
Jede Frau zwischen Pubertät und Wechseljahren kennt Scheidenausfluss, medizinisch auch Fluor vaginalis oder Fluor genitalis genannt. Die Absonderung von Sekret aus der Vagina ist etwas ganz Normales und in der Regel kein Krankheitszeichen. Gesunder Ausfluss besteht vor allem aus abgeschilferten Schleimhautzellen, Schleim vom Gebärmutterhals (Zervixschleim) und Milchsäurebakterien, die ihm einen sauren pH-Wert verleihen und damit den Vaginalbereich vor Krankheitserregern schützen. Er ist milchig-weißlich und geruchlos, weswegen er auch Weißfluss (Leukorrhoe) genannt wird.
Menge und Konsistenz des Ausflusses können variieren – sowohl von Frau zu Frau als auch zu verschiedenen Zeiten. Dabei spielt der Östrogenspiegel eine wichtige Rolle. So wird der Ausfluss in der Mitte des Zyklus um den Eisprung herum oft stärker, und das Sekret wird durchsichtiger und dünnflüssiger, damit die Spermien besser passieren können. Dieser Ausfluss wird auch als Zervixschleim bezeichnet. Kurz vor und nach der Periode ist dieser dagegen meist etwas dicker, zäher und weißer. Auch durch eine Schwangerschaft kann der Ausfluss aufgrund der Hormonveränderungen stärker werden. Bleibt er dabei weißlich und geruchsneutral, ist das in der Regel kein Grund zu Sorge.
Aufmerksam sollten Frauen werden, wenn sich der Scheidenausfluss verändert und eine ungewöhnliche Farbe oder Konsistenz zeigt. Brauner, gelber, grüner, gräulicher oder rötlicher Ausfluss, eine klumpige, bröckelige oder auch sehr dünnflüssige Beschaffenheit sowie ein unangenehmer Geruch können Anzeichen für eine Erkrankung sein. Zusätzliche Symptome wie Brennen, Juckreiz, Rötungen oder Schmerzen sind ebenfalls ein Warnsignal.
Natürliche und harmlose Ursachen
Veränderungen beim Ausfluss können verschiedene Ursachen haben – von hormonellen Schwankungen über Stress oder Allergien bis hin zu Infektionskrankheiten, Östrogenmangel und Entzündungen. Hinter Veränderungen von Farbe und Konsistenz stecken oft Infektionen, doch auch andere und harmlosere Ursachen sind möglich. Sie sind ganz natürlich und hängen vor allem mit dem Zyklus oder einer möglichen Schwangerschaft zusammen.
Schmierblutung als frühes Anzeichen einer Schwangerschaft
Neben leichtem Ziehen im Unterleib und der sogenannten Einnistungsblutung kann auch der Zervixschleim kurz vor der Periode Hinweise auf eine erfolgreiche Befruchtung geben.
Dass vaginaler Ausfluss in der Schwangerschaft häufig zunimmt, ist ganz normal. Als Folge der hormonellen Umstellung wird die Durchblutung der Scheidenschleimhaut gesteigert und vermehrt Scheidensekret produziert. Dieses reinigt den Scheidenkanal und schützt so auch vor eindringenden, krankmachenden Keimen. Üblicherweise ist dieser Ausfluss geruchslos, farblos bis weißlich und dünnflüssig. Solange keine Beschwerden bestehen, ist dies in den meisten Fällen harmlos. Bei Juckreiz, Schwellungen oder unangenehmem Geruch ist ärztlicher Rat gefragt.
Menge, Konsistenz und Farbe des Zervixschleims geben Hinweise auf die Phase, in welcher sich der weibliche Zyklus befindet. Der Ausfluss verändert sich vor, während und nach dem Eisprung.
1. Frage: Welche Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft sind normal?
„Einen normalen Ausfluss während der Schwangerschaft würde ich als milchig, von der Konsistenz eher sämig beschreiben. Zudem nimmt der Ausfluss während der Schwangerschaft hormonell bedingt zu, als eine Schutzfunktion des Körpers.„
2. Frage: Auf welche Warnzeichen (Farbe, Konsistenz) sollte man schnell reagieren?
„Bei Veränderungen von Farbe und Geruch sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Tritt auf einmal sehr viel Ausfluss auf, sollte das ebenfalls abgeklärt werden. Ist der Ausfluss eher wässrig/ durchsichtig, kann das auf einen vorzeitigen Blasensprung hinweisen. Unter Umständen wird dieser mit Urin verwechselt. Ein auffälliger Uringeruch zeigt sich manchmal erst verspätet.„
3. Frage: Welche ungefährlichen und gefährlichen Ursachen können Veränderungen des Ausflusses in der Schwangerschaft haben?
„Hormonelle Veränderungen können den Ausfluss während der Schwangerschaft verändern, sind in dem Zusammenhang aber ungefährlich. Jegliche Infektionen in der Schwangerschaft können zu Veränderungen wie der Farbe oder des Geruchs führen und stellen immer eine Gefahr für die Schwangerschaft dar, zum Beispiel grüner Ausfluss.„
Geleeartiger und cremiger Ausfluss als Anzeichen für Eisprung
Auch die Veränderung des Hormonhaushalts Östrogen und Progesteron, beeinflusst die Menge und Konsistenz des Zervixschleims.
Wenn der Ausfluss geleeartig ist, befinden Frauen sich meist in der Vorstufe zum Eisprung. Je näher dieser Zeitpunkt rückt, umso flüssiger, transparenter und spinnbarer wird in der Regel der Ausfluss bzw. der Zervixschleim. So wird den Spermien der Weg zum Ei erleichtert. An Menge, Optik und Konsistenz des Zervixschleims kann man also auch fruchtbare und unfruchtbare Tage erkennen.
Nach dem Eisprung nimmt der Wassergehalt im Sekret ab, es wird wieder klebriger und weniger durchlässig für Spermien. Kurz vor der Periode ist dann cremiger, weißer Ausfluss besonders häufig. Neben dem Zyklus und einer Schwangerschaft, welche Menge und Konsistenz des Zervixschleims beeinflussen, können jedoch auch andere Einflüsse den Ausfluss verändern.
Eine häufige Ursache für Probleme mit dem Ausfluss ist eine Störung des natürlichen Scheidenmilieus durch äußere oder innere Einflüsse. Diese können zu krankhaft verändertem Scheidenausfluss führen, wenn sie die Entstehung einer Scheideninfektion begünstigt haben.
Ungünstige Einflüsse auf Scheidenflora & Ausfluss
Eine Antibiotikabehandlung tötet nicht selten auch die nützlichen Milchsäurebakterien ab und bereitet so Keimen den Weg.
Körperlicher oder seelischer Stress schwächt das Immunsystem und damit auch die Abwehrbarriere der Intimzone.
Die „Pille“ oder andere hormonelle Verhütungsmittel stören bei manchen Frauen das Gleichgewicht des Scheidenmilieus.
Übermäßige oder falsche Intimhygiene ist ebenfalls schlecht für die natürliche Vaginalflora. Insbesondere Vaginalduschen stehen im Verdacht, Scheideninfektionen zu begünstigen.
Vergessene Tampons oder Sexspielzeuge können Bakterien einen Nährboden bieten und Entzündungen auslösen.
Allergien – etwa gegen Latexkondome – verursachen bei manchen Frauen Schleimhautreizungen.
Ein geschwächtes Immunsystem und chronische Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes können das Risiko für Pilzinfektionen erhöhen.
Mechanische Reizungen beispielsweise durch eine Untersuchung, eine Spirale oder besondere Sexpraktiken können die Schleimhäute schädigen.
Antihistaminika sind ein sekretverdickendes Mittel. Es soll so zum Beispiel bei Pollenallergien dazu beitragen, dass die Nase trockener ist und weniger läuft. Allerdings reduziert das Mittel zum Beispiel auch die Feuchtigkeit der Augen und beeinflusst auch die Menge und Konsistenz des Zervixschleims.
Gerät das natürliche Scheidenmilieu durch solche Einflüsse aus dem Gleichgewicht, bekommen schädliche Keime eine Chance zur Vermehrung. Am häufigsten sind hier bakterielle Entzündungen und Pilzinfektionen, die dann verstärkten, verfärbten oder übelriechenden Scheidenausfluss mitbringen.1
Hinter Veränderungen beim Ausfluss können aber auch ernsthafte (Geschlechts-)Krankheiten oder Krebs stecken.
Das physiologische Scheidenmilieu besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, die ein gesundes Gleichgewicht aufrechterhalten und krankmachende Keime abwehren. Eine gestörte Scheidenflora äußert sich beispielsweise durch Juckreiz, Brennen oder einen veränderten Ausfluss. Die Verwendung lebender Milchsäurebakterien kann helfen, das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und gesund zu halten.
Veränderter Ausfluss durch Bakterien und Infektionen
Wenn Ausfluss plötzlich unangenehm riecht, sich gelblich oder grünlich verfärbt und sich vielleicht eine krümelige oder schaumige Konsistenz entwickelt, können Infektionen und Bakterien die Ursache sein.
Bakterielle Vaginose – gräulich-schaumiger und fischiger Ausfluss
Bei der bakteriellen Vaginose handelt es sich nicht um eine Infektion mit einem bestimmten Erreger, sondern um ein Ungleichgewicht (medizinisch: Dysbiose) des Scheidenmilieus. Dabei werden die nützlichen Milchsäurebakterien von untypischen Keimen, häufig aus der Gattung Gardnerella, verdrängt. Schätzungen zufolge sind etwa fünf von 100 Frauen betroffen.2
Typische Symptome einer Bakteriellen Vaginose sind ein gräulicher, dünnflüssiger oder schaumiger Ausfluss, der durch die von den Bakterien produzierten Amine (Stickstoffverbindungen, die beim Abbau von Eiweiß entstehen) unangenehm fischig riecht. Während der Periode oder nach dem Sex kann der Geruch besonders stark sein. Dazu können Hautreizungen, Brennen beim Wasserlassen oder Schmerzen beim Sex kommen. Viele Frauen spüren aber auch gar keine Beschwerden.
Da eine bakterielle Vaginose die Ansiedlung von weiteren Keimen begünstigen und so zu Entzündungen der Scheide und der inneren Geschlechtsorgane sowie zu einem erhöhten Risiko von Fehlgeburten führen kann, sollte sie behandelt werden. Dies geschieht mit geeigneten Antibiotika. Auch Kuren mit Milchsäurebakterien zur Wiederherstellung und Erhalt einer starken Scheidenflora werden angewendet.2
Zu den Hauptsymptomen einer bakteriellen Vaginose gehören ein vermehrter, dünnflüssiger Scheidenausfluss, ein erhöhter vaginaler pH-Wert und ein unangenehmer, fischiger Intimgeruch. Warum diese Symptome immer ärztlich abgeklärt werden sollten und die sogenannten Amsel-Kriterien und der Nugent Score relevant für die Diagnose sind, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
Milchsäurebakterien für Erhalt & Wiederherstellung einer gesunden Scheidenflora. Vaginalzäpfchen mit Milchsäurebakterien stärken ein geschwächtes Scheidenmilieu und stabilisieren den pH-Wert, dank Laktobazillen (L. acidophilus).
Gelber und eitriger Ausfluss bei bakteriellen Geschlechtskrankheiten
Chlamydien: Eine Infektion mit Chlamydia trachomatis ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit in Deutschland, wird aber von rund 80 Prozent der betroffenen Frauen gar nicht bemerkt.3 Ein Anzeichen kann allerdings ein eitrig-gelber Ausfluss sein, auch Schmerzen beim Wasserlassen sind möglich.
Gonorrhoe (Tripper): Tripper wird durch Bakterien der Gattung Neisseria gonorrhoeae verursacht. Auch hier spüren viele Frauen keine oder kaum Beschwerden. Ein unangenehm riechender, gelblicher oder eitriger Ausfluss kann auf die Erkrankung hinweisen.
Gelber Ausfluss kann aber auch im normalen Verlauf des Zyklus auftreten und muss nicht unbedingt gefährlich sein. Vorsicht ist immer dann angebracht, wenn er zusätzlich riecht, klumpig, schleimig oder schaumig ist.
Ausfluss bei Scheidenpilz – weiß, krümelig und bröckelig
Ebenfalls sehr häufig ist eine Scheidenpilzinfektion die Ursache für veränderten Ausfluss. Drei von vier Frauen leiden mindestens einmal im Leben daran.4 Meist sind es Hefepilze der Gattung Candida albicans, die in geringer Zahl auch in der natürlichen Scheidenflora und außerdem im Darm vorkommen.
Weißer, krümeliger oder bröckeliger Ausfluss ist typisch für eine Scheidenpilzerkrankung. Weitere Symptome sind Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an Scheideneingang und Schamlippen.
Mit einem geeigneten Antimykotikum, etwa mit dem Wirkstoff Clotrimazol, kann eine Scheidenpilzerkrankung meist schnell und effektiv behandelt werden.
Bei einem Scheidenpilz treten typischerweise starker Juckreiz und ein vermehrter sowie weiß-bröckeliger, geruchloser Ausfluss(Fluor) auf. Juckreiz, vor allem im Bereich des Scheideneingangs und der Schamlippen, ist dabei das Leitsymptom eines Vaginalpilzes. Die charakteristischen Symptome und Anzeichen einer Scheidenpilzinfektion sind zwar unangenehm, aber in der Regel gut zu behandeln.
Trichomonaden – gelber, grüner und stark riechender Ausfluss
Trichomonaden, in diesem Fall der Erreger Trichomonas vaginalis, sind kleine, bewegliche Einzeller, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden und besonders bei Frauen unangenehme Symptome auslösen. Männer bemerken eine Infektion oft gar nicht.
Typisch ist ein gelber bis grünlicher und schaumiger Ausfluss, der stark fischig riecht. Weiterhin können Rötungen und Schwellungen der Vagina, Juckreiz und Brennen auftreten.
Die Diagnose erfolgt meist durch Untersuchung des Ausflusses unter dem Mikroskop. Auch Labortests stehen zur Verfügung. Bei der Behandlung mit geeigneten Antibiotika muss auch der Sexualpartner mitbehandelt werden.
Rötlich-brauner Ausfluss bei Virusinfektionen wie Herpes oder HPV
Genitalherpes (Herpes-Simplex-Virus Typ 2) kann neben den typischen Bläschen und Rötungen im Scheidenbereich auch zu vermehrtem Ausfluss führen.
Humane Papilloma-Viren (HPV) gibt es in zahlreichen Varianten. Sie sind meist harmlos und verursachen bei einigen Frauen Feigwarzen. Einige HPV-Typen können aber auch Zellveränderungen und die Bildung von Tumoren auslösen, vor allem von Gebärmutterhalskrebs. Tritt bei HPV-Befall Ausfluss auf, ist er typischerweise rötlich-braun.
Rot-bräunlicher Ausfluss kann – insbesondere kurz vor dem üblichen Einsetzen der Periode – auch als sog. Einnistungsblutung auftreten und ein Anzeichen für eine erfolgreiche Einnistung und Befruchtung sein. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel zum Zervixschleim nach der Befruchtung.
Selten: Ausfluss durch Genitaltuberkulose
Sehr selten ist heute die Genitaltuberkulose, die eine Begleiterkrankung der Lungentuberkulose darstellt. Gelblich-bröckeliger Ausfluss, der auch schlecht riechen kann, ist ein mögliches Anzeichen.
Ausfluss bei Polypen und Tumoren
Sowohl gutartige Gebärmutterpolypen als auch bösartige Tumore können sich durch Ausfluss bemerkbar machen. Bei Polypen ist er meist bräunlich-rötlich und oft schleimig. Typisch für Gebärmutterhalskrebs ist ein fleischfarbener bis bräunlicher, süßlich riechender Ausfluss.
Kleine Ausfluss-Farbenlehre
Die Farbe des Ausflusses erlaubt zwar allein keine Diagnose, kann aber bei verändertem Ausfluss Hinweise auf das Problem geben.
Grüner oder gelblich-grüner Ausfluss wird häufig durch Infektionen verursacht, zum Beispiel durch Trichomonaden, aber auch durch Tripper, Hefepilze oder andere Keime.
Grüner oder gelblich-grüner Ausfluss wird häufig durch Infektionen verursacht, zum Beispiel durch Trichomonaden, aber auch durch Tripper, Hefepilze oder andere Keime. Auch gesunder Ausfluss kann leicht gelblich sein, bei manchen Frauen ist das immer so.
Viele Frauen waren schon einmal von einer Scheidenpilzinfektion oder einer gestörten Scheidenflora betroffen und erkennen die Symptome wieder.4 Dann kann als SOS-Maßnahme bis zum Arztbesuch ein rezeptfreies Präparat aus der Apotheke Abhilfe schaffen – bei Vaginalpilz haben sich Antimykotika mit dem Wirkstoff Clotrimazol bewährt.
Eine gestörte Scheidenflora und ein erhöhter vaginaler pH-Wert können zum Beispiel mit einer Milchsäurekur wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Für ein besseres Wohlgefühl und um die Wäsche vor dem verstärkten Ausfluss zu schützen, ist zudem die kurzfristige Verwendung von Slipeinlagen sinnvoll.
Geht während der Schwangerschaft nicht nur Ausfluss, sondern ein Schleimpfropf ab, kann dies auf die bevorstehende Geburt hinweisen. Dann ist es empfehlenswert, die Hebamme zu kontaktieren. Grundsätzlich aber sollten alle Beschwerden gynäkologisch untersucht werden.
Ab wann mit verändertem Ausfluss zum Arzt?
Spätestens wenn sich nach ein bis zwei Tagen keine Besserung einstellt, ist fachlicher Rat gefragt. Denn Abweichungen des Ausflusses können auf Krankheiten hindeuten.
Ab zum Arzt heißt es darum:
bei ungewöhnlicher Menge, Farbe und Beschaffenheit des Ausflusses, beispielsweise krümeligem oder blutigem Ausfluss sowie einem unangenehmen Geruch
bei Begleitsymptomen wie Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Sex oder im Unterleib, Ausschlag oder Fieber
bei Ausfluss – insbesondere blutigem – nach den Wechseljahren
Mit der richtigen Intimhygiene vorbeugen
In den meisten Fällen sind die Ursachen für veränderten oder verstärkten Ausfluss harmlose Scheideninfektionen, die gut behandelt werden können. Mit den richtigen Tipps für die schonende Intimhygiene der Frau lässt sich den Auslösern zudem oft effektiv vorbeugen.
Intimpflege nicht übertreiben: Bitte keine Scheidenspülungen oder Vaginalduschen! Die Scheide muss nicht von innen gewaschen werden – es kann ihr sogar schaden. Vermeiden Sie zudem aggressive Seifen oder Duschgels, denn die Vagina reinigt sich mithilfe der gesunden Bakterien in der Scheidenflora ganz natürlich selbst. Experten raten dazu, lediglich den äußeren Genitalbereich mit klarem Wasser oder gegebenenfalls mit einer sanften, pH-neutralen Intimwaschlotion zu waschen.
Vorsicht beim Toilettengang: Scheidenpilzinfektionen entstehen häufig durch ein geschwächtes Immunsystem und eigene Darmbakterien. Dem können Sie durch die richtige Abwischtechnik insbesondere nach dem Stuhlgang vorbeugen: immer von vorne nach hinten wischen.
Achtung, Slipeinlagen und Kunstfaserwäsche: Wenn Sie täglich luftundurchlässige Slipeinlagen benutzen beziehungsweise synthetische Unterwäsche tragen, entsteht leicht ein feuchtwarmes Milieu, das die Vermehrung von Pilzen und Bakterien begünstigt. Besser ist es, auf leichte Baumwollslips sowie atmungsaktive Einlagen zu setzen – und letztere auch nur sparsam zu verwenden.
Tampon-Wechsel: Je nach Blutungsstärke sollten Sie Ihren Tampon nach vier bis sechs Stunden wechseln. Bei nur noch schwacher Blutung ist oft eine Slipeinlage angeraten.
Schonende Intimrasur: Schambehaarung ist für viele Frauen ein No-Go. Eine Intimrasur aber bringt die Gefahr von Verletzungen mit sich und erhöht das Risiko für Geschlechtskrankheiten5. Daher gilt zum schonenden Vorgehen: Wechseln Sie regelmäßig die Klingen und verwenden Sie eine alkoholfreie Rasiercreme, damit der Rasierer sanfter über die Haut gleitet. Beruhigend wirken im Anschluss ein Aloe Vera-Gel oder eine Creme mit Panthenol und Zink. Vermeiden Sie Sex direkt nach der Rasur.
Safer Sex: Häufiger Geschlechtsverkehr kann das Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen. Die Verwendung von Kondomen schützt dann nicht nur davor, sondern ebenso vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten.
Für unangenehme Symptome im weiblichen Intimbereich gibt es viele mögliche Ursachen und Risikofaktoren. Oft unterschätzt (oder auch überschätzt) wird dabei die richtige Intimhygiene. So können z. B. Intimdeos oder Scheidenspülungen die sensible Region reizen und das natürliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen.
Nach dem Vorgespräch nimmt die Frauenärztin oder der Frauenarzt zunächst die Vulva und die Vagina in Augenschein. Anschließend wird ein Abstrich von Scheidensekret genommen, der pH-Wert bestimmt sowie der Ausfluss unter dem Mikroskop analysiert. Hier lassen sich oft schon Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Trichomonaden erkennen. Mitunter sind auch weitere Laboruntersuchungen erforderlich. Hier dauert es meist einige Tage, bis die Ergebnisse vorliegen.
Gemäß der erstellten Diagnose kann dann die Behandlung erfolgen. Sie ist in den meisten Fällen völlig schmerzlos und unkompliziert: Bei bakteriellen Infektionen kommen zum Beispiel Antibiotika zum Einsatz, Scheidenpilzinfektionen werden mit Antimykotika in Form von Cremes und/oder Vaginaltabletten therapiert. Maßnahmen zum Aufbau und Erhalt eines natürlichen Scheidenmilieus sowie Tipps zur richtigen Intimhygiene tragen zu einer abwehrstarken Scheidenflora bei.
Da ein Blasensprung fast immer den Geburtsbeginn anzeigt und auch auf eine drohende Frühgeburt hinweisen kann, ist es wichtig, ihn rechtzeitig zu erkennen und das austretende Fruchtwasser nicht mit Ausfluss oder Urin zu verwechseln.
Ganz gleich, ob Sie sich sehnlich ein Baby wünschen oder eben nicht: Anhand des Ausflusses können Sie viel über Ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage erfahren und dies – unter Vorbehalt – für Familienplanung und Verhütung nutzen.
Mehr als 60 % der Befragten wissen zwar, dass der vaginale pH-Wert idealerweise zwischen 3,8 und 4,4, also im sauren Bereich liegen sollte. Aber nur wenige Frauen überprüfen selbst regelmäßig, ob das bei ihnen tatsächlich der Fall ist. Dabei kann genau diese Selfcare-Praxis insbesondere werdende Mütter vor möglichen Komplikationen schützen.
Seit mehr als 25 Jahren ist Vagiflor® Ihr Partner in Sachen Intim- und Frauengesundheit. Mit unserer Erfahrung und unserem Wissen begleiten wir Sie in der Prävention CARE, der Akutbehandlung MED sowie der Nachsorge BALANCE und informieren Sie umfassend über Themen der Frauengesundheit.
Truesdale MD, Osterberg EC, Gaither TW, et al. Prevalence of Pubic Hair Grooming–Related Injuries and Identification of High-Risk Individuals in the United States. JAMA Dermatol. 2017;153(11):1114–1121. doi:10.1001/jamadermatol.2017.2815
Wunderwerk Beckenboden: Blasenschwäche muss nicht sein
Der Beckenboden spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. In diesem Gastartikel beleuchtet Ursula Gaisa von immerschick.de dieses verborgene Kraftzentrum und seine vielfältigen Funktionen, die weit über die reine Kontinenz hinausgehen. Sie gibt praktische Tipps, um ihn zu stärken und somit Beschwerden wie einer Blasenschwäche effektiv entgegenwirken können. Insbesondere in den Wechseljahren. Auch Ihr sexuelles Empfinden kann durch Beckenbodentraining positiv beeinflusst werden.
Seit längerem fällt mir auf, wie oft ich auf allen Kanälen, vor allem auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, Werbung für Blasenschwäche-Produkte sehe. Was mich, ehrlich gesagt, stark verwundert hat. Aus allen Wolken bin ich aber gefallen, als ich nach ein wenig Recherche erfahren habe, dass 50 Prozent (!) aller Frauen in meinem Alter unter einer solchen Inkontinenz leiden!
Inkontinenz bedeutet, dass man zum Beispiel beim Niesen, Husten, Lachen, beim Tragen von schweren Gegenständen oder beim Sport ungewollt Urin verliert. Oft wird das auch als Stress-Harninkontinenz oder besser Belastungsinkontinenz bezeichnet. Denn mit psychischem Stress hat das wenig zu tun, es geht um die physische Belastung. Dabei spielt der sogenannte Beckenboden eine zentrale Rolle.
Was ist der Beckenboden eigentlich?
Leider ist der Beckenboden immer noch ein Tabuthema, was schleunigst geändert werden sollte. Viele wissen gar nicht, was das eigentlich ist. Dabei stützt dieses komplexe System aus Muskeln, Nervensträngen und Gewebe unseren gesamten Rumpf. Er spannt sich wie ein Segel zwischen Schambein, Steißbein und den beiden Hüftknochen und bildet so ein flexibles Fundament. Verschiedene Muskelschichten, die natürlich trainiert werden können, übernehmen dabei zahlreiche Funktionen. Die Bekannteste ist die Kontinenz, also die Kontrolle über Blasen- und Darmfunktion. Dabei wird schon deutlich, dass sich der Beckenboden auch entspannen lassen muss – beim Wasserlassen und der Darmentleerung.
Auch in der Sexualität und beim Thema Orgasmus spielt der Beckenboden eine wichtige Rolle. Zeit also, sich damit auseinanderzusetzen. Am besten spürt man ihn, wenn man ihn anspannt, etwa wie um die volle Blase (noch) nicht zu entleeren und die Sitzbeinhöcker sanft zueinander bringt. So erreicht man auch die so wichtige Innenschicht, die man mit ganz sanften Bewegungen trainieren kann. Sehr gut erklärt wird das unter dem Stichwort „Cantienica-Methode“.
Blasenschwäche mit steigendem Alter immer häufiger
Im Volksmund haben sich die Begriffe Blasenschwäche oder auch „schwache Blase“ eingebürgert, was oft irreführend sein kann, denn die Blase muss nicht unbedingt schuld an einer Inkontinenz sein. Sie betrifft übrigens auch Männer. Sie tritt in verschiedenen Formen auf: als oben beschrieben Belastungsinkontinenz oder als sogenannte Dranginkontinenz, wobei es auch Mischformen aus beidem gibt. Allein in Deutschland sollen fünf Millionen betroffen sein, desto unverständlicher ist es, dass darüber kaum geredet wird und man oder frau sich scheut, mit einem Arzt darüber zu sprechen.
Das Risiko für eine Harninkontinenz steigt mit dem Alter, kann aber auch schon junge Frauen betreffen, zum Beispiel während einer Schwangerschaft, nach der Geburt, durch Unfälle oder Operationen.
So wie das Leben Veränderungen unterliegt, durchläuft auch unser Körper unterschiedliche Phasen. Die Zeit der Wechseljahre (Klimakterium) als Ende der fruchtbaren Phase ist eine lange und wichtige Zeit im Leben einer Frau, denn sie dauert immerhin im Schnitt etwa 10 Jahre an und bringt oft auch andere einschneidende und lebensverändernde Ereignisse mit sich.
Denn die meisten von uns nehmen ja in einer Schwangerschaft oft extrem zu. Ich habe zum Beispiel zum Schluss 20 Kilos mehr auf die Waage gebracht. Das belastet genauso wie der Druck des Ungeborenen nach unten den Beckenboden ungemein. Außerdem wird vermehrt Progesteron gebildet, das das Gewebe weich macht und auf die Geburt vorbereitet. 95 Prozent aller Schwangeren leiden dadurch auch unter verstärktem Harndrang. Gezielte sanfte Yogaübungen, Beckenbodentraining, auch sanfter Sex und Bewegung können schon während der Schwangerschaft helfen.
Nach der Geburt kommt die sogenannte Rückbildung ins Spiel. Ein Kurs, der allen Gebärenden genauso wie die Geburtsvorbereitung von der Krankenkasse angeboten wird. Das Leben mit einem Säugling erfordert unsere völlige Aufmerksamkeit, aber ich lege allen dringend ans Herz – auch Frauen mit Kaiserschnitt übrigens -, das auf keinen Fall zu verpassen.
Man lernt unheimlich viel: zum einen über die Blase. Sie ist ein wunderbares Organ, das nur entleert werden sollte, wenn es wirklich voll ist. Wir wurden dazu angehalten, selbst zu testen, wie viel Flüssigkeit die Blase wirklich halten kann, um wieder Vertrauen zu fassen. Dazu soll man wirklich warten, bis sie fast am Überlaufen ist und dann die Flüssigkeit abmessen, sie kann bis zu einem Liter Flüssigkeit speichern.
Teufelskreis Reizblase
Frau sollte also nicht vorsorglich vor einer Autofahrt oder dem Spaziergang zur Toilette gehen. Denn im schlimmsten Fall können die zu häufigen Entleerungen dazu führen, dass die Blase schrumpft und dann bei noch kleineren Harnmengen mit einem Drang reagiert. Ein Teufelskreis, der sich auch dann einstellt, wenn man aus Angst weniger trinkt, was wieder schlecht für die Blase ist. Eine überaktive Reizblase kann entstehen. Hier hilft es, ein Trink- und Wasserlass-Tagebuch zu führen und so die Blase wieder zu trainieren.
Im Rückbildungskurs werden überdies Übungen gezeigt, um den Beckenboden wieder auf Vordermann zu bringen oder weniger zu belasten. Unsere Kursleiterin, eine erfahrene Hebamme, empfahl uns zum Beispiel, heftiges Niesen oder Husten nach oben in die Luft zu befördern. Natürlich auch mit vorgehaltenem Arm.
Die nach vorn gebückte Haltung beim Stuhlgang und Pressen belasten den Beckenboden auch. Eigentlich sollte man sich um 45 Grad nach hinten lehnen, damit der Stuhl gemäß der Lage des letzten Dickdarmstücks sanft herausrutschen kann. Ein Blick in eine Anatomiezeichnung des Unterleibs und des Enddarms sei an dieser Stelle empfohlen.
Körperliche Anstrengungen spielen auch eine große Rolle: Eine Frau sollte zum Beispiel nie mehr als zehn Kilos tragen. Das „richtige“ Heben, bei dem der Beckenboden nicht zu sehr belastet wird und auch der Rücken nicht leidet, ist hier wichtig. Bilder und Videos dazu gibt es im Netz. Yoga, Radfahren oder Schwimmer sind auch immer gut.
Basismaßnahmen in den Wechseljahren
Eine Reizblase wie oben beschrieben kann aber auch Wechseljahres-bedingt durch Östrogenmangel im Scheiden-Harnröhrenbereich, infolge wiederkehrender Blasenentzündungen und einer Gebärmutter- oder Scheidensenkung entstehen. Der verringerte Östrogen- und Gestagenpegel, bedingt dadurch, dass die Eierstöcke ihre Produktion langsam einstellen, kann dazu, führen, dass der pH-Wert im weiblichen Genitaltrakt steigt und die Schleimhäute schlechter durchblutet werden. Sie werden dünner, trockener und weniger elastisch, sind dadurch empfindlicher. Keime, Viren und Krankheitserreger können leichter eindringen und so Infektionen und Entzündungen hervorrufen.
Um dem vorzubeugen, gibt es Hormonzäpfchen, Salben und die hilfreichen natürlichen Produkte von Vagiflor. Denn der pH-Wert der Scheide kann ganz einfach mit den Selbsttests gemessen werden. Und wenn die Scheidenflora nicht in Ordnung ist, empfehle ich die Scheidenzäpfchen mit Laktobazillen.
Milchsäurebakterien für Erhalt & Wiederherstellung einer gesunden Scheidenflora. Vaginalzäpfchen mit Milchsäurebakterien stärken ein geschwächtes Scheidenmilieu und stabilisieren den pH-Wert, dank Laktobazillen (L. acidophilus).
5 Praktische Übungen zur Stärkung des Beckenbodens
Die Schulterbrücke aus dem Yoga kräftigt auch Bauch und Beckenboden. Wie sie geht, erfährst du hier.
Ganz unauffällig mehrmals am Tag in deinen Alltag einbauen kannst das An- und Entspannen der Beckenbodenmuskeln im Bereich der Schließmuskeln von Blase und Anus.
Setz dich auf deine Hände auf einen Stuhl. Die Hände benutzt du, um deine Sitzbeinhöcker zu spüren. Nun versuche, diese sanft zueinander zu bewegen, ohne die Pomuskeln zu benutzen. 10-12 Wiederholungen, später mehr.
Bleib weiter auf dem Stuhl sitzen, aber grätsche die Beine V-förmig auseinander. Nun drückst du mit der rechten Hand ein paar Sekunden fest gegen die Innenseite des linken Oberschenkels, der auch Gegendruck aufbringen soll, 5 Wiederholungen, wechseln und nochmals 5 Wiederholungen auf der anderen Seite.
Stell dich aufrecht hin, die Füße etwa schulterbreit auseinander. Nun streckst du die Arme nach beiden Seiten waagerecht aus und ziehst erst das rechte Bein gebeugt in Richtung Brust. Halte die Position ein paar Sekunden, wechsle dann die Seite, der Beckenboden spannt sich dabei automatisch an. Jede Seite 5-mal.
Im schlimmsten Fall, wenn weder Beckenbodentraining noch eine angepasste Vorsorge und Lebensweise helfen, gibt es Laserbehandlungen, die die Schleimhäute wieder fitter machen können – oder Operationen. Darüber weiß aber der Frauenarzt oder die Frauenärztin besser Bescheid.
Der medizinische Fortschritt hat durch bessere Hygienestandards und wirksame Behandlungen, wie den Einsatz von Antibiotika, die Gesundheitsversorgung stark verbessert. Dieser Text beleuchtet historische Entwicklungen in der Frauengesundheit und betont die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit Antibiotika zur Vermeidung von Resistenzen sowie den Schutz der Gesundheit durch Probiotika.
Scheidentrockenheit entsteht durch einen Mangel an Feuchtigkeit im Intimbereich. Obwohl auch junge Frauen darunter leiden können, zählen die Wechseljahre und die hormonellen Veränderungen in dieser Lebensphase zu den häufigsten Ursachen.
Die Wechseljahre sind eine Phase des Übergangs und der Veränderung, die jede Frau auf ihre eigene Weise erlebt. In unserem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Phasen des Klimakteriums und ihre Symptome. Erfahren Sie, wie Sie die körperlichen und seelischen Veränderungen während der Wechseljahre verstehen und positiv gestalten können. Wir bieten Ihnen wertvolle Tipps und Einblicke, wie Sie mit den typischen Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafproblemen umgehen und Ihr Wohlbefinden in dieser wichtigen Lebensphase steigern können.
Wissenswertes über die Wechseljahre: Die Wechseljahre teilen sich in verschiedene Phasen auf, mit jeweils eigenen Symptomen und Veränderungen.
Beginn: Die Wechseljahre der Frau beginnen durchschnittlich im Alter von 51 Jahren. Von vorzeitigem Beginn spricht man vor dem 40. Lebensjahr.1
Typische Symptome: Vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schlafstörungen, vaginale Trockenheit, Stimmungsschwankungen, Harnwegsbeschwerden, Libidoverlust und mehr.2
Hilfe gegen Beschwerden: Gesunder Lebensstil, gegebenenfalls pflanzliche Wirkstoffe und eine Hormontherapie bei sehr starken Beschwerden. Sorgfältig mit Arzt oder Ärztin besprechen.
Schwangerschaft: In der Prämenopause noch möglich, da hier die Funktion der Eierstöcke nur langsam sukzessive abnimmt. Etwa zwei Jahre nach der letzten Blutung (Postmenopause) ist eine Schwangerschaft leider vollständig ausgeschlossen.3
Was sind die Wechseljahre?
So wie das Leben Veränderungen unterliegt, durchläuft auch unser Körper unterschiedliche Phasen. Die Zeit der Wechseljahre (Klimakterium) als Ende der fruchtbaren Phase ist eine lange und wichtige Zeit im Leben einer Frau, denn sie dauert immerhin im Schnitt etwa 10 Jahre an und bringt oft auch andere einschneidende und lebensverändernde Ereignisse mit sich. Das können berufliche, persönliche oder familiäre Veränderungen sein.
Mit den Wechseljahren einhergehende seelische sowie körperliche Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Gelenk- und Rückenschmerzen machen deshalb nur einen Bruchteil aus. Mehr denn je ist es für Frauen in dieser Phase wichtig, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und das Leben aktiv und mit Fokus auf viel Lebensqualität zu gestalten – auch in Sachen Sex. Übrigens durchlaufen auch Männer die Wechseljahre (Klimakterium virile),in denen der männliche Organismus beispielsweise weniger das Sexualhormon Testosteron produziert. Während dies bei Frauen eine sehr frühe Menopause bedeuten würde, können die Wechseljahre bei Männern auch schon mit Ende 30 beginnen.
Mit den Wechseljahren geht es oft schon vor 50 los
Jeder Körper ist einzigartig und folgt seinem eigenen Rhythmus. So liegt auch der Zeitpunkt für das Ende der fruchtbaren Phase und damit den Beginn der Wechseljahre bei jeder Frau ganz individuell. Immer noch ist bei den meisten Frauen die Annahme weit verbreitet, dass es mit den Wechseljahren erst ab 50 losgeht. Das ist aber häufig nicht der Fall.
Mit dem Eintritt dieser Zeit voller Veränderungen wird phasenweise der weibliche Hormonhaushalt umgestellt. Diese vier Phasen der Wechseljahre unterteilt die Medizin in die Prämenopause, Perimenopause, Menopause und die Postmenopause.4 Früher wurden die Wechseljahre deshalb auch Stufenjahre genannt. Denn die ersten Anzeichen der Prämenopause und Perimenopause beginnen häufig mit Anfang bis Mitte vierzig und können fünf bis zehn Jahre dauern. Kommt es zum frühzeitigen Beginn der Wechseljahre unter 40, so können diese Phasen auch 15 Jahre dauern.
Während die eigentliche Menopause meistens ab dem 50. Lebensjahr beginnt, kann sie in einigen Fällen auch als vorzeitige Menopause früher eintreten.
Die letzte Regelblutung erfolgt etwa zwischen dem 49. und dem 55. Lebensjahr oder bei der vorzeitigen Menopause entsprechend früher. Ab dem Zeitpunkt der letzten Blutung produziert der weibliche Körper die Sexualhormone Östrogen und Progesteron nur noch in einem sehr geringen Umfang. Das bleibt natürlich nicht unbemerkt und hat Auswirkungen. Diese machen sich in einer ganzen Reihe körperlicher und seelischer Symptome bemerkbar und kann auch Risiken bergen. Besonders bekannt sind die Hitzewallungen und Scheidentrockenheit. Obwohl zum Beispiel die Hitzewallungen bei rund zwei Dritteln der Frauen gar nicht, oder nur leicht bis mäßig auftreten. Zudem sind sie eigentlich ein Symptom der späten Perimenopause und treten oft ein bis zwei Jahre vor dem Höhepunkt der Menopause auf. Und für viele Frauen sind sie auch gar nicht die lästigsten Wechseljahresbeschwerden. Denn die Liste ist lang.
Der gesamte Prozess der Wechseljahre startet also schon lange vor der letzten Periode und der regelmäßige Zyklus kann auch noch für viele Jahre anhalten, bis zum Höhepunkt der Menopause. Es kann also durchaus sein, dass Sie sich schon mitten in den Wechseljahren befinden, obwohl Sie noch regelmäßig Ihre Periode haben.
Mögliche ersten Anzeichen der beginnenden Wechseljahre:
Migräne
Brustspannungen
Schlafstörungen
Gereiztheit
Antriebslosigkeit
Stimmungsschwankungen
Vergesslichkeit
Gelenkschmerzen
Libidoverlust
Hautunreinheiten
Die Phasen des Klimakteriums und ihre Symptome
Genauso wie der Beginn der Wechseljahre individuell ist, sind auch die Übergänge der Phasen fließend und vor allem nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt festgelegt.5
Die Prämenophase
So wird die fruchtbare Phase vor den Wechseljahren bezeichnet, mit deren Abschluss sich die Wechseljahre ankündigen. Mit Ende der Phase im Alter von durchschnittlich 40 bis 45 Jahren lässt die Funktion der Eierstöcke nach, das Hormon Progesteron steigt an und mit Beginn der Wechseljahre können die ersten unspezifische Wechseljahresbeschwerden wie Kopfschmerzen, Hautirritationen, Müdigkeit oder Nachtschweiß auftreten.
Die Perimenopause
Sie beginnt etwa vier Jahre vor der eigentlichen Menopause und geht noch ein Jahr in diese Phase hinein. Wird in die frühe und späte Perimenopause unterteilt. Die frühe Phase beginnt durchschnittlich im Alter zwischen 45 und 50 Jahren. Während das Sexualhormon Progesteron weiter ansteigt, lässt die Östrogenbildung sukzessive nach. Es treten erste Wechseljahresbeschwerden auf. Die Zyklen werden unregelmäßiger (häufig kürzer und stärker), es kann zu Schlafstörungen, Müdigkeit und Gereiztheit kommen. Auch eine plötzliche Gewichtszunahme ist möglich, ebenso wie Schilddrüsenprobleme, Allergien und Verdauungsprobleme. Viele Frauen berichten auch von intensiveren PMS Symptomen wie Krämpfen, Kopfschmerzen und empfindlicheren Brüsten. In der späten Phase wird die Hormonproduktion noch weiter eingestellt. Je stärker der Östrogenspiegel sinkt, desto mehr und vielfältigere Wechseljahresbeschwerden treten auf.
In der späten Perimenopause vor allem Hitzewallungen, innere Unruhe, Gelenkschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Scheidentrockenheit, Blasenschwäche und Blasenentzündungen. Auch der „Gehirnnebel“ ist berühmt und berüchtigt. Die Konzentration lässt sich nicht mehr richtig steuern und man neigt zur Vergesslichkeit. Die Periode kann zudem für lange Zeit ausbleiben oder länger als sonst anhalten bzw. früher eintreten. Infolge all dieser Veränderungen, aber auch als Folge der Hormonschwankungen, können Depressionen und Ängsten entstehen.
Die Menopause
Das, was man in der Regel unter dem Begriff „Wechseljahre“ zusammenfasst, bezieht sich auf diese Phase des Klimakteriums; die eigentliche Menopause. Sie beginnt in Europa durchschnittlich im Alter von 51 Jahren und bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Monatsblutung. Hier kommt es zum Höhepunkt der Wechseljahre, denn nun ist die ovarielle Reserve vollständig aufgebraucht. Das ist die Anzahl der Primordialfollikel, aus denen sich fertige Eizellen entwickeln können.
Die Wechseljahresbeschwerden verändern sich erneut bzw. bestimmte Symptome intensivieren sich, vor allem Hitzewallungen, Probleme mit dem Beckenboden, also Blasenschwäche oder Blasensenkungen, Gelenkschmerzen, Herzrasen, Kribbeln in den Fingern oder unruhige Beine, das sog. „Restless-Legs-Syndrom“. Auch Haut und Haare verändern sich. Die Haut wird trockener und dünner. Vielleicht verschieben sich jahrelang bekannte „Problemzonen“ des Körpers in Richtung Bauch und Hüfte. Ursächlich ist eine veränderte Fettverteilung, die auch als „Meno-Mitte“ bezeichnet wird. Da der sinkende Östrogenspiegel auch das Gehirn als Regulator stark beeinflusst, nehmen auch Probleme mit der Konzentration zu, ebenso wie Probleme bei der Wortfindung. Man kann einfach nicht mehr klar denken. Besonders hier gilt aber Entwarnung: die meisten Symptome der Wechseljahre sind temporär, insbesondere die kognitiven, und verschwinden wieder, wenn der Körper sich an den veränderten Hormonhaushalt angepasst hat.
Die Postmenopause
Sie folgt 12 Monate nach der letzten Regelblutung. Die Postmenopause ist die Phase, in der sich der Körper noch etwa zwei bis drei Jahre auf den abfallenden Hormonspiegel einstellen muss. Typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen und natürlich zyklusbedingte PMS-Symptome wie Krämpfe, Migräne und Stimmungsschwankungen klingen nun oft vollständig ab. Insbesondere die Hitzewallungen sind in dieser Phase jedoch sehr variabel. Sie können sich intensivieren, aber auch schwächer werden oder ganz verschwinden. In einigen Fällen tritt aufgrund des niedrigen Östrogenspiegels auch Osteoporose (Knochenschwund) auf.6 Ein niedriger Östrogenspiegel erhöht auch das Risiko auf Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wechseljahresbeschwerden sind sehr individuell und phasenabhängig
Die Liste an möglichen Wechseljahresbeschwerden ist lang und individuell. Je nachdem, welches Hormon gerade im Übermaß produziert wird und welches zu wenig, variieren die Symptome sehr stark. Und auch in den einzelnen Phasen unterscheiden sie sich oft erheblich.
Zu Beginn sind sie meist eher unspezifisch. Typisch sind Stimmungsschwankungen, Energielosigkeit und große Schwankungen der Libido. Mal haben Sie vielleicht schon fast unangenehm viel Lust auf Sex, während Sie sich Tage oder Wochen danach am liebsten im Schlafanzug unter der Decke verkriechen möchten. Zudem wird der Zyklus unregelmäßiger. Mal tritt bereits drei Wochen nach Ende des letzten Zyklus wieder eine Blutung auf und dann für über einen Monat gar nicht mehr. Oder Sie bekommen plötzlich unreine Haut oder Pickel, auch wenn Sie vorher vielleicht nie ein Problem damit hatten.
Später kommen dann nach und nach bekannte Beschwerden wie Scheidentrockenheit und Hitzewallungen hinzu. Aber nicht jede Frau leidet gleichermaßen darunter und die Symptome treten in unterschiedlicher Intensität auf, oder bleiben teilweise auch vollständig aus.
Fakt ist jedoch, dass die Wechseljahresbeschwerden mit dem Voranschreiten der Wechseljahre, von der Prä- und Perimenopause, hin zur eigentlichen Menopause, spezifischer werden.
Während der späten Perimenopause und der Menopause nehmen Probleme mit dem Beckenboden zu, was zu Inkontinenz, Blasenentzündungen und Blasensenkungen führen kann. Auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind möglich. Nun kommt es bei vielen Frauen auch vermehrt zu Hitzewallungen, Scheidentrockenheit und dem Gehirnnebel, also Problemen mit Konzentration, Erinnerung und Denkvermögen. Viele dieser Symptome sind jedoch nur temporär. Auch die Haut verändert sich im weiteren Verlauf der Wechseljahre häufig, sie wird vor allem trockener und neigt zu Irritationen. Bekannt ist auch die „Meno-Mitte“, eine zunehmende Fettverteilung in Richtung Hüfte und Bauch.
Der Beckenboden spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. In diesem Gastartikel beleuchtet Ursula Gaisa von immerschick.de dieses verborgene Kraftzentrum und seine vielfältigen Funktionen, die weit über die reine Kontinenz hinausgehen.
Ein Jahr nach der letzten Regelblutung setzt die Postmenopause ein, in der es noch zwei bis drei Jahre dauern kann, bis der Körper sich vollständig auf den abfallenden Hormonspiegel eingestellt hat. Während dieser Zeit können die Symptome der Menopause weiterhin anhalten und sich auch intensivieren, aber auch nachlassen. Vor allem zyklusbedingte Symptome wie Gereiztheit, aber auch Krämpfe, Migräne und/oder Kopfschmerzen lassen nun nach.
Der Fokus in der Postmenopause liegt auf der Selbstfürsorge, denn der Körper spürt nun das konstant niedrigere Östrogenlevel. Dies wirkt sich auf die Elastizität von Haut und Haaren, aber auch auf Muskeln, Knochen und Blutgefäße aus. Zudem verändert sich die Scheidenflora bzw. ihr pH-Wert, wodurch die Bakterienvielfalt abnimmt, auch die Menge der wichtigen Laktobazillen. Die Integration von Lebensmitteln, die Laktobazillen enthalten, zum Beispiel Joghurt oder Sauerkraut, ist hier wichtig, aber es gibt auch spezielle Milchsäurekuren, etwa mit Vaginalzäpfchen, welche die Intimflora gezielt stärken können.
Milchsäurebakterien für Erhalt & Wiederherstellung einer gesunden Scheidenflora. Vaginalzäpfchen mit Milchsäurebakterien stärken ein geschwächtes Scheidenmilieu und stabilisieren den pH-Wert, dank Laktobazillen (L. acidophilus).
In der Postmenopause ist es also wichtig, dass Sie Ihre Scheidenflora gezielt stärken, aber auch allgemein gesundheitsbewusst zu altern. Denn der niedrige Östrogenspiegel wirkt sich auf ohnehin altersbedingte Probleme wie Osteoporose, Alzheimer, Herzinfarkt und Schlaganfall aus.
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In unserem Blog berichten verschiedene Frauen, wie sie entspannt durch die Wechseljahre kommen und auch trotz Wechseljahresbeschwerden weiter glücklich und selbstbestimmt durchs Leben gehen. Vielleicht helfen Ihnen diese Erfahrungen dabei, es genauso zu machen.
Als junge Frau habe ich mich kaum mit dem Thema Wechseljahre beschäftigt. Warum auch, es hat mich ja nicht betroffen. Sicher habe ich immer mal wieder etwas darüber gelesen oder gehört. Meine Mutter und auch ältere Kolleginnen berichteten überwiegend von aufsteigender Hitze und den damit verbundenen schlaflosen Nächten.
Der menschliche weibliche Körper gleicht einem Wunderwerk. In jungen Jahren muss er Eizellen produzieren, während er in späteren Jahren mit einem erneuten Hormonumschwung, in Form der Wechseljahre, umgehen muss.
Die hormonelle Umstellung
Während der Wechseljahre steht der weibliche Hormonhaushalt Kopf. So wird der Eisprung immer seltener ausgelöst, bis er schließlich gar nicht mehr eintritt.7
Im Laufe der einzelnen Phasen kommt es zu einem Östrogenmangel. Auch die Konzentration anderer Hormone wie LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) verändert sich. Logisch, dass sich diese großen Veränderungen auch an körperlichen Anzeichen bemerkbar macht.
Die Hormone Progesteron und Östrogen
Bestimmt sind den meisten der Hypothalamus und die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) als Steuerung des Nervensystems bekannt. Sie stimulieren auch den Prozess der Östrogen- und Progesteronproduktion und damit das Heranreifen der Eizellen in den Eierstöcken mithilfe von Gonadotropinen. Das sind zum Beispiel die Hormone FSH, LH und Prolaktin. Dadurch, dass während der Wechseljahre immer weniger Eizellen heranreifen, bleibt auch der Eisprung und die drauffolgende Gelbkörperphase immer häufiger aus. Und weil der Gelbkörper das Gestagen Progesteron produziert, sinkt dessen Konzentration im Vergleich zum Östrogen, dann spricht die Medizin auch von einer Östrogendominanz. Gegen Ende des Klimakteriums ist der Progesteron-Spiegel vergleichbar mit dem eines Mannes.
Die Konzentration anderer Hormone steigt währenddessen an. Sobald die Eierstöcke weniger auf die stimulierenden Hormone LH und FSH anspringen und Östrogen und Progesteron weniger konzentriert vorhanden sind, gibt die Hirnanhangdrüse nun noch verstärkter die Hormone LH und FSH frei, um die Produktion der Eileiter wieder anzuregen. Sollte eine ärztliche Fachkraft also einen erhöhten LH- oder FSH-Spiegel bei einer Frau in dem entsprechenden Alter feststellen, könnte dies auf die Wechseljahre hindeuten.
Das Anti-Müller-Hormon gibt Aufschluss über die Fruchtbarkeit
Nennenswert ist hier außerdem das Anti-Müller-Hormon (AMH), dessen Konzentration im Blut unter anderem Aufschluss über den Stand der Eizellenreserve (ovarielle Reserve) in den Eierstöcken gibt und somit ein Richtwert für den Beginn der Wechseljahre ist.5 Sollte ein Kinderwunsch bestehen, ist das Hormon ein wichtiger Marker für die Fruchtbarkeit und zeigt darüber hinaus auch Krankheiten wie Endometriose an. Eine Studie zeigte 2018, dass unter anderem die Konzentration des Hormons binnen sechs Monaten wesentlich schneller bei Frauen mit Endometriose sank als bei Frauen ohne.8 Sowieso sinkt der Hormonwert ab dem 25. Lebensjahr der Frau stetig ab, denn je niedriger der AMH-Wert, desto größer ist der Anteil aufgebrauchter Eizellen. Nach der letzten Regelblutung im Leben einer Frau sinkt der Wert dann gegen Null. Die ovarielle Reserve ist vollständig aufgebraucht.
Die vorzeitige Menopause: Wechseljahre schon mit 35
Wenn die Eierstöcke ihre Funktion bereits vor dem 40. Lebensjahr einstellen und damit keine Eizellen mehr abgeben, spricht man in der Medizin von einer vorzeitigen Menopause.9 Im Schnitt ist etwa eine von hundert Frauen davon betroffen. Obwohl die Diagnose für viele Frauen unerwartet und viel zu früh kommt, ist eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen damit noch nicht unmöglich. Aus gesundheitlichen Gründen sollten die vorzeitigen Wechseljahre dennoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Mehr über Gründe, Beschwerden, die Frage nach dem Kinderwunsch und die Möglichkeit einer Hormonersatztherapie.
Ursachen für vorzeitige Wechseljahre
Die Gründe für eine vorzeitige Menopause sind nicht immer eindeutig zu klären. In einigen Fällen können mit einem Labortest immunologische Veränderungen festgestellt werden, die auf eine Autoimmunkrankheit hindeuten, die sich gegen die vorhandenen Eizellen gerichtet hat.10 In einigen Fällen kann auch ein Gendefekt Ursache dafür ein. Weil dieser vererbt werden kann, sollten im Falle dessen auch die Töchter der Betroffenen untersucht werden.
Verschiedene Erkrankungen wie Mumps-Oophoritis oder Galaktosämie können Frauen bereits vor dem 40ten Lebensjahr in die Wechseljahre versetzen. Auch die Entfernung der Eierstöcke, zum Beispiel infolge einer Krebserkrankung oder einer Endometriose, sowie die Chemotherapie können zum schlagartigen Beginn der Menopause führen.
Ursachen für Wechseljahre ab 30 im Überblick:
Genetische Fehlbildungen/Chromosomenanomalien
Autoimmunerkrankungen
Virusinfektionen
Metabolische Erkrankungen (Stoffwechselstörungen)
Chemotherapie bei Krebserkrankungen
Operative Entfernung der Eierstöcke
Operative Entfernung der Gebärmutter
Toxine wie zum Beispiel Nikotin10
Beschwerden und Symptome der vorzeitigen Menopause
Deutliche Anzeichen für eine vorzeitige Menopause sind unregelmäßige Zyklen, die auch in monatlichen Abschnitten auftauchen können. Auch prämenstruelle Symptome sind typisch. Dazu gehören Brustspannen, Reizbarkeit oder Verdauungsstörungen. In einigen Fällen treten aber auch die typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Gelenkschmerzen,11 eine besonders lange oder ausbleibende Periode oder andere Beschwerden auf.
Typische Symptome der natürlichen Wechseljahre:
Stimmungsschwankungen
Libidoverlust
Hitzewallungen
Nachtschweiß
Scheidentrockenheit
Schwankungen oder Ausbleiben der Periode
Prämenstruelle Symptome:
Brustspannen
Unterleibsschmerzen
Druckgefühl im Unterbauch
Verdauungsstörungen
Kreislaufprobleme, Schwindel
Hitzewallungen, Schweißausbrüche
Rückenschmerzen
Kopfschmerzen bis hin zu Migräne
unreine Haut, Pickel
Heißhungerattacken oder Appetitlosigkeit
Stimmungsschwankungen
Antriebslosigkeit
Schlafstörungen
Die Hormonersatztherapie als Kompensation
Selbst dann, wenn sich die Beschwerden während der vorzeitigen Menopause im Rahmen halten und der Kinderwunsch bereits erfüllt ist oder gar nicht besteht, sollte eine vorzeitige Menopause nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Das Sexualhormon Östrogen ist nämlich auch für den Schutz von Knochen und Gefäßen verantwortlich. Sinkt der Östrogenspiegel, steigt gleichzeitig das Osteoporose-Risiko und Knochenschwund ist damit vorprogrammiert. Mediziner*innen können die fehlenden Hormone mit einer Hormonersatztherapie aber kompensieren.12 Vor- und Nachteile sollten jedoch gemeinsam ausführlich besprochen und abgewogen werden, denn eine langanhaltende Therapie birgt auch Risiken – so steigt beispielsweise das Risiko für Brustkrebs oder auch einen Schlaganfall.
Kinderwunsch trotz vorzeitiger Wechseljahre
Auch, wenn die Diagnose einer verfrühten Menopause für viele Frauen erstmal ein Schock ist, gibt es zumindest eine halbwegs gute Nachricht: In einigen Fällen ist es dennoch möglich, mit den eigenen Eizellen auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Nämlich in der Perimenopause, in der noch einige Eibläschen vorhanden sind. Diese können mithilfe des Hormons Clomifen stimuliert werden, dann ist Sex nach Plan allerdings die Regel der Stunde.
Eine Alternative ist die hormonelle Stimulierung des Eisprungs mit der darauffolgenden künstlichen Befruchtung der Eizelle mithilfe einer Intersemination, das ist das Einbringen des Samens mithilfe einer Kanüle in die Gebärmutter.
Wechseljahre – Positive Folgen und mögliche Risiken
Viele Frauen kommen zwar beschwerdefrei durch die Wechseljahre, andere berichten von leichten Beschwerden und eine dritte Gruppe leidet unter stark ausgeprägten Symptomen.13 Wie wir es von der Natur her kennen, ist jeder Frau ein individueller Weg vorgesehen und so ist auch der genaue Zeitplan des Klimakteriums, also der Wechseljahre, nicht vorhersehbar.
Für viele Frauen sind die Wechseljahre keinesfalls nur negativ, denn mit dem Ende der Fruchtbarkeit muss sich die Frau neben körperlichen Anzeichen zum Beispiel auch keine Gedanken mehr um das Thema Verhütung machen. Aber auch weitere Veränderungen stehen an.
Endometriose
Für Frauen, die unter Endometriose leiden, steigt die Chance, dass diese mit den Wechseljahren abgeschwächt wird. So ganz sicher ist das allerdings nicht. Da das Sexualhormon Östrogen die Endometriose beeinflusst und dessen Konzentration während der Wechseljahre abnimmt, kann es sein, dass die Endometrioseherde nicht weiter wachsen. Doch Studien zeigen auch, dass eine besondere Form der Endometriose auch in den letzten Jahren vor der letzten Regelblutung und seltener nach dieser möglich ist.14 Eine Hormonersatztherapie bei einer vorzeitigen Menopause könnte Endometriose nach dessen Abschwächung sogar wieder reaktivieren.
Die Dunkelziffer, der an Endometriose erkrankten Frauen ist hoch – entweder haben betroffene Patientinnen keine bzw. kaum Beschwerden oder falls doch, wird die Diagnose im Durchschnitt erst nach 7 Jahren gestellt.
Mit dem Wegfallen des monatlichen Eisprunges sind auch die typischen Menstruationsbeschwerden kein Thema mehr. Stattdessen können nun die Wechseljahresbeschwerden auf den Plan treten.
Migräne
Da Frauen deutlich häufiger als Männer unter Migräneattacken leiden, vermutet die Wissenschaft, dass mitunter ein schwankender Hormonhaushalt Migräne begünstigt. Obwohl es möglich ist, dass Frauen mit Eintreten der Menopause von den Beschwerden befreit sind, können andere auch gerade deshalb zum ersten Mal unter den Beschwerden leiden.
Risiko für Osteoporose steigt
Mit einem sinkenden Östrogenspiegel kann die Stabilität der Knochen abnehmen oder sogar Knochenschwund eintreten. Sollte dies zu früh, zum Beispiel während einer vorzeitigen Menopause geschehen, könnte eine Hormonersatztherapie das fehlende Östrogen kompensieren.
Scheidentrockenheit
Die Scheidenschleimhaut wird mit den Umstellungsprozessen dünner und trockener. Frauen können somit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verspüren oder auch anfälliger für Infektionen sein.
Risiko durch langanhaltende Hormontherapie
Es existieren mehrere Hormonpräparate, die in den unterschiedlichsten Formen (Kapseln, Nasenspray, Spritze, usw.) in den Organismus aufgenommen werden können. Je nach Vorgeschichte der Frau wird bei einer Hormontherapie die entsprechende Zusammensetzung gewählt. Von einer langen Hormonbehandlung wird jedoch abgesehen, weil Studien zeigen konnten, dass sie das Risiko für Blutgerinnsel, Schlaganfälle oder auch Brustkrebs erhöhen.
Keinen wissenschaftlichen Beleg gibt es dafür, dass sich nach der Menopause das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöht. Dass bei Frauen in den Wechseljahren ein höheres Herzinfarktrisiko nachgewiesen wurde, bringen Mediziner mit dem höheren Lebensalter in Verbindung.
Östrogenmangel: Krankheitsbedingt oder durch Wechseljahre
Zwar ist der Östrogenspiegel bei jedem Menschen unterschiedlich, doch bei bestimmten Konzentrationen kann gerade bei Frauen von einem Östrogenmangel gesprochen werden. Bei Frauen wird das Östrogen hauptsächlich in den Eierstöcken und zum Teil auch in der Nebennierenrinde gebildet. Während der natürlichen Menopause stellen die Eierstöcke ihre Funktion ein und der Östrogenspiegel im Körper sinkt, oft ist dies auch mit einem Mangel anderer Hormone wie zum Beispiel Gestagenen verbunden. Ein Östrogenmangel kann allerdings auch schon früher krankheitsbedingt vorkommen.
Vorzeitige Menopause – genetische und krankheitsbedingte Ursachen
Für einen vorzeitigen Östrogenmangel ist oft eine eingeschränkte Funktion oder eine Fehlentwicklung der Eierstöcke (Ovarien) verantwortlich. Beispielsweise bei einer Krebserkrankung und einer damit einhergehenden Entfernung der Ovarien kommt es zu einem Östrogenmangel. Auch eine Schwäche der Nebenniere (Nebenniereninsuffizienz) kann Grund dafür sein. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Neben diversen Erkrankungen und den damit einhergehenden Behandlungen und operativen Eingriffen, können vermutlich auch genetische Faktoren ursächlich für vorzeitige Wechseljahre sein. Zumindest treten sie bei manchen Familien gehäuft auf.10 Auch Nikotin hat einen Einfluss auf die vorzeitige Menopause.12
Symptome für einen niedrigen Östrogenspiegel
In der Entwicklung äußert sich ein niedriger Östrogenspiegel an Zyklusunregelmäßigkeiten wie Zwischenblutungen oder Ausbleiben der Periode. Sogar Unfruchtbarkeit ist möglich. Ein Östrogenmangel beeinträchtigt in der Pubertät außerdem die geschlechtliche Entwicklung.
Sollte der Mangel über eine längere Periode anhalten, kann er Osteoporose (Knochenschwund) begünstigen.15
Hormonersatztherapie – sorgsam abwägen
Mit künstlichen Hormonen kann einem Östrogenmangel entgegengewirkt werden. Als Salbe, Zäpfchen, Nasenspray oder mit Pflastern wird das Hormon in den Körper gebracht. Eine Hormontherapie birgt jedoch Risiken und ist bei bestimmten Krankheitsbildern wie einer Blutgerinnungsstörung, Brustkrebs oder Herz- und Lebererkrankungen sogar gar nicht zu empfehlen. Eine ausführliche Abwägung mit einem Arzt oder einer Ärztin ist hier unabdingbar.
Natürlicher oder vorzeitiger Östrogenmangel?
Der natürliche Östrogenmangel bedingt durch die Phase der Wechseljahre unterscheidet sich zu einem krankheitsbedingten also durch die Art der Symptome und in dem Handlungsbedarf. Während eine sinkende Konzentration des Hormons im Organismus in der Menopause ab 40 Jahren normal ist, sollte mit einem Arzt oder einer Ärztin besprochen werden, wenn Symptome früher eintreten. Bei einem krankheitsbedingten Mangel könnte es eine Alternative sein, Östrogen künstlich zuzuführen, um das Osteoporose-Risiko zu senken.
Hitzewallungen, Gelenkschmerzen & Depressionen
Wenn der Östrogenspiegel im Körper einer Frau mit den Wechseljahren absinkt, können eine Reihe körperlicher Veränderungen eintreten. Einige Frauen bemerken kaum etwas, andere haben leichte Beschwerden und eine dritte Gruppe kriegt die volle Breitseite – voraussehbar ist das nicht. Die gute Nachricht dabei lautet: Die Zahl der Betroffenen zeigt, dass niemand damit allein ist und die Beschwerden oft gelindert werden können, bzw. irgendwann auch abnehmen. Einen Teil der Wechseljahresbeschwerden kennt außerdem fast jede Frau zur Genüge aus früheren Tagen während der Periode oder auch schwangerschaftsbedingt.
Juckreiz, Brennen, Trockenheit in Mund oder Scheide: Da Östrogen die Schleimhautdicke in der Scheide, Harnröhre, Blase oder auch im Mund regelt, wird diese bei Östrogenmangel während der Wechseljahre trockener und dünner. Das Gewebe bildet sich zurück. So kann es zu unterschiedlichen Symptomen kommen.16
Jucken und Brennen sind typische Symptome von Scheidentrockenheit, etwa jede zweite Frau ist ab dem 45. Lebensjahr davon betroffen. Das kann nicht nur unangenehm sein oder auch beim Sex zu Schmerzen führen, die natürliche Feuchtigkeit in der Vagina schützt auch vor Infektionen. Deshalb ist die Vagina in den Wechseljahren auch anfälliger für Entzündungen. Damit einhergehend erfahren viele Frauen in den Wechseljahren auch einen Libidoverlust.
Entzündungen der Vagina
Durch die Veränderung des Hormonhaushalts der Frau ist die Vulva anfälliger für Infektionen, zum Beispiel eine Blasenentzündung, für die Frauen in den Wechseljahren aufgrund ihres sinkenden Östrogenspiegels generell anfälliger sind. Daraus resultiert nämlich ein höherer pH-Wert und die Barrierefunktion der Schleimhaut wird geschwächt.17 Aufgrund der reduzierten Östrogene steigt der pH-Wert und weniger Milchsäurebakterien sind vorhanden. Diese sorgen aber für eine saure Intimflora und damit einen natürlichen Schutzwall. Auch aufgrund einer schlechteren Durchblutung haben es Erreger leichter, in den Organismus zu dringen.
Scheide
Zu den Symptomen einer Blasenentzündung (untere Harnwegsinfektion) gehört Brennen beim Wasserlassen (Dysurie/Algurie) sowie mehrmals täglich plötzlicher und starker Harndrang (Pollakisurie), wobei die abgelassene Urinmenge dagegen oft sehr gering bleibt. Auch Druck im Unterbauch bis hin zu Unterleibskrämpfen können Beschwerden sein. Um die Intimflora präventiv im Gleichgewicht zu halten, sind ausreichend Laktobazillen wichtig. Sie bieten nicht nur einen Schutz vor Scheideninfektionen, sondern auch vor der Entstehung unangenehmer Blasenentzündungen. Viel zu trinken wirkt vorbeugend, ebenfalls hat sich der natürliche Wirkstoff D-Mannose zur unterstützenden Therapie und zur Prävention wiederkehrender Blasenentzündungen bestens bewährt.
Schamlippen
Schwellungen und Rötungen der Vulva wie zum Beispiel vergrößerte Schamlippen können ein Anzeichen für eine Entzündung oder eine Scheidenpilzinfektion sein.
Hitzewallungen
Plötzlich schlägt das Herz schneller, Schweiß bricht aus und das Gesicht errötet – was sich wie eine zweite Pubertät anfühlt, kann ganz einfach eine Hitzewelle der Menopause sein. Drei- bis 20-mal am Tag oder auch in der Nacht sind etwa 90 Prozent der Frauen im Klimakterium davon betroffen. Am Anfang der Wechseljahre kommen die Hitzeschübe am häufigsten vor, nach ein bis zwei Jahren sind sie meistens wieder verschwunden.
Schweißausbrüche und nächtliches Schwitzen
Schweißausbrüche treten oft in Kombination mit Hitzewallungen auf und betreffen etwa sieben von zehn Frauen. Mit der Veränderung des Hormonhaushaltes verändert sich auch der Stoffwechsel, der die Wärmeregulierung im Körper übernimmt. Durch den rapiden Abfall des Östrogenspiegels steigt die Konzentration an Stresshormonen. Das kann zu Schweißattacken auch in der Nacht führen.
Gelenk- und Rückenschmerzen
Östrogen reguliert den Wasserhaushalt im Körper. Bei einem Mangel des Hormons können Gelenke weniger Gelenkflüssigkeit haben, Gewebe und Knorpel können verhärten oder versteifen und auch die Schmerzempfindlichkeit steigt dadurch bedingt. Das führt bei mehr als der Hälfte aller Frauen in den Wechseljahren zu Gelenkschmerzen oder auch Rückenschmerzen.
Gewichtszunahme
Da die Eierstöcke weniger Östrogen produzieren, geschieht dies nun überwiegend in den Bauchfettzellen. Aus diesem Grund setzt sich hier vermehrt Fett an. Mit jedem Jahr nehmen etwa 90 Prozent der Frauen nach der Menopause im Schnitt 0,7 Kilogramm zu. Gerade gegen Ende der Perimenopause und in der Postmenopause ist die Gewichtszunahme normal. Übrigens sammeln auch Männer ab der Lebensmitte mehr Fettpolster an.
Depressionen und Stimmungsschwankungen
Die weiblichen Hormone sind auch Stimmungsregler, das ist vielen Frauen schon aus der Zeit vor und während der Periode bekannt. Da der Östrogenspiegel in den Wechseljahren stark schwankt, sind auch seelische Symptome während der Wechseljahre normal. So bedingt weniger Östrogen die reduzierte Produktion von Serotonin (Glückshormon). Zu den Anzeichen zählen Nervosität und innere Unruhe, Ängste, Gereiztheit und Anspannung. Durch die Verstimmungen sind häufig auch Schlafstörungen sowie Spannungen innerhalb der Familie und Beziehung die Folge.
Scheidentrockenheit entsteht durch einen Mangel an Feuchtigkeit im Intimbereich. Obwohl auch junge Frauen darunter leiden können, zählen die Wechseljahre und die hormonellen Veränderungen in dieser Lebensphase zu den häufigsten Ursachen.
In diesen Situationen sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen:
Wenn Sie Fragen haben oder sich unwohl fühlen
Bei starken Schmerzen oder langem Ausbleiben der Periode
Wenn die Periode nach sechsmonatigem Ausbleiben wieder einsetzt
Wenn die Beschwerden erstmalig auftreten
Wenn Sie eine Überweisung an einen Spezialisten benötigen
Wenn Sie medikamentöse Behandlungen wie die Hormonersatztherapie in Anspruch nehmen möchten
Seien Sie beruhigt, die Wechseljahre sind völlig natürlich und betreffen jede Frau. Zögern Sie nicht, sich mit anderen Betroffenen zu Ihren Beschwerden auszutauschen, oder sich eine ärztliche Meinung einzuholen, um Ihre offenen Fragen zu klären.
So können Wechseljahresbeschwerden gelindert werden
Besonders dann, wenn die Beschwerden während der Wechseljahre besonders stark sind, lohnt es sich nicht, sich deshalb auch noch zu ärgern oder Druck zu machen. Stattdessen wird es gerade mit dem Älterwerden immer wichtiger, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und sich selbst regelmäßig Gutes zu tun. Sport, eine ausgewogene Ernährung, Pflege- und Wellnessrituale, erfüllende Hobbys und schöne Momente steigern die Lebensqualität und wirken entspannend. Hitzewallungen kann mit einer kühleren Umgebungstemperatur entgegengewirkt werden und auch ein niedrigerer BMI (Body-Mass-Index) kann hier helfen.
Um körperliche und seelische Wechseljahresbeschwerden zu mindern, gibt es aber auch natürliche Heilmittel oder leichte Medikamente. Auch der Austausch mit Gleichgesinnten ist nicht zu unterschätzen und es hilft, mit anderen über die Veränderungen im Körper zu reden.
Pflanzlichen Wirkstoffen wie Granatapfel, Salbei, Rosenwurz, Frauenmantel oder auch Johanneskraut wird die Besänftigung unterschiedlichster Wechseljahresbeschwerden zugesprochen. Doch wissenschaftlich ist ihre Wirkung nicht immer bewiesen.18 Es empfiehlt sich generell, sich über Dosierung und mögliche Nebenwirkungen direkt beim Mediziner oder der Medizinerin des Vertrauens zu informieren.
Das physiologische Scheidenmilieu besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, die ein gesundes Gleichgewicht aufrechterhalten und krankmachende Keime abwehren. Eine gestörte Scheidenflora äußert sich beispielsweise durch Juckreiz, Brennen oder einen veränderten Ausfluss. Die Verwendung lebender Milchsäurebakterien kann helfen, das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und gesund zu halten.
Blutung ist nicht gleich Blutung: Besonders während der Wechseljahre verändern sich aufgrund des Umbaus des Hormonhaushaltes auch die Periode und ihr Zyklus. Schmierblutungen können auftreten, Zwischenblutungen, besonders lange Dauerblutungen, Zyklusunregelmäßigkeiten oder auch das phasenhafte oder ganze Ausbleiben der Regeblutung ist normal.19 Umgekehrt gibt es aber auch Frauen, die bis zu ihrer letzten Regelblutung einen regelmäßigen Zyklus haben. Meistens sind die Symptome auch bei regelmäßigem Vorkommen harmlos. Nur, wenn Schmerzen hinzukommen oder Blutungen besonders stark und langanhaltend sind, sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.
Schmierblutungen sind meist bräunlich und mit Schleim gemischt und treten vor oder nach der Regelblutung auf.
Zwischenblutungen bezeichnet man dagegen als Blutungen, die zwischen den eigentlichen Periodentagen auftreten und länger als drei Tage andauern.
Dauerblutungen während der Wechseljahre sind oft harmlos, können aber auch andere Ursachen haben. Deshalb sollten Frauen mit langen und sehr starken Blutungen einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Die Dauerblutungen können mehrere Wochen oder Monate andauern und auch Klumpen sind aufgrund des Auf- und Abbaus der Gebärmutterschleimhaut zu finden.
Brauner Ausfluss kann bei Frauen zu Verunsicherung und Sorgen führen, besonders wenn er unerwartet auftritt. Viele fragen sich, was die Ursache dafür sein könnte und ob es ein Grund zur Besorgnis ist.
Der Körper ist ein Naturwunder. Und obwohl jede Frau die Wechseljahre durchläuft, sprechen wohl die wenigsten gerne über Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Infektionen. Doch eben auch in Sachen Sexualität und Fruchtbarkeit gilt: Jeder Körper ist individuell und mögliche Beschwerden müssen nicht eintreten. Die männliche Fraktion ist davor übrigens auch nicht gefeit: Gleichaltrige Männer haben eventuell bereits mit Erektionsproblemen zu kämpfen.
Einige Frauen berichten von einer verminderten Libido nach der körperlichen und hormonellen Umstellung. Die Gründe dafür sind vielfältig, hier spielen sowohl physische als auch psychische Faktoren eine Rolle. So kann Scheidentrockenheit zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen oder die Frau hat schlicht und ergreifend weniger Lust. Offenheit und Austausch mit dem Partner, Gynäkologen und Freundinnen ist deshalb immer ein guter Rat.
Psychologen und Psychologinnen raten dazu, Sexualität und Libido immer ganzheitlich im Zusammenspiel mit den anderen Lebensbereichen zu betrachten. Denn es ist einleuchtend, dass körperliche Schmerzen, Unwohlsein oder starke Wechseljahresbeschwerden Einfluss auf die Libido haben können. Aber auch die Psyche kann ausschlaggebend sein. So leiden beispielsweise Frauen mit negativen Erfahrungen oder einem unerfüllten Kinderwunsch oft mehr unter dem Ende der fruchtbaren Zeit.
Frauen, die bis zum Ende ihrer Prämenopause noch regelmäßige Zyklen haben, können auch während den Wechseljahren noch schwanger werden. Auch Hormonbestimmungen in Form von Tests kann nicht sicher ausschließen, dass eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist. Mediziner*innen empfehlen daher eine Empfängnisverhütung bis zum 52. Lebensjahr. Nicht mehr notwendig ist dies dagegen nach einem ein- bis zweijährigem Ausbleiben der Periode in diesem Lebensabschnitt.
Schwanger werden in Wechseljahren möglich
Ganz nach dem Grundsatz „Nichts ist unmöglich“ ist nicht pauschal zu sagen, ob eine Frau in den Wechseljahren noch schwanger werden kann oder ob sie es nicht kann. Das ist abhängig davon, in welcher Phase des Klimakteriums sie sich befindet.
Generell kennzeichnet die Menopause und damit die letzte Regelblutung der Frau das Ende der Fruchtbarkeit einer Frau. Durchschnittlich ist eine Frau in Europa dann 51 Jahre alt.
So ist eine Schwangerschaft aber dennoch in der Prämenopause noch möglich, da hier die Funktion der Eierstöcke nur langsam sukzessive abnimmt, aber noch nicht vollständig weg ist. Es ist lediglich unwahrscheinlicher. Dass es laut dem Statistischen Bundesamt seit 2012 aber dennoch jährlich zu etwa 600 bis 700 Schwangerschaftsabbrüchen bei Frauen zwischen 45 und 55 Jahren kommt, spricht für sich.20
Sollte noch ein Kinderwunsch bestehen, kann ein Blick auf den Hormonspiegel (Anti-Müller-Hormon) einer Frau Aufschluss darüber geben, ob eine Schwangerschaft generell noch möglich ist. Erst zwei Jahre nach der letzten Blutung der Frau beginnt die Postmenopause, mit der eine Schwangerschaft dann leider endgültig ausgeschlossen ist.
Gut zu wissen – Spannende Fakten zu den Wechseljahren
Mit den Wechseljahren beginnt für viele Frauen oft auch ein neuer und spannender Lebensabschnitt mit neuen Herausforderungen
In dieser Phase wird es immer wichtiger, die eigenen Bedürfnisse zu kennen
Niemand ist allein: Austausch, Kommunikation und fachlicher Rat sind immer empfehlenswert
Auch bei einer vorzeitigen Menopause kann der Kinderwunsch erfüllt und einem Osteoporose-Risiko mithilfe einer Hormonersatztherapie entgegengewirkt werden
Einige Frauen erleben nach der Postmenopause nochmals eine sexuelle Hochphase, weil sie sich und auch neue Vorlieben entdecken und das Thema Verhütung nun keine Rolle mehr spielt
Andere haben dagegen weniger Interesse an Sex, das ist ganz individuell
Eine Schwangerschaft ist in der Anfangsphase der Wechseljahre nicht vollkommen ausgeschlossen
Männer ab Mitte 50 gehen ebenfalls durch die Wechseljahre, was sich an Anzeichen wie Verstimmungen, nachlassender körperlicher Leistungsfähigkeit, Angstzuständen und ebenfalls Hitzewallungen zeigt
Der medizinische Fortschritt hat durch bessere Hygienestandards und wirksame Behandlungen, wie den Einsatz von Antibiotika, die Gesundheitsversorgung stark verbessert. Dieser Text beleuchtet historische Entwicklungen in der Frauengesundheit und betont die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit Antibiotika zur Vermeidung von Resistenzen sowie den Schutz der Gesundheit durch Probiotika.
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Hinweis
Ab Mai müssen Vaginalia mit lebenden probiotischen Inhaltsstoffen als Arzneimittel zugelassen sein und dürfen nicht mehr als Medizinprodukt verkauft werden. Grundlage für die Neuregelung ist die Medical Device Regulation (MDR), EU 2017/745. Betroffen sind auch Vaginaltherapeutika mit lebensfähigen Milchsäurebakterien.
Allerdings haben wir für Vagiflor® eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2028 erhalten.
Somit kann Vagiflor® bedenkenlos biszu diesem Zeitpunkt weiter vertrieben werden.